Manche kleine Horrorstorie ist selbst, nachdem der Nachweis erbracht wurde, daß sie nur ein Hoax war, einfach nicht aus den Köpfen der Menschen fortzukriegen. Das beste Beispiel einer solch hanebüchenen Geschichte ist die Legendenbildung um die sogenannten ‚Chemtrails‘. Diese sollen angeblich Sprühflüge von Schwermetallen, Transuranen, Chemikalien, Elementen und sogar Naniten auf Kunststoffbasis sein. Jedoch gibt es keinerlei haltbarer Untersuchungsergebnisse im Internet einzusehen, die für die Gebiete, in denen diese angeblichen ‚Chemtrails‘ statt gefunden haben, sich irgendetwas an der Bodenzusammensetzung änderte.

Doch die ‚Chemtrail‘-Legende bietet auf diesem Gebiet noch sehr vieles mehr. Und von all dem, was man so im Internet zu dem Thema findet, möchte ich hier wieder einmal in unserer kleinen Reihe Urban Legends berichten. Also nicht sauer darüber sein, daß ich dieses Thema (genauso wenig wie das vorhergehende) wenig Ernst nehme.

Sogenannte ‚Chemtrails‘ werden, was natürlich schon einmal die erste sehr intelligente Annahme der Betreiber dieser wirklich hanebüchenen Storie ist, mit vollgetankten Jumbo-Jets nur in höheren Atmosphäreschichten vorgenommen. Nicht in Bodennähe, sondern mindestens 12 bis 15 km über Grund.

Der Hoax

Im Vergleich zu der vorhergehenden Geschichte, ist der Mythos um die ‚Chemtrails‘ durchaus eine Steigerung. Angefangen hat die Geschichte um die angeblichen ‚Chemtrails‘ in den frühen 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als ein Bauer aus dem Korngürtel Nordamerikas über seiner Farm mehrere jumbojetgroße Flugzeuge hatte dahinfliegen sehen. Natürlich viel zu hoch, um mit dem unbewaffneten Auge die Kennungen der Maschinen zu erkennen. Unser Bauer rannte also in sein Farmhaus zurück, um sein Jagdfernglas zu holen, doch als er zurück kam (der ganze Vorgang kann nicht länger als 10 Minuten gedauert haben), war keiner der vielen Jumbos mehr am Himmel zu sehen. Am darauffolgenden Tag zeigten nur seine Kühe leichte Beschwerden, aber eine Woche später war sein ganzes Geflügel (12 Tauben, 6 Enten, 7 Gänse, 280 Hühner und 2 Wellensittiche) unerklärlicherweise tot.Der gerufene Tierarzt konnte nur eine natürliche Todesursache fest machen, nahm aber von jedem Tier zwei Exemplare mit in die Praxis, um sie einem Kollegen in Los Angeles zu schicken.

So weit die Hoax-Geschichte, die man allenthalben im Internet findet (vor allem in den englischsprachigen VT-Foren ist die Geschichte der Aufhänger für ‚Chemtrail‘-Stories). Richtig ist, daß einem Bauer aus dem Getreidegürtel Nordamerikas alles Geflügel weggestorben ist. Nur lag dies nicht an den vorher zu beobachtenden jumbojetgroßen Flugzeugen, die in mehreren Ebenen über seiner Farm gekreuzt hatten, sondern ganz simpel an einer Pilzvergiftung durch angeschimmeltes Korn. So was passiert hin und wieder, wenn man Futtergetreide nicht richtig trocken lagert.

Ausgebrachtes Material

Jedoch machte die VT-Szene aus diesem Hoax den großen Aufhänger für die weiter folgenden ‚Chemtrail‘-Geschichten. In einer wird davon berichtet, daß Natriumchlorid in der hohen Atmosphäre ausgebracht wird, um mit der Reflektion des Pulvers die Sonneneinstrahlung auf diesen Planeten zu behindern. Man muß aber hierbei bedenken, daß die hohe Atmosphäre so etwa bei 50 km beginnt und das da oben niemals ein Strahlturbinenflugzeug fliegen könnte, da die Luft schlicht zu dünn ist. [Und ich möchte den kritischen Leser bitten, einmal im Internet nachzuschauen, was Natriumchlorid eigentlich für ein schädliches Zeugs ist!] Eine weitere Geschichte spricht davon, daß sich die US-Armee wirklich bemüht, in sehr großen Höhen (hier sind eindeutig Höhen zwischen 20 und 35 km Höhe gemeint) solche Stoffe wie Aluminium und Barium auszubringen. [Auch hier bitte ich den geneigten Leser sich im Internet die Daten der Häufigkeit beider Stoffe in der Erdkruste einmal anzuschauen und mit den Zahlen zu vergleichen, die in den durchschnittlichen  ‚Chemtrail‘-Geschichten genannt werden. Auch, und dies gilt im Besonderen, was deren Toxikologie betrifft.]

In einer weiteren dieser wunderbaren Geschichten ist dann die Rede von sogenannten chemischen Abfallstoffen, die quasi in der hohen Atmosphäre ausgebracht werden. Man darf nicht vergessen, die höchste Höhe, die bis heute mit einem Jet erreicht werden konnte, bevor der Antrieb ausfiel, waren 35 km über Grund. Hier sollte nun, gleichfalls von Militärmaschinen, ungefähr 80 t eines wirklich exotisch klingenden chemischen Abfalls in der Luft verklappt werden. Und zwar so, daß niemand es mitbekommt. Genau aus diesem Grunde wurde die Aktion von 26 militärischen Jets dann auch am hellichten Tage durchgeführt.

Und dann gibt es noch die Geschichte aus Minnesota oder Wyoming (so ganz genau bin ich mir da bei meiner Quelle nicht sicher, welcher Bundesstaat nun genau gemeint war), wo gleichfalls ein Bauer am nachmittag auf seinem Feld gewesen ist, während über ihm fleißig ‚Chemtrails‘ ihre Kreise zogen, und dann am Abend entdeckte seine Ehefrau auf seinem Rücken spitze, kurze Haare. Angeblich sollten die Haare aus einer Polymerverbindung bestehen (die jedoch auch durch die beste Suchmaschine nicht gefunden werden konnte, obwohl der Fall doch angeblich im Internet seit einem Jahrzehnt bekannt ist) und nur mit einer Zange aus der Haut zu entfernen gewesen sein. Hinterher hat dann irgendso ein Hinterwäldlerarzt (wohl in Washington und nicht zum Akte-X-Team gehörend) festgestellt, daß die Haare keine einfache Polymerverbindung sind, sondern ein Konglomerat aus winzigen Naniten.

Militärische Aussagen

Gräbt man nun ein wenig weiter, stößt man überraschend schnell auf die Seite des amerikanischen Militärs. Jenes sieht sich seit gut 20 Jahren immer stärker werdenden Anfeindungen durch die Bürger von verschiedenen Nationen zu Unrecht angegriffen. So wurde unter anderem vor einiger Zeit auch ein Gutachten veröffentlicht, daß eindeutig nachwies, daß in einem bäuerlichen Gebiet sich die Bodenzusammensetzung seit 40 Jahren nicht geändert hat. Man kann diese Aussage ohne weiteres glauben, da höhere Barium oder Aluminiumwerte wohl doch aufgefallen wären. Vor allem, wenn diese Werte plötzlich in Gebieten auftauchen, in denen es kein offen herumliegendes Barium gibt. Bei Aluminium wird es noch komplizierter. Aluminium ist das Endergebnis eines elektrolytischen Verhüttungsprozeßes – und nennt sich in unverarbeiteter Form jedoch Bauxit.

Die intelligenteste Frage (die sich eigentlich automatisch stellt), warum jemand so etwas wertvolles wie Bauxit in die höhere Atmosphäre kippen (oder auch sprühen) sollte? Nun, auch da hat die ‚Chemtrail‘-VT-Szene einige wunderbare Ideen, die sie beisteuern kann, um ihre hanebüchenen Aussagen zu bestätigen. Wohlgemerkt – nach wie vor liegen keine entsprechenden geologischen oder hydrologischen Gutachten aus den entsprechenden Gebieten vor, die die Aussagen der ‚Chemtrail‘-Gegner auch nur im entferntesten untermauern würden.

Es wird auch von Schwefeldioxid gesprochen, daß bei ‚Chemtrail‘-Flügen in der hohen Atmosphäre freigesetzt wird. Aber auch für diese Verbindung gibt es hier unten am Boden keinerlei Nachweise. Zumindest bisher nicht und das, was ich bisher bei diesem Thema an gutachtenähnlichen Texten gesehen habe, wäre glaubhafter, würde es aus einer anderen Primärquelle stammen.

Laut dem Militär betreibt es keine ‚Chemtrail‘-Flüge. Weder über den Vereinigten Staaten von Amerika (die eignetlich schon groß genug sind), noch über einem anderen, der NATO angeschlossenem Land. Es kann auch vom amerikanischen Militär entsprechend belegt werden – wobei natürlich die ‚Chemtrail‘-Vertreter direkt Lügen gestraft werden. Jede militärische Operation, egal ob zu Lande oder zu Wasser oder in der Luft, benötigt einen Marschbefehl. Im allgemeinen werden diese von Generälen ausgegeben. Wenn nun jedoch ein militärisches, angebliches, Sprühflugzeug einen angeblichen ‚Chemtrail‘ fliegen soll, wird außer einem Marschbefehl noch etwas zweites und noch etwas drittes gebraucht. das zweite, daß noch benötigt wird, nennt man Flugplan. Das ist ein Zettel, auf dem die genaue Route mit Angabe der zu passierenden Funkfeuer angegeben ist. Sowie die Start- und Landezeit, die man einhalten will, oder die man als Flugfenster für die Strecke bekommen hat. Der dritte Gegenstand, der noch gebraucht wird, damit man den ‚Chemtrail‘ durchführen kann, ist das Manifest. Als Manifest wird im allgemeinen die Ladeliste bezeichnet. Oder die Frachtpapiere, für die, die es aus der Lastkraftfahrerbranche kennen. In der Ladeliste ist eingetragen, was an Ladung aufgenommen wird und was mit ihr geschieht. (Würde die Ladung also auf der Flugstrecke abgesprüht werden, müßte dies auf dem Manifest ganz genau verzeichnet sein. Inklusive der Koordinaten des Gebietes, daß besprüht werden würde. Die gleichen Daten würde man dann auf dem Marschbefehl finden.) Nun ist es jedoch in Amerika so, daß größere Flugbewegungen nicht nur der Genehmigung des Verteidigungsministers bedürfen, sondern das ein solcher Einsatz auch begründet werden muß. Und zwar logisch nachvollziehbar begründet sein muß, da immerhin der Kongreß jederzeit diese drei Papiere zur Ansicht und Prüfung anfordern kann.

Chemische Vergiftung möglich ?

Damit ist dann sicher gestellt, daß kein Lufteinsatz umsonst geflogen wird. Wenn also ‚Chemtrails‘ existent wären, bräuchte man im Prinzip nur beim Gouverneur seines Staates (oder beim entsprechenden deutschen Minister) anzufragen und nachzufragen, welchen Sinn die beobachteten Flüge an dem und dem Tag gehabt haben. Jeder Kongreßabgeordneter, Senator, Gouverneur und auch Unterhausabgeordneter wäre demnach direkt verpflichtet, die entsprchenden Nachforschungen anzustellen, oder an der nächsthöheren Stelle entsprechend nachzufragen. Warum die ganzen ‚Chemtrail‘-Phantasten bisher noch nicht einmal auf die Idee kamen (vor allem die Deutschen), beim deutschen Bundesumweltminister Gabriel nachzufragen, entzieht sich eindeutig meiner Kenntnis. Das deutsche Umweltministerium würde wahrheitsgemäß antworten. Allein schon deshalb, da diesem das zusätzliche CO² der amerikanischen Transportflugzeuge über deutschem Grund auf die sparsamen Nerven geht.

Der nächste Grund ist, warum sollte jemand gezielt Chemikalien in der Umwelt freisetzen, von denen bekannt ist, daß sie eine schädliche Wirkung auf organische Lebensformen haben? Oder ist es gar anders, und die ganzen angeblichen Barium-Flüge dienen einem anderen Zweck? Mittlerweile beruhigt sich die ‚Chemtrail‘-Szene mit der Aussage selbst, daß damit in der Luft befindliches CO² abgebunden und die Sonneneinstrahlung auf die Erde verstärkt werden soll.

Ob man dies glauben kann? Wollte man die Wolkenbildung effektiv beeinflussen, bräuchte man nicht global mehrere hundert Tonnen giftigen Materials in die Atmosphäre bringen, sondern könnte dies sehr viel einfacher haben, in dem man einfach mehr CO² emitiert. Wenn man also behauptet, daß dies und dies durch einen ‚Chemtrail‘ verursacht wird, hätte ich schon gerne entsprechende Tatsachenberichte, die man auch ausrecherchieren kann, und nicht halbgare Geschichten, die verdächtig dem Starthoax dieser ganzen Legende ähneln. Zudem wäre schon bei geringen Mengen toxischen Materials in der Atmosphäre die Gefahr, daß sich die Piloten selbst mit ihrer Ladung vergifteten und dann abstürzen. Und jetzt soll keiner damit kommen, daß Bleitanks dafür verwendet würden. Mit Bleitanks, die mehr als 60 t solchen Materials fassen können (und angeblich wird immer davon gesprochen, daß solche Mengen gesprüht werden), käme nicht einmal ein A400M vom Boden hoch. Ein Superguppy vielleicht, aber mir ist nicht bekannt, daß die Amerikaner welche davon besäßen, die als Sprühflugzeuge ausgebaut wären.

Andere Erklärungen

Die einzig andere Möglichkeit, ‚Chemtrails‘ halbwegs sinnmäßig überzeugend rüber zu bringen, besteht darin, daß nun mit der Treibstoffzusammensetzung gekommen wird, die im allgemeinen von Militärs benutzt wird, um ihre Maschinen leistungsfähig zu halten. Seit dem Film „Stealth“ kennt jeder den Begriff von ‚katalytisch erzeugtem A-1″. A-1 ist ein besonderer Jettreibstoff, der jedoch nur bei Ãœberschalljägern Verwendung findet, da er, ähnlich wie Wasserstoff, sehr leicht diffundiert. Auch eine doppelte Ummantelung der Treibstofftanks kann die Ausdünstung nicht verhindern, zumindest nicht auf längeren Flügen im Unterschallbereich.

Aus dem Kerosin-Treibstoff Jet A-1 wird das militärisch genutzte Jet Propellant JP8 durch Beifügung von einigen Dutzend hochgiftigen Additiven, z.B.

    • EDB Æthylen-Dibromid ( EDB = C2H4Br2, Dibromæthan). Dieses chemische Pestizid mit einem chloroformähnlichen Geruch wurde 1983 von EPA als ein definitives Kanzerogen und chemisches Gift verboten. Man sagt, es sei dem Silberjodid ähnlich, das man einst zur Wolkenbildung und für Wettermanipulationszwecke verwendete.
    • Fluor-Tenside PFOS und PFOA
    • Blei

Nachgewiesen können diese Abfallpartikel aus der Luft, die sich danach auch im Boden wieder finden und von denen bekannt ist, daß sie eine gesundheitsschädliche Wirkung auf den menschlichen Organismus haben, ohne größeren Aufwand werden. Deshalb ist es Überschalljets auch nicht gestattet, ihre Flugübungen über bewohntem Gebiet durchzuführen, sondern in die amerikanischen Wüsten und Steppen auszuweichen.

Eine weitere Erklärung für gelegentliche Silberjodidspuren, die man hin und wieder findet, können unter Umständen auf normale Passagierjets zurückzuführen sein. Hier sollte man jedoch vorsichtig sein, wurde Silberjodid in der Vergangenheit für Wettermanipulationsversuche verwandt und es kann sein, daß immer noch die eine oder andere Sliberjodidwolke durch unsere Atmosphäre zieht.

Fazit

Alles in allem kann die gesamte ‚Chemtrail‘-Geschichte nicht mehr Ernst genommen werde. Selbst wenn man es versucht, wird man feststellen, daß die gesamte Legende zum einen viel zu viele offene Enden aufweist, zum anderen, daß keinerlei Beweismoment erbracht ist. Weder in der Vergangenheit, noch aktuell, gibt es einen direkten Beweis dafür, daß übermäßiger Flugverkehr (auch ohne ‚Chemtrail‘) zu solchen gesundheitlichen Störungen führt. Gäbe es tatsächlich Jumbojets in gewaltigen Ausmaßen, die in der Lage wären, mehr als 60 t Material in der Atmosphäre via Sprühdüse einzubringen, könnte man es zum einen nicht einmal im Geheimen tun. Andererseits existieren keine Flugzeuge genannter Größe, die in der Lage wären, in atmosphärischen Höhen von 35 bis 50 km aufwärts diese Sprühflüge zu machen. Da sie nur in diesen Höhen die erhofften Wirkungen hätten.

Auch ist, seit der Flugroutenreform in Europa der Himmel nicht mehr nur durch ein kleines Netz an Flugbahnen gekennzeichnet, sondern mehrere, in mehreren Ebenen befindliche. So daß große Maschinen sich paralell bewegen können, jedoch auf 5 unterschiedlichen Flughöhen, die alle 2 km Abstand zueinander aufweisen. Damit erklärt sich dann auch der öfters beobachtete Effekt, daß scheinbar ein Spinnennetz am Himmel gewoben wird. (In einigen Foren, in denen ich dies anbrachte, wurde ich ausgelacht. Dabei hätte einer dieser Lacher nur auf SpOn gehen brauchen, um dort nachzulesen. Im Archiv ist dort immer noch der Artikel über die Flugroutenreform zu finden.)

‚Chemtrails‘ sind ungefähr so wahrscheinlich wie der Weihnachtsmann – wer noch an ihn glaubt! Das die Geschichte mit einem bedauerlichen Hoax begann, der vor Jahren einmal ins Internet gesetzt wurde und seitdem die komplette grün und ökologisch verstrahlte Internetgemeinde gefangen hält, ist deer eigentliche Brüller. Denn: Würden ‚Chemtrails‘ existieren und in dem Ausmaß statt finden, der immer behauptet wird, gäbe es längst keine Menschheit mehr. Die Schadstoffe hätten sich längst global verteilt und so die gesamte Menschheit ausgerottet.

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9 Kommentare on Urbane Legenden: Chemtrails (II/XV)

  1. Sebastian sagt:

    Technische Einzelheiten wie Flughöhe oder Tankkapazitäten sind so variabel, dass man nur dadurch, dass man aus irgendwelchen chemtrail-Veröffentlichungen entsprechende Argumente herausfischt, die Grundannahme nicht aushebeln kann. Natürlich ist die Ausbringung von Chemikalien über Düsen an Flugzeugen möglich. Das ist Fakt. Dass sich hier technische Laien unter den chemtrail-Theoretikern irren und Fehler machen, scheint mir menschlichb und sollte aber sicher nicht so sein. Kannst Du bitte auch Quellenangaben machen? Dann kann man das besser nachvollziehen, wer solche Halbwahrheiten in die Welt setzt?

    Diese Grundannahme wäre, dass Chemtrails eingesetzt werden, um Wetter zu beeinflussen, also Klima zu machen. Ebenso könnte es sich um Experimente handeln, die militärischen Zweck verfolgen, wie etwa künstliche Wolkenbildung im Vietnam-Krieg bereits von
    den USA eingesetzt wurde. Offen bleibt auch für mich die Frage, warum es über der eigenen Bevölkerung eingesetzt werden sollte. Wirklich plausibel scheint das nicht oder nur in einem sehr verqueren Kopf.

    Staatlichen Stellen diese Fragen zu stellen, passiert schon längst. Die Dialoge enden natürlich darin, dass die Regierung sagt, so etwas gäbe es nicht. Für die Regierung gibt es jedoch alles nicht, was die Leute möglichst nicht wissen sollen. Der Autor nimmst an, dass das Militär für jegliche Aktion einen Marschbefehl benötigt, somit also chemtrails nachweisbar wären. Aber wer glaubt allen Ernstes, dass das Militär offizielle Spuren für IRGENDEIN fragwürdiges Projekt hinterlässt und mit potentieller Waffentschnik hausieren geht, wenn man sie einfach danach fragt? Diese Annahme ist naiv.

    Alles in allem bleibt bei mir jedenfalls ein berechtigter Zweifel, ob es nicht doch ein chemtrail-Programm gibt. Weiß der Geier, warum…um HAARP zu stützen, um die Bevölkerung zu reduzieren, wie manche meinen??? Jedenfalls findet man Ansätze dieser Art, wenn man auch bereit ist, die Argumente der chemtrail-Theorie-Verfechter genauer zu betrachten und nicht nur die fragwürdigen Dinge als auschlaggebend herausstreicht. Es gibt Piloten, die diese trails mit der Kamera dokumentieren, es fällt auf, dass die trails, im Gegensatz zu normalen Kondensstreifen, Unterbrechungen aufweisen. Auch die Sichtung normaler Kondensstreifen neben mutmaßlichen chemtrails bringt mich ins grübeln: Erstere verschwinden nach kurzer Zeit…letztere bleiben stehen.

    Ich finde Deine Argumentation mit Hilfe von irgendwelchen Geschichten von Bauern, denen seltsame Haare wachsen nicht sachlich und Dein Artikel bringt mich in einigen Punkten zum Denken, hat aber meine Grundhaltung nicht verändert, denn ich habe die Annahme, dass solche Ausbringungstechniken nicht nur gründlich militärisch erforscht sind und vielleicht auch noch werden, was logisch ist, wenn man die Komplexität der Waffenforschung kennt und die Schlauheit der Waffenindustrie, die natürlich alle Möglichkeiten in Betracht zieht, chemische und biologische Kampfstoffe auszubringen. Wie an dem Vietnambeispiel zu sehen ist, ist das schon seit mind. 50 Jahren militärische Realität.

    Dass hier im Netz manche wirre Geschichte kursiert, die von irgendwem lanciert werden, muss nicht bedeuten, dass es nicht doch halbgeheime Experimente oder Programme gibt, die mit chemtrails in Zusammenhang stehen. Das ist jedenfalls mein Fazit nach dem Artikel. Jeder sollte diese Phänomene selber untersuchen und sich die Argumente im Netz selber durchschauen…es gibt genug.

    • Andreas E. sagt:

      Hallo, Sebastian,
      nun – der Grund, warum die Quellen für einige Aussagen hier nicht angegeben werden, ist im Prinzip ein ganz einfacher. Wir verlinken hier weder auf latent faschistische, noch richtig faschistische, noch Nazi-Seiten, noch Thruther-Seiten. Genauso wenig wird hier auf die Internetpräsenzen von Parteien verlinkt! Unsere Redaktion tut dies aus einem ganz einfachen Grund – aus diesem scheiden wiederum auch Regierungsseiten permanent aus: Uns geht es darum, die Wahrheit zu veröffentlichen, nicht irgendwelche halbgaren Theorien.

      Aber ich nehme jetzt erst einmal Bezug zu deinen einzelnen Aussagen.

      Diese Grundannahme wäre, dass Chemtrails eingesetzt werden, um Wetter zu beeinflussen, also Klima zu machen. Ebenso könnte es sich um Experimente handeln, die militärischen Zweck verfolgen, wie etwa künstliche Wolkenbildung im Vietnam-Krieg bereits von den USA eingesetzt wurde.

      Die Idee mit der Wetterbeeinflussung wurde mit Absicht nicht im Artikel näher besprochen, da Silberoxid, sogar Silberjodid ein Treibstoffaditiv ist, daß heutzutage bei Kampfjettriebwerken Verwendung findet. Zwar nur bei Jets modernerer Bauart, aber es findet dort permanent Verwendung. Der Veweis auf A1 war nicht zufällig. Jeder, der von moderner militärischer Luftfahrt Ahnung hat, hat diesen Tip verstanden.

      Die Dialoge enden natürlich darin, dass die Regierung sagt, so etwas gäbe es nicht. Für die Regierung gibt es jedoch alles nicht, was die Leute möglichst nicht wissen sollen. Der Autor nimmst an, dass das Militär für jegliche Aktion einen Marschbefehl benötigt, somit also chemtrails nachweisbar wären. Aber wer glaubt allen Ernstes, dass das Militär offizielle Spuren für IRGENDEIN fragwürdiges Projekt hinterlässt und mit potentieller Waffentschnik hausieren geht, wenn man sie einfach danach fragt? Diese Annahme ist naiv.

      Dumm nur, wenn man keine Ahnung vom Militär hat. Nicht wahr, Sebastian?! Jeder Flug mit einer militärischen Maschine, muß durch dreierlei Dokumente bestätigt werden. Als erstes den Marschbefehl. Ohne diesen darf nicht einmal eine militärische Frachtmaschine starten. Als zweites den Flugplan, und als drittes noch eine Befehlsbestätigung des OK. Erst wenn dies vorliegt, darf ein militärisches Flugzeug überhaupt erst starten. Komplizierter wird es dann natürlich noch, wenn es sich um einen „Geheimauftrag“ oder ein „Geheimexperiment“ handelt. Dann muß auch noch ein weiteres Dokument für den amerikanischen Kongreß raus, ein weiteres geht ans Weiße Haus, ein drittes geht an das Verteidigungsministerium, ein viertes an den zuständigen Geheimdienst, der davon drei weitere Kopien zieht und die dementsprechend archiviert. Außerdem muß die mit der Forschungsarbeit beauftragte Forschungsgruppe über den kompletten Dokumentenwechsel informiert werden, was bedeutet, daß eine Kopie von den inzwischen 7 vorhandenen Deokumenten an diese Stelle ebenfalls geht. Geheim bedeutet also nicht, daß es ohne Papierkram oder Bürokratie abläuft, sondern es heißt nur, daß nicht jeder Idiot Einblick in die entsprechenden Befehle erhält. Begriffen?

      Es gibt Piloten, die diese trails mit der Kamera dokumentieren, es fällt auf, dass die trails, im Gegensatz zu normalen Kondensstreifen, Unterbrechungen aufweisen. Auch die Sichtung normaler Kondensstreifen neben mutmaßlichen chemtrails bringt mich ins grübeln: Erstere verschwinden nach kurzer Zeit…letztere bleiben stehen.

      Du weißt, daß das Schwachsinn ist? Ich habe extra im Artikel auf die verschiedenen Luftschichten und die Neustrukturierung der Luftverkehrsstraßen hingewiesen. Aber mir ist klar, daß die Gläubigen nur das Glauben wollen, was Ihnen in den Kram paßt. Wäre es anders, wäre der Artikel gar nicht notwendig geworden. Nur sind es eben die Chemtrail-Jünger, die hier Mist verzapfen und es noch nicht einmal merken. Was deine Piloten angeht: Kannst du mir da eine Quelle nennen? (Ich meine jetzt eine, die nicht schon längst von den Skeptikern als Fälscher widerlegt worden ist?)

      Ich finde Deine Argumentation mit Hilfe von irgendwelchen Geschichten von Bauern, denen seltsame Haare wachsen nicht sachlich und Dein Artikel bringt mich in einigen Punkten zum Denken, hat aber meine Grundhaltung nicht verändert, denn ich habe die Annahme, […]

      Sorry, dieser Hoax ist bewiesen! Das ist keine Geschichte, sondern wirklich die Grundlage für den Chemtrail-Hype. Mir ist klar, daß dies deine Meinung und Grundhaltung dazu nicht verändert. Ich habe noch keinen denkfähigen Chemtrail-Jünger angetroffen. Alle, mit denen ich bisher zu tun hatte, konnte ich widerlegen, obwohl jene nicht hinterher zugaben, widerlegt worden zu sein.

      Die Beweisführung im Artikel ist eindeutig. Wenn du sie nicht annimmst, ist das allein dein Problem. Nur solltest du dir einen mehr sachlicheren und nicht so beleidigenden Ton angewöhnen, falls du hier weiter kommentieren möchtest.

      mfg

  2. Sebastian sagt:

    Also habt Ihr die Wahrheit gepachtet? Ich hab sie nicht gepachtet. Aber es bleiben offene Fragen zum Thema, die nicht durch irgendwelche Bauern-Geschichten geklärt werden und durch die Tatsache, dass irgendwer die hohe Atmosphäre nicht wissenschaftlich korrekt darstellt und hier nicht mal ne Quellenangabe dazu zu finden ist. Dann muss man das hier ganz klar als Meinungsäßerung deklarieren, denn in einem Artikel in journalistischem Sinn finden sich Quellenangaben, egal welcher geistigen Gesinnung. Ich frage mich auch, wieso man dann hier für sich als Autor dieses Recht in Anspruch nimmt, solche Seiten zu durchforsten, es aber dem Leser vorenthält? Irgendwie einseitig, finde ich. Wenn diese Seiten so fragwürdig sind, dann denke ich mir, sollte man doch die dortige Argumentation gar nicht nutzen! Wenn ich darüber schreiben würde, was während des Holocausts passiert ist, dann suche ich mir doch Zeugenaussagen und amtliche Dokumente und lese nicht auf der NPD-Seite dazu…das ist jedenfalls meine Meinung zur Wahrheitsfindung.

    Edit by Redaktion: Filme, die verlinkt werden, schalten wir grundsätzlich nicht frei. Um geltendes Urheberrecht nicht zu verletzen.

    • Andreas E. sagt:

      Sebastian,
      gewöhne dir bitte einen etwas gemäßigteren Umgangston an! Bitte!

      Natürlich bleiben einige offene Fragen. Unter anderem auch, warum Leute mit einem relativ hochstehenden IQ diesen Mist glauben und meinen, ihn im Internet noch weiter verbreiten zu müssen! Allein die Antwort hierauf wäre interessant.

      Ich habe deine Argumentation durchaus als Meinungsäußerung wahr genommen, ansonsten wäre sie im SPAM-Ordner gelandet. Hier werden keine Meinungen unterdrückt, nur Kommentare, die gegen die Kommentarregeln hier verstoßen. Welche man unbedingt vorher gelesen haben sollte, bevor man kommentiert. Unwissen schützt hier nämlich nicht vor Sperrung.

      Es hat nichts damit zu tun, daß wir diese Seiten dem Leser vorenthalten möchten. Sondern es geht darum, daß wir keinerlei Querverbindung zwischen rechtsdrehenden Seiten und der Unsrigen zulassen. Es hat etwas mit dem Anspruch zu tun, den dieser Blog hier offen vertritt. Wem das nicht gefällt, der muß hier nicht lesen. Den meisten gefällt es aber, weil es hier um Ehrlichkeit geht, nicht um Heuchelei, und auch nicht um Rechthaberei.

      Ich habe übrigens noch niemals bei den vielen Internetzeitungen erlebt, daß dort wirklich jede Quelle bei einem Artikel angegeben worden wäre (sonst stünde bei sehr vielen hessischen Zeitungen unter als Quelle DER TROTTELBOT drunter). Diese Aussage von dir ist nicht Ernst zu nehmen, leider!

      Aber das hier ist schön:

      Wenn diese Seiten so fragwürdig sind, dann denke ich mir, sollte man doch die dortige Argumentation gar nicht nutzen!

      Mit diesem Argument kommen nicht nur erwischte Chemtrail-Jünger, sondern meist auch die Schwachköpfe aus dem rechten oder katholibanischen Lager, wenn man sie mal wieder beim Lügen erwischt hat! Warum die so sensibel reagieren, weiß ich bis heute nicht. Ich gehe aber mal davon aus, daß sie keine Aufklärung möchten. Ob es vielleicht daran liegt, daß ihnen bewußt ist, daß sie Lügen verbreiten? Daran schon einmal gedacht?

      mfg

  3. Sebastian sagt:

    Regierungsseiten hier zu nennen scheidet aus, man soll aber die Regierung fragen, ob so was stattfindet…so stellt sich mir Deine Aussage dar. Widersprüchlich, oder nicht?

    Ich bin mir selber auch nicht sicher über die Stoffe, die ausgebracht werden, wenn überhaupt und über die Ursache. Aber mit Sicherheit sagen kann man es zum jetzigen Zeitpunkt nicht, dass es die chemtrails in irgender Form nicht gibt. Ich denke, es gibt sie, aber das natürlich einige der Annahmen auf Seiten der chemtrail-Theorie-Vertretern auch nicht richtig sind, liegt in der Natur der Sache.
    So und ich geh jetzt ins Bett…aber nach Deiner bösen Nachricht auf facebook musste ich hier noch mal was lassen, stand doch gar kein Kommentar unter Deinem Beitrag… 😉 hoffentlich bleibst Du diesmal sachlich!

  4. Sebastian sagt:

    lol! Ich lach mich kaputt! Du drehst den Spieß einfach um…Du magst meinen beleidigenden Ton nicht??? [Modding wg. Verstoß gegen die Kommentarregeln. Anm. d. Redaktion.] …schade. [Modding wg. Verstoß gegen die Kommentarregeln. Anm. d. Redaktion.] Mein Fazit ist, dass mich Dein Artikel, wohlgemerkt wegen der Argumentation, nicht überzeugt. Ich finde einige Deiner Argumente aber anregend…nur teile ich Deine Schlussfolgerungen nicht. Ich behaupte nicht, dass chemtrails auf jeden Fall exisitieren, da gibt es auch für mich einige offene Fragen, wie etwa die nach Zeugenaussagen beteiligter Piloten, die doch relativ dürftig sind. Aber ich vermute dennoch, dass es ein Programm in der Richtung gibt oder gab. Aber weder Du, noch ich können mit unseren Mitteln 100%ig ausschließen, dass es chemtrails gibt oder dass es sie nicht gibt. Es wäre anmaßend, so eine Aussage zu machen, denn die würde unterstellen, dass man alle Umstände zum Thema genau kennt. Wenn es jedoch der Fall ist, dass hier geheime Aktionen eine Rolle spielen, dann können wir nur hoffen, dass es genug whistleblower gibt, die das alles noch publik machen. Bis dahin warte ich ab und sammle weiter Infos und auch Deine Ansichten werde ich auch berücksichtigen, denn einige Punkte sind ja doch nicht von der Hand zu weisen, leider ging das unter in unserer doofen persönlichen Auseinadersetzung. Nichts für ungut und alles Gute!

  5. Andreas E. sagt:

    Sebastian,
    das Ausschließungsmittel, daß ich benutze, sind einige kg Eiweiß in einer Schädelschale. Man nennt das im Allgemeinen Gehirn, aber ich glaube nicht, daß du davon schon einmal etwas gehört hast.

    Zum einen an erster Stelle hier eine Verwarnung, weil du zum Modding zwangst, obwohl man dich höflich aufforderte, dich sachlich zu artikulieren. Zum zweiten ein gutgemeinter Rat: Glaube weniger den Whistleblowern, sondern mehr auf deinen eigenen Verstand.

    Das Chemtrails nicht existieren, sagt mein Hauptargument im Artikel bereits aus. Aber dies wird von Apologeten und Gläubigen grundsätzlich ignoriert: Wenn es wirklich Chemtrails gäbe, wäre die Menschheit längst ausgestorben. Da du dies absolut ignorierst, ist an dieser Stelle deiner fehlenden Sachlichkeit wegen die Diskussion für mich gestorben. Du darfst zwar weiter kommentieren, sollte ich aber gezwungen sein, noch eine zweite Verwarnung auszusprechen, sperre ich deine IP für den Kommentarbereich.

  6. Ulrich Brosa sagt:

    Andreas E. schrieb

    Wir verlinken hier weder auf latent faschistische, noch richtig faschistische, noch Nazi-Seiten, noch Thruther-Seiten

    Das respektiere ich. Chemtrails sind nämlich wirklich Neonazi-Domain. Chemtrails gehören zu gleichen Kategorie wie der ‚Talmud-Jude Henoch Kohn‘, den der Rat der Weisen Zions geschickt habe um das deutsche Volk vollends zugrunde zu richten. Dieser ‚Henoch Kohn‘ war wirklich gefährlich, nahm er doch das Pseudonym ‚Helmut Kohl‘ an und wurde deutscher Bundeskanzler!

  7. Andreas E. sagt:

    Hallo, Ulrich,

    diese Helmut Kohl-Legende habe ich auch schon mehrmals auf einigen Seiten lesen dürfen, wo man so etwas am allerwenigsten erwartet. Katholische, oder scheinbar christlich-katholische, Seiten machten vor Jahren mit dieser Meldung Stimmung.

    Aber gegen eine AgitProp-Sekretärin, die außerdem noch überzeugte Kommunistin war, als Bundeskanzler, hatten all diese Seiten gar nichts!

    lg