Titel: Schwerter des K̦nigs РDungeon Siege

Genre: Fantasy

Darsteller: Jason Statham, John Ryce-Davies, Megan Fox, Burt Reynolds,

Regie: Uwe Boll

Wer kennt eigentlich nicht das Hack& Slay- Rollenspiel mit dem Namen Dungeon Siege. Das Spiel ist relativ einfach aufgebaut, da man am Anfang sich nur durch wahre Krug-Horden hauen muß. Hin und wieder auch mal ein dahergelaufener Bär, aber dies ist immerhin der Spielreiz. Dungeon Siege wollte niemals der Diablo-Serie von Blizzard den Rang ablaufen. Tat es dann aber dennoch!

Ironischerweise wurde nun auch Dungeon Siege zuerst verfilmt. Natürlich von dem deutschen Chaosproduzenten Uwe Boll, der sogar auch ein wneig Regie in diesem Film führen durfte. Seine Szenen erkennt man daran, daß es jene sind, die beinahe identisch mit dem Spiel erscheinen. Und davon gibt es einige in dem Film.

Der Film glänzt nicht nur mit einem übermäßigen Staraufgebot, sondern ausnahmsweise einmal mit einer sehr intelligenten Umsetzung des Spiels an sich. So, wie man im Spiel den Charakter langsam aufbaut und ihm durch gewisse Waffen und Rüstungen bessere Werte geben kann, so entwickelt sich auch der Held vom einfachen Farmer zum Ritter. Und zum Schwert des Königs. Der deutsche Titel ist hier durchaus zynisch zu verstehen (gespoilert wird aber dennoch nicht.)

Die Handlung verdient deshalb ein B. Da sie durch das Spiel allgemein bekannt sein dürfte. Nur wurde in der Handlung selbst noch eine weibliche Hauptrolle installiert, um die genauen Beweggründe des Helden auch besser zu verstehen, warum er überhaupt in den Kampf zieht.

Die Tricks sind Dank CGI sehr gut gelungen. Obwohl an manchen Stellen nicht klar ersichtlich ist, ob es nur einfache Überblendung oder wirklicher Computertrick ist. Alles in allem verdient der Film für die Tricks ein A. Allein deshalb, weil bei manchen Tricks die wahre Natur unerkennbar bleibt. Und dies macht immerhin einen guten Film aus.

Nun zu den darstellerischen Leistungen: Jason Statham als wortkargen Helden der Geschichte, der am Schluß wirklich viel Text bekommt, glänzt hier einmal in einer Mantel- & Degenrolle, in der er beweist, daß er es wirklich drauf hat. Und nicht nur den vergifteten Killer oder den Transporter spielen kann. Der Mann kann wirklich spielen. Die einzige Fehlbesetzung ist Megan Fox. Sie ist zwar im richtigen Alter für die Rolle, sieht jedoch zu gut für eine Bauersfrau aus, die bereits ein Kind geboren hat. Anscheinend war eine andere Darstellerin nicht für diese Rolle zu bekommen, die besser dort hinein gepaßt hätte. Burt Reynolds als sterbender König jedoch liefert hier wieder eine Paradebeispiel eines sehr guten Schauspielers ab. Man nimmt ihm die Rolle so ab, wie seiner Zeit die Rolle des durchgeknallten Senators in ‚Striptease‘, der seiner Karriere wohl mehr förderlich war als der von Demi Moore. John Ryce-Davies, bereits aus ‚Sliders‘ und ‚Shogun‘ bekannt, zeigt hier einmal mehr, daß es unwichtig ist, welche Rolle man ihm gibt, er füllt sie erfolgreich und glaubhaft aus. Allein deshalb erhalten die Darsteller von mir gleichfalls ein A.

Die Insgesamtnote beträgt also BAA, womit ‚Schwerter des Königs‘ eindeutig zu den besseren B-Pictures Hollywoods zählt als manch anderes Machwerk. Ãœber eine Umsetzung des zweiten Teils oder des Add-Ons (inklusive des uinoffiziellen Mods) würde man sich wirklich freuen. Zum ersten Mal zeigte auch Uwe Boll, daß er etwas von seinem Handwerk versteht. Ein wirklich gelungener Film, den es sich lohnt, öfters anzusehen.

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