Lifeforce

Genre: Science-Fiction, Horror

Darsteller: Steve Railsback, Peter Forth, Frank Finley, Patrick Steward, Michael Gothard, Nicholas Ball, Mathilda May

Regie: Tobe Hopper

Das Space Shuttle „Churchill“ soll den Halley’schen Kometen erforschen und findet im Coma des Kometen ein fremdes Raumschiff fremder Bauart. Auffällig ist nur an dem Schiff, das es einem gewaltigen Regenschirm ähnelt.

Col. Tom Carlson läßt übersetzen und birgt aus dem fremden Raumschiff drei humanoide Körper, darunter auch den einer jungen Frau, die die Verführung pur zu sein scheint.

Um an dieser Stelle nicht zu spoilern, obwohl dieser Film ein Klassiker aus dem Jahr 1984/85 ist, damit beginnt wohl einer der besten und ironischsten Vampirfilme jener Tage. Damals, als das britische Kino bereits in den letzten Zügen lag, nahm Tobe Hopper dort diesen Film auf, um zu zeigen, das die Briten nichts von ihrem Humor eingebüßt haben, obwohl das Land schrecklich unter der Politik der eisernen Lady zu leiden hatte.

Unter anderem erlebt man in diesem Film Patrick Steward, den späteren Captain Jean-Luc Picard der Enterprise, in einem seiner ersten richtig großen Kinofilmen. Obwohl er damals vornehmlich als Shakespeare-Darsteller auffiel, bescherte ihm dieser Auftritt in Lifeforce im darauffolgenden Jahr auch einen guten Auftritt in David Lynchs „Dune“, in dem er Gunrey Hallek jenes Gesicht verlieh, das der Charakter in allen späteren Verfilmungen seitdem aufweist. Steward brilliert hier als Leiter einer Irrenanstalt.

Steve Railsback war damals nur in drei weiteren Verfilmungen zu sehen, danach wurde es um ihn merkwürdigerweise sehr ruhig. Peter Firth, der den SAS-Col. Colin Cane spielt, jedoch wurde zu einer Ikone des modernen britischen Films und ist noch bis in die heutige Zeit ein vielbeschäftigter Mann.

Mathilda_May_toplessDie absolute Ausnahme jedoch bildet Mathilda May. Gebürtige Französin und wohl  nicht nur in meiner Jugend die absolute Traumfrau. Ein fester Busen, ein nicht zu großer Po und ansonsten Modelmaße. Mathilda May, die jahrelang als Dessousmodel arbeitete, bevor sie in der internationalen Produktion „Lifeforce“ endlich die Kinoleinwand verschönern durfte, ist selbst heute noch eine der erotischsten Frauen der Filmgeschichte. Obwohl ihr Text in Lifeforce wirklich gering gehalten ist – und Tobe Hopper sich bei ihrem Charakter vornehmlich auf ihre körperlichen Vorzüge konzentrierte – ist ihre Rolle in diesem Film ein epochales Ereignis. Sie ist zwar nicht die erste Newcomerin, die sich in ihrem ersten Film vollständig entkleidet, aber sie ist die erste, die dadurch eine gut laufende Karriere beginnen konnte.

Mein Eindruck von dem Film ist, das er zurecht das Label Kult trägt. Mit gewissen Abstand zu einigen anderen britischen Science-Fiction-Filmen jener Tage gibt es eigentlich nur Alien, mit dem er mithalten kann. Jedoch hat die Storie ihren Reiz, da sie sich mit den Wurzeln des Vampirismus ein wenig ironisch auseinander setzt. Und dadurch einen besonderen Stellenwert in der Filmgeschichte besitzt. Ich gebe diesem Film, der mit zu meinen Lieblingen gehört, ein AAA, da auch die Tricks ihrer Zeit sehenswert waren.

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