High School Musical I bis III

Der Einfachheit halber alle drei Filme auf einmal. Nicht nur, um Platz zu sparen, sondern auch, weil alle Teile irgendwie zusammen gehören. Eine der wenigen Disney-Produktionen, die mir in der letzten Zeit wirklich zugesagt haben.

Genre: Komödie, Drama, Familie, Musical, Romanze

Darsteller: Zac Efron, Vanessa Hudgens, Ashley Tisdale, Lucas Grabeel, Alyson Reed, Corbin Bleu, Monique Coleman, Olesya Rulin, Chris Warren Jr., Bart Johnson, Joey Miyashima

Regie: Kenny Ortega

Die Geschichte ist sehr schnell und einfach erzählt. Dennoch gelingt es dem Regisseur aus einer relativ einfachen und unbedeutenden Begegnung einen flotten Dreiteiler zu entwerfen, der sogar Spaß macht.

Teil I

Das Intro ist ganz einfach gehalten. Troy und Gabrielle begegnen sich zu Silvester in New York. Während eines Karaoke-Abends! Warum Troy in New York gewesen ist, erfährt man im Verlauf des Filmes. Gabrielles Ma hingegen war von ihrer Firma zu dieser Silvesterparty eingeladen, auf der ihre Tochter Troy kennen lernt. Die beiden tauschen mit modernen Handys die Nummern aus. Und sehen sich danach nicht mehr.

Einige Tage später treffen sie sich in Albuquerque / New Mexiko wieder. Troy berichtet seinen Teamkameraden (Die East High Wildcats / Basketballteam) nicht all seine Ferienerlebnisse. Umso krasser fällt für ihn die Überraschung aus, als sich die neue Mitschülerin als seine new Yorker Silvesterpartybekanntschaft entpuppt.

Was nun abläuft, beweist, daß Kenny Ortega wirklich Ahnung von dem Stoff und von seinen Darstellern hat. Wie nebenbei erfährt der Zuschauer, daß die Theaterlehrerin für ihr Wintermusical noch Darsteller sucht und die Zicke der Schule, besonders hinreißend von  Ashley Tisdale dargestellt – und wirklich überzeugend – die sonst immer der Star der Vorstellungen des Drama Clubs ist, sich auf das kommende Stück bereits vorbereitet.

Leider steht auch noch das diesjährige Meisterschaftsspiel an, bei dem sich die Wildcats ebenfalls klassifiziert haben. Mehr zufällig als beabsichtig singen Troy und Gabrielle vor.  Und kommen in die Calls. An dieser Stelle läuft nun Sharpay (die Rolle von Tisdale) endgültig Amok und zusammen mit ihrem leicht schwerfällig wirkenden Bruder kocht sie einen ganz gemeinen Plan aus, damit Gabrielle und Troy ihr nicht ihren Auftritt bei dem Wintermusical streitig machen …

Die Storie mag vielleicht einfach gestrickt klingen. Ist sie aber nicht. Die jugendlichen Schauspieler zeigen eindeutig, daß sie durchaus mit großen Musicalstars mithalten können. Und ihnen gelingt es bereits im ersten Teil der Trilogie die alte Grease-Besetzung zu toppen. Übrigens, Alyson Reed spielte in beiden Grease-Teilen mit. In beiden Fällen als die Direktorin. Allein schon einmal für die Storie ein großes A.

Die Tanz- und Gesangsszenen sind wunderbar arrangiert. Es ist ein Genuß dabei zuzusehen, wieviel Spaß der Dreh den Schauspielern gemacht hat. Auch dafür ein glattes A. Der einzige Bruch in der gesamten Storie war der Schluß des ersten Teils. Hier gibts in der Einzelwertung leider nur ein B.

Teil II

Sharpay hat aus ihrer Niederlage im ersten Teil nicht viel gelernt. Als nun die Sommerferien anbrechen, arrangiert sie es, daß Troy und seine Freunde (natürlich auch Gabrielle) im Beach & Golf Club ihres Vaters arbeiten können. (Sie tut es jedoch nicht aus reiner Freundlichkeit.)

Auch hier zeigt die Geschichte wieder ihren eigenen Witz, der sehr gut von den einzelnen Darstellern transportiert wird. In diesem Teil geschieht nun das Unfaßbare. Weil Sharpay absolut alles haben will, vergrault sie sogar ihren Bruder, der schließlich Troys Truppe für einen Auftritt bei einem Talentwettbewerb fit macht. Sharpay intrigiert auch hier wieder glänzend und schafft es, sämtliche Mitbewerber aus dem Rennen zu drängen. Jedoch hat sie die Rechnung ohne Troys Freundschaft und Liebe zu Gabrielle gemacht.

Hier muß ich sagen, es war ungewöhnlich, die Schülerclique in einem Ressort hausieren und arbeiten zu sehen. Doch es macht Spaß, dabei zuzuschauen, wie die jungen Leute sich ernsthaft darum bemühen, etwas auf die Beine zu stellen. Lustiger Nebenpart ist hierbei die Rolle des Clubleiters Fallon, der wirklich ein williges Werkzeug in den Händen Sharpays ist. Doch gegen Ende zu deutlich macht, auf wessen Seite er wirklich steht.

Im zweiten Teil wird nicht die Moralkeule benutzt, sondern eindeutig das bestärkt, was man schon im ersten Teil zu sehen bekam. Es spielt eindeutig keine Rolle, aus welcher gesellschaftlichen Schicht du kommst, solange du wirklich das willst, was du wirklich willst. Sharpay muß dies am Ende leidvoll erfahren. Aber sie schließt endlich ihren Frieden mit Gabrielle und sieht ein, daß sie Troy nicht haben kann.

Hier fallen die Tanzszenen meiner Meinung nach (bis auf die Schlußszene, die verdächtig nach einem Remake des Endes des zweiten Grease-Teils aussah) ein wenig schwächer aus. Auch wenn die Songs besser sind. Deshalb hier die Benotung.

Die Darsteller waren A. Sie haben wirklich gut miteinander und im Rahmen der Storie gespielt (auch wenn diese stellenweise ein wenig mehr hätte hergeben können). Die Storie selbst kassiert ein B, weil man ein wenig mehr hätte daraus machen können, wenn man sich beispielsweise 20 Minuten mehr Zeit genommen hätte. Die Note für die Choreografie habe ich bereits angedeutet: Eine glatte B. Dieser Teil rutscht ein wenig ab in seiner Note, dennoch macht es Spaß, ihn zu schauen.

Teil III

Spielt wieder an der Schule. Die Clique hält diesmal schon von Anfang an zusammen, nachdem die diesjährige Meisterschaft erneut von der Hausmannschaft gewonnen wurde. Jedoch hat es diesmal die Drama-Lehrerin auf die Helden abgesehen. Sie sollen ein Stück ausarbeiten, das von ihnen selbst handelt.

Die Aufgabe wäre ja einfacher, wenn die Helden sich auf ihre Aufgaben konzentrieren könnten. So erhält Gabrielle schon ziemlich früh die Zusage von Stanford – und verschweigt es Troy, jedoch nicht ihrer besten Freundin. Als es dann auch noch Sharpay erfährt, könnte man meinen, sie fällt in ihre alte intrigante Form zurück. Doch Sharpay hat sich nach dem zweiten Teil eindeutig lernfähig gezeigt. Sie informiert umgehend Troy, weil sie Gabrielle gut genug kennt, daß diese es ihm niemals sagen würde.

Troy und Gabrielle sprechen sich hiernach aus, wobei Troy Wert darauf legt, daß Gabrielle nach Stanford geht und er keine Widerrede duldet. Danach entwickelt sich die Geschichte dahingehend, daß es ein großes Abschiednehmen von der Highschool für die Helden gibt. Aber die Details um Troy und Gabrielle werden nicht gespoilert, schaut euch den Film an.

Für die Storie gebührt ihr ein großes A. Für die Tanzszenen und die darstellerische Leistung ebenfalls. Also insgesamt ein Tripple-A.

Hier nun die Gesamtnote für die Trilogie: AAA. Und zwar deshalb, weil die Geschichte wirklich gut gemacht und zusammenhängend erzählt wird. Also keine Storiepause von einem halben Jahr oder länger. Die Geschichte bleibt kontinuierlich und dadurch spannend.

Trotz allem empfehle ich allen, sich die Trilogie zuzulegen oder aus der nächsten Videothek auszuleihen. Es lohnt sich wirklich. Allein aus diesem Grund empfehle ich auch, sich alle 3 Teile hintereinander anzuschauen.

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