Heute: das VORSPIEL

Die Gretchenfrage, wer kennt sie nicht, sie ist so alt wie die Menschheit und lautet da „Glaubst Du an Gott?“ Karl Marx hätte darauf wohl mit einem klaren „Nein“ geantwortet, während Dr. Faust im Urfaust sich durch seinen sophistischen Exkurs als Freimaurer outet…Bitte nicht erschrecken, die Freimaurer die sind doch ganz lieb und sind aus einer Baugewerkschaft hervorggegangen. Das heißt, man könnte sagen, dass ihre Ursprünge im mittelalterlichen Zunftwesen liegen, davon kann der Anarchist Wagner ein meisterliches Liedchen singen. Seine Meistersinger von Nürnberg entstanden lange vor den Nürnberger Gesetzen oder der Umgestaltung der

Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg im Zuge der VW -sorry- Hartz Gesetze. Wagner selber war an den Maiaufständen in Dresden 1850 kurz nach der Revolution in Frankfurt beteiligt gewesen und wurde zusammen mit seinem Compagnon Semper steckbrieflich gesucht. Der Anführer der Anarchisten; die später wegen antisemittistischer Tendenzen aus der ersten Internationale flogen,namens Bakounin wurde gefasst und lebenslänglich in Russland arretiert.

Dennoch kam es im Jahrhundert darauf in Russland zur Revolution und das obwohl Marx diesbezüglich Zeit seines Lebens sehr skeptisch war. Er setzte alle Hoffnung in Deutschland und hätte sich wohl im Grabe umgedreht, wenn er gesehen hätte, was im Jahrhundert darauf in Deutschland geschah. Wenn man bedenkt, wer ein großer Wagner- Verehrer war, könnte man meinen die Anarchos hätten dort die Kontrolle übernommen…Doch zuvor kam Wagner im Schoße der Macht an- bei Ludwig, dem schwulen König von Bayern, aus dem er gar keinen Anarchisten machen musste, denn der war schon immer mit seinem Job am Hadern gewesen. Er wurde zu seiner Muse und erleichterte Ludwig und die bayrische Staatskasse mit enormen Erfolg: er machte irgendwann die Flatter und hatte noch Geld genug übrig um sein Festspielhaus in Bayreuth zu bauen und Ludwig wurde wegen seiner Schuldenmacherei entmündigt und entsorgt.

Entsorgt wurde auch seine Cusine Sissi in Österreich, wohin sich Semper geflüchtet hatte. Auch sie ging nach solchen Großtaten wie der Entdeckung des Kindbettfiebers durch Hrn.Semmelweis über den Jordan,getroffen von der Pistole eines Anarchisten.

So stürzt man Systeme von innen. Semper selbst kann kein Antisemit gewesen sein, da er viele Prachtbauten für reiche jüdische Bankiers, die es zum Teil durch Konvertierung bis in den Hochadel gebracht hatten, hochzog….

Auch in Frankfurt gab es derer viele wie zum Beispiel das Rothschild-Palais. Später verfilmten die Nazis die Geschichte der Rothschilds und dieser Fim wurde KZ Mitarbeitern gezeigt, um sie zu eiskalten Killermaschinen zu machen…

Die Rothschilds stammen aus dem jüdischen Ghetto von Frankfurt, aus dem Haus mit dem roten Schild. In Frankfurt gab es im Mittelalter die größte jüdische Gemeinde Europas. Zuerst lebte diese relativ frei im Zentrum der Macht, denn das war Frankfurt als heimliche Haupt- und Krönungsstadt des heiligen römischen Reiches, und zwar um den Kaiserdom herum. Nach etlichen Progromen schloss die Stadtverwaltung die jüdischen Nichtmitbürger im Ghetto ein. Dieses brannte nicht nur einmal- zum Beispiel anlässlich des Fettmilchaufstandes ab.

Hr. Fettmilch wollte eigentlich den Stadrat zur Verantwortung ziehen für die Veruntreuung von Geldern, die  für das soziale System gedacht gewesen waren. Aber durch eine gezielte Intrige des benachbarten Dominikanerklosters ,so munkelt man, traf die Wut der unteren und mittleren Schichten dann nicht die limburgische Oberschicht im Stadtrat, sondern das jüdische Ghetto. Irgendwann griff man dann ein, als eh schon alles abgebrannt war, denn die Juden waren ja laut des Kaisers vogelfrei. Und man gab sie anscheinend immer dann besonders gerne zumAbschuss frei, wenn man eines mit der Stadtbevölkerung gemein hatte: SCHULDEN… und wenn einem der Arsch auf Grundeis ging und es nach Umsturz roch…

Ja ja ja die bösen Banker und die bösen Spekulanten vom Westend, irgendwie setzt sich diese Geschichte bis heute fort… und es ist immer praktisch, einen Sündenbock zu haben. Der Mann, der die arme Dienstmagd Margaretha Brand, die für das Gretchen im Faust unfreiwillig historisch Modell gestanden, auf dem Gewissen hatte war ja angeblich auch jüdischen Ursprunges gewesen. Lag doch die Herberge „Zum Einhorn“ ziemlich in der Nähe des Ghettos.

Da stellt sich mir persönlich die Frage, wie das möglich gewesen sein kann, wenn die Schwängerung in der Vorweihnachtszeit 1770 geschah, ein Jahr nachdem der durch die Bank antisemitische Stadtrat es abgelehnt hatte, dem Antrag der Ghettobewohner auf den sonntagnachmittäglichen Freigang stattzugeben.

Und dies ist nicht der einzige Widerspruch in dem Verfahren um die sogenannte Kindesmörderin Margarethe Brand, von dem hier in den nächsten Wochen berichtet werden wird…

Oder um Goethe zu zitieren: „Bald setzte ein entdecktes großes Verbrechen , dessen Untersuchung und Bestrafung die Stadt auf viele Wochen in Unruhe.“

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