5. Der Beruf als Chance

Gut, nennen wir das Kind einmal beim Namen: In unserer modernen, säkularen Gesellschaft ist es ganz natürlich, daß sich Frau ihren eigenen Sklaventreiber wählt. Die Zahl unserer Arbeitslosen wäre nur halb so hoch, wenn Frau es sich nicht erdreisten würde, unbedingt hinter einem Schreibtisch oder einer Ladentheke arbeiten zu wollen. Gleichzeitig bedeutet dies eine staatliche Mehrbelastung, weil Frau nicht mehr ihren gewohnten, eigentlichen gesellschaftlichen Pflichten nachgeht.

Nach Ansicht alter Herren hat die Frau nur eine gesellschaftliche Aufgabe: Kinder gebären, Kinder erziehen, Küche und Haushalt führen und ansonsten die Füße still halten, weil sie generell das Eigentum des Mannes ist. [Und dies jetzt unabhängig von der Religion.] Obige Ansicht findet man demnach nicht nur bei Moslems, also Migranten, sondern auch bei Christen und Juden. Jene scheinen ein natürliches Problem mit der gesellschaftlichen Entwicklung zu haben. Und definieren deshalb den Status der Frau dementsprechend.

Die Frage, die sich mir an dieser Stelle nun stellt, ist die folgende: Warum nutzen immer mehr junge Frauen global die Berufsergreifung als ihre Chance, etwas aus ihrem Leben zu machen? Weil überall die Ansichten identisch sind? Weil überall von der Frau gefordert wird, daß sie mindestens zwei Schritte hinter dem Manne zu gehen hat, und nur dann einen Beruf ergreifen darf, wenn es dem Manne genehm ist und er dieses zusätzliche Geld in seinem Portemonaie dringend selbst braucht?

Liegt es nur an den Lebenshaltungskosten, oder warum wird einem bei dem Thema Frau in der Gesellschaft immer öfter klar, daß Frau sich nicht nur selbst belügt mit einer Emanzipation, die rein faktisch keine ist, und die Gesellschaft die Frau immer noch belügt, weil sie ihr vor macht, daß sie für den Hungerlohn, den sie für ihre schwere Arbeit erhält, von der Gesellschaft anerkannt ist?

Folgen wir nämlich diesen Gedankengängen weiter, erkennen wir schnell, daß der Beruf zwar eine Alternative sein kann, um aus den eigenen beengten sozialen Verhältnissen heraus zu kommen, letztendlich möchte Frau aber auch schon einen Mann und Familie. Beides zusammen unter einen Hut zu bringen stellt sich schon als äußerst schwer heraus, beinahe nicht stemmbar. Und obwohl die meisten jungen Frauen inzwischen realisieren, daß sie von der Gesellschaft benutzt und ausgebeutet werden, lassen sie eher diese Ausbeutung an sich gefallen, anstatt früh zu heiraten und Kinder zu gebären.

Fast scheint es, als wäre der Beruf inzwischen zum Familienersatz geworden. Vielen Frauen geht die berufliche Karriere über die Familie. Also wird die Familie vernachlässigt, die Kleidung, der eigene Schein, den man nach außen transportiert wird von Belang, aber das, was einen eigentlich glücklich macht, tritt in den Hintergrund. Deshalb kann man offen davon sprechen, daß die Gesellschaft mit Absicht aus der Frau eine Hure macht.

Eine Hure arbeitet für ihren Lebensunterhalt, sie kommt allein für diesen auf, und auch für ihre Sicherheit, die sie selbst stellen muß, möchte sie gefahrlos arbeiten. Die Gesellschaft sieht also in einer arbeitenden Frau nicht mehr als eine Hure, die nur ihrer Arbeit nachgeht, jedoch von Jedermann jederzeit flach gelegt werden darf. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, daß die Zahl sexueller Belästigung am Arbeitsplatz in den vergangenen 10 Jahren in die Höhe schoß – von der Zahl der Mobbing-Fälle, junge gutaussehende Frauen betreffend, zu schweigen.

Warum sehen Frauen dann also einen Beruf als Chance an? Gehen wir hier einmal nach der Entwicklung der Gesellschaft vor, so erkennen wir, daß Hauptmotiv in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts jenes war, daß Frau aus dem elterlichen Haushalt ausbrechen wollte – ohne zu heiraten. Nur so war es möglich, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In jedem anderen Fall wäre Frau nämlich gezwungen, daheim zu warten, bis irgendein Interessent vorbei kommt, und sie heiratet. Da Frauen in den 60ern es verboten war, bis nach 22 Uhr noch in der Nachbarschaft oder in der Stadt in Bars unterwegs zu sein. [Einzige Ausnahmen hier: Frauen, die als Bedienungen in Cafés und Restaurants arbeiteten.]

In unserer Gesellschaft hat sich seit gut 50 Jahren nichts geändert. Die Frau soll immer noch an das Haus gekettet werden. Doch geht die Gesellschaft hier inzwischen subtiler vor, weil es nicht mehr direkt gefordert wird, sondern die Lebensumstände so geschaffen werden, daß Frauen gezwungen sind, im Haus zu bleiben. Und dies ist nicht nur bei den Christen so. Die gleiche gesellschaftliche Inakzeptanz ist sowohl auch bei Moslems und Juden wahrnehmbar. Im Islam darf eine Frau nur in der Firma ihres Mannes arbeiten, außerhalb davon nur mit dessen schriftlicher Erlaubnis und im günstigsten Fall im Tschador oder der Burka. [Darüber gibt es schriftliche Belege, die uns vorliegen.]

Die Frage ist also eigentlich: Ist Frau wirklich freier, wenn sie in der freien Wirtschaft einen Beruf ergreift und ausübt? Die Antwort liegt auf der Hand und ich weiß, daß weibliche Leserin diese nicht gerne hier und jetzt lesen werden! Die Frau ist unfreier, wenn sie einen Job ergreifen muß, für den sie noch zusätzlich unterbezahlt wird, und dann noch mehr als die Hälfte ihres Einkommens allein für ihre Bekleidung investieren muß. Dies hat nichts mit freiem Willen oder Emanzipation zu tun. Eher im Gegenteil. Die Gesellschaft legt mit Absicht der Frau Fesseln an, die sie nicht abstreifen kann. Und wohin führt uns dies?

Daß unsere Gesellschaft beileibe nicht so weit entwickelt ist, wie sie es vorgibt zu sein. Frauen werden nicht nur schlechter bezahlt und behandelt, sie werden sogar in der modernen Berufswelt eher als willige Opfer sexueller Straftaten angesehen. In Zeiten, in denen der Frau nur gestattet war, mit Erlaubnis ihres Ehegatten arbeiten zu gehen, wußte nicht nur der Arbeitgeber darüber Bescheid, sondern auch die Kollegen. Die Zahl der sexuellen Übergriffe durch Kollegen hielt sich in überschaubaren Grenzen. Heute jedoch muß Frau sich auch am Arbeitsplatz sexuell verkaufen, weil sonst ihre Karrierechancen gegen Null tendieren.

Und dennoch sehen Frauen ihre Chance eher in einem gelernten Beruf, anstatt in einer Familie, beschweren sich aber gleichzeitig darüber, daß der gewohnte Familienverband aufgebrochen und in Auflösung begriffen ist. Ein weiblicher Familien- und Sozialminister bedeutet nicht, daß weibliche Politik gemacht wird, sondern nur, daß eine Frau die Forderungen der Männer durchsetzt, die selbst nicht ins Ministeramt kamen. Weibliche Politik sieht anders aus. Zumindest sollte sie dies, wenn Frauen in solchen Machtpositionen nicht ständig vergessen würden, daß sie doch eigentlich Frauen sind.

Genau da liegt jedoch der Hund begraben. Die Gesellschaft hat nichts gegen freie, unabhängige Frauen an sich. Die Gesellschaft hat nur etwas dagegen, daß solche Frauen auch entsprechenden Einfluß erhalten. Die Manipulation durch Alice Schwarzer und deren brauner Form des Feminismus hat die freiheitliche Entwicklung der Frau massiv in diesem Land geschädigt. Feminismus bedeutet nicht männerfeindlich oder lesbisch zu sein. Feminismus bedeutet ganz Frau zu sein. Also auch wie eine Frau zu handeln und zu denken. Und nicht an einem unterbezahlten Arbeitsplatz die dreifache Arbeit für ein Viertel des Geldes zu tun, welches ein Mann für den gleichen Job bekäme.

 

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