Man muß nicht unbedingt AfDler sein, um in eine gewisse Weltuntergangsstimmung zu kommen. Natürlich sieht es so aus, als würde dieses Land mit Vollgas und völlig ungebremst gegen die nächste erreichbare Wand gefahren. Deutschland ist nicht grün, nicht einmal sich selbst gegenüber, sonst wäre ja Jedem sofort klar, daß die kleine Thunberg nur eine uninformierte dumme Lügnerin ist. Oder das der AfD es noch nicht einmal hinbekommt, ein einziges Mal eine echte, wahre, Wahrheit zu verkünden, um zumindest die eigene Glaubwürdigkeit zu belegen. Nicht einmal der bundesdeutsche Generalversager Christian Lindner hat sich auf ein solch tiefes Niveau begeben, wie Bernd Höcke kürzlich im Fernsehinterview. Man fühlte sich einen Moment lang an jenes berühmte Radio-Interview eines gewissen A.H. aus Braunau am Inn erinnert. Denn die Lamentiererei, die da zum Besten gegeben wurde, unterschied sich kaum von dem gehaltlosen Gesülz eines am Beruf gescheiterten Gymnasiallehrers.

Aber einmal von den braunen Vollpfosten weg zu einem wirklich interessanterem Thema. Unsere Gesellschaft kann sich gerade nicht entscheiden, ob sie weiterhin asozial gegeneinander, oder sozial miteinander, umgehen und agieren möchte. Einerseits haben wir da die reichen Hanseln in diesem Land, die aktuell unter #CORONA wie die berühmten Fliegen wegsterben. Andererseits haben wir die vielen mutwillig von der SPD verarmten, die kaum das Brot über Nacht haben, und die paradoxerweise, weil sie in Dreck und fast ohne fließend Wasser leben müssen, die Pandemie mit deutlich weniger Verlusten überleben.

In den deutschen Großstädten bemühen sich die großen Kirchen und auch die Moscheen verzweifelt um weitere, neue, Gläubige, weil die Zahlungen nach Rom immer geringer werden. Bald werden Pfaffen und Priester auf ihr üppiges Gehalt verzichten, weil sie es nach Rom senden müssen, damit wenigstens der argentinische Pabst etwas zu fressen hat. Denn in einigen Kirchen kam bereits der Spruch auf, daß diese Pandemie genauso wie die Pest, und die Cholera-Epidemien vergangener Jahrhunderte, eindeutig ein Zeichen göttlicher Mißgunst sind, weil die Menschen den Glauben verloren haben.

Den Glauben an was, bitte schön? Den Glauben an eine Kirche, die selbst von der ärmsten Ratte in ihrer Gemeinde noch Kirchensteuer nimmt, aber sich dann bei der Nahrungsmittelverteilung weigert, eben jener Person, weil sie in der Gemeinde nicht wohlgelittn ist, etwas abzugeben! Unmöglich sagen sie? Standard in deutschen Kirchen. Wer als Armer sich nicht mindestens vier Tage in der Woche in einer Kirche sehen läßt, sieht bei der Essensausgabe gar nichts. Der geht leer aus. Menschenrechte? Die haben die Kirche noch nie interessiert, zudem in deren heiligen Büchlein drin steht, daß du selbstlos und ohne Hintergedanken, helfen sollst. Irgendwie scheint es, als hätte die Kirche ihre eigenen Grundsätze über Bord geworfen, seitdem Kanzler Schröder vor 15 Jahren Hartz IV einführte. Verwundert das Jemanden? Mich nicht besonders, denn in meinen Augen war die Kirche auch bereits vorher schreiend asozial.

Und schauen wir uns die bundesdeutschen Parteien generell einmal ein wenig näher an, stellen wir fest, daß es aktuell nur einmal drei Politiker gibt, die gemerkt haben, daß sie nur mit Wasser kochen. Und das dies eigentlich gar nichts bringt, weil sie das, was folgen wird, sowieso nicht stoppen können. Darüber sind sich dann aber Wissenschaft und Politik einig. Wer jetzt, nach gut einem Jahr wütendem Virusterror immer noch davon ausgeht, daß ein Vakzin etwas reißen könnt, setzt eindeutig auf das falsche Pferd. Besser wäre es, Wetten darauf abzuschließen, wie viele Tote es am Jahresende wirklich gegeben hat. Falls denn hinterher noch Jemand übrig ist, der die Leichen zählen kann. Denn eines steht fest: Das Virus wird töten, sobald es angegriffen wird. Sobald auch nur eine bestimmt Menge Menschen das Vakzin erhalten hat, beginnt das große Sterben, wie damals bei der „spanischen Grippe“! Wer das nicht sehen will, und unsere Politik ignoriert diese Wahrscheinlichkeit, riskiert ein großflächiges Sterben. Nur mit dem Unterschied, daß es diesmal nicht die Unterschicht wegputzt, sondern die Reichen, weil jene die Ersten sind, die sich das Vakzin werden leisten können.

Die Politik ist sich des Risikos durchaus bewußt. Doch man ist nicht bereit, irgendwelche Schutzvorkehrungen zu treffen, weil man immer noch der irrigen Annahme folgt, daß das Virus vornehmlich Arme in diesem, unserem, Land killt. Damit liegt man absolut falsch, denn die jetzige Welle von Urlaubsrückkehrern hat die deutschen Insgsamtinfiziertenzahlen regelrecht explodieren lassen. Wenn man ehrlich ist, sollte man zugeben, daß Arme seit Einführung von Hartz IV nicht mehr in den Urlaub fahren können. Infizieren und an dem Virus sterben werden also jene, von deenen die Politik immer noch behauptet, daß wir sie brauchen: Die kranken Egoisten, denen das eigene Hemd näher ist, als die Hose des Nachbarn.

Diese Pandemie hat wenigstens eines absolut bewiesen: Unsere faschistische, neoliberale, Gesellschaft ist dem Untergang geweiht. Und es wird nichts geben, welches den Untergang unserer globalen Gesellschaft verhindern kann. Die schnelle Gründung einer globalen Weltregierung, und globale soziale Gleichheit, sowieso globale Demokratie und Fairness allen Lebensbildern gegenüber, könnten da etwas reißen. Doch das würde bedeuten, daß Reiche auf einen Teil ihres Reichtums, und Mächtige auf den Großteil ihrer Macht, verzichten. Zugunsten von uns allen, zugunsten dieses, unseres, Planeten.

Aber wer will schon überleben ….

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