Der landesweit als „brutalstmöglicher Aufklärer“ schon vor 10 Jahren ins Gespräch gekommene Roland Koch gibt einfach keine Ruhe. Wenn man so seine Personalpolitik betrachtet, wäre er in einer wirtschaftlich relevanten Firma bereits wegen Unfähigkeit gefeuert worden und mußte heute von Hartz IV leben. Dennoch zeigt uns Roland Koch täglich auf, wie verkommen die bundesdeutsche Politik eigentlich schon ist.

Im Internet werden bereits Vergleiche mit Silvio Berlusconi laut, jedoch muß ich hier widersprechen. In Berlusconi-Land wird ja offiziell etwas gegen mafiöse Strukturen  unternommen. Wenn auch zaghaft, aber dennoch. Immerhin verbringt ja die italienische Müllmafia jeden Art von Müll mittlerweile auf deutsche Sondermüll- und einfache Mülldeponien, weil dies billiger ist, als den Müll im eigenen Land entsorgen zu müssen.

Sieht man einmal von diversen Wortbrüchen und anti-Wortbruchkampagnen ab, so hat die hessische CDU doch schon einiges bewerkstelligt, um das sie andere Landesparteien regelrecht beneiden. Auch dies ist primär der Verdienst von Roland Koch. Mit der Berufung eines Herrn Weimar auf den Posten des Finanzministers tat er seiner Klientel und sich selbst einen großen Gefallen. Die Abschiebung des schon einmal in Hessen zurückgetretenen Franz-Josef Jung (übrigens der einzige CDUler, der Koch hätte gefährlich werden können) nach Berlin hatte auch ihr Gutes. So konnte der gute Roland wieder einmal zeigen, das er absolut schuldlos ist. Wenn nicht sogar schuldunfähig.

Mit der neuen Bundesfamilienministerin, einer schnuckligen und sexy Blondine mit der Tendenz zum lebenden Blondinenwitz zu verkommen, hat er natürlich auch wieder einen seiner typischen Hattricks abgeliefert. Die junge Dame ist politisch niemals aufgefallen. Weder in ihrem Wahlkreis Groß-Gerau (der nach wie vor stinkt bis zum Himmel, da die dortige, den Bürgermeister stellende Partei sich außer Stande sieht, etwas gegen den Müllgestank der nahen Mülldeponie zu unternehmen), noch außerhalb fiel die Gute bisher positiv auf. Dafür ließ sie auf abgeordnetenwatch einige deutlich faschistische und rassistische Sprüche ab, über dessen Nichtlöschung nicht nur solche Blogger, wie ich, schockiert sind.

Doch die Causa Koch ist noch ein wenig komplizierter, als es auf den ersten Blick erscheint. Der Mann weiß sehr genau, was er tut. Ob es nun seine Lügerei beim Nachtflugverbot ist, oder seine jüdischen Vermächtnisse, über deren Herkunft er sich nach wie vor beharrlich ausschweigt. Oder ob es um die vier Finanzbeamten geht, die nun, wenn sie bereit sind, eine entsprechende Arbeitsanweisung zu unterschreiben, wieder in Dienst gestellt werden. Immer und überall hat er, als gewählter Ministerpräsident seine Hände mit im Spiel.

Ja, man kann offen sagen, das ohne ein Handspiel von Roland Koch in diesem Bundesland gar nichts läuft. Ob es nun der in Nordhessen immer mehr um sich greifende Rechtsradikalismus ist, oder seine Vorworte in holocaustleugnenden Büchern in Weikersheim, immer und überall ist der gute Roland Koch schon da und mischt aktiv mit.

Als nun vor kurzem die Diskussion um den Posten des Chefredakteurs des ZDF losgetreten wurde, diente diese Masche in erster Hinsicht nur einer Sache: Dem Schutz der Personalie Koch. Immerhin ist ja allgemein bekannt, das Nikolaus Brender eher der goldenen Mitte angehört und eben kein linker Schreiberling ist, der immer nur positives über die aSPD zu berichten weiß. Wer Brender und seine Art des Journalismus kennt (der eindeutig der alten Schule angehört), muß klar sein, das die Kündigung Nikolaus Brenders einem anderen Zweck diente. Jeder kennt auch Peter Frey, der mit seinen polemischen Ausfällen in den Sommerinterviews gegenüber von Gysi und Lafontaine traurige Berühmtheit erreicht hat, und der nun als Nachfolger gehandelt wird. Hierbei darf nicht vergessen werden, das Frey ein CDU-Parteibuch besitzt und mehr als nur ein politischer Sympathisant des neuen Faschismus ist.

Nikolaus Brender hat als Chefredakteur des ZDF nicht nur Schweinereien bei der CDU aufgedeckt, sondern auch das gleiche bei den Grünen/B90 oder der SPD, während er ziemlich wenig über die Bundespartei DIE LINKE fand, dafür jedoch umso mehr Dreck unter den Daumennägeln eines gewissen Roland Koch. Immerhin gab es in den vergangenen zehn Jahren mehr als einen Skandal um unseren werten Ministerpräsidenten – und da sind seine Vorworte in rassistischen und faschistischen Büchern wirklich nur die Spitze eines Eisberges, dessen genaue Tiefe so wirklich niemand ausloten will.

Im Bundesland halten sich seit Jahren permanent die Gerüchte, das die hessische CDU die thüringische NPD finanzieren würde. Ob etwas an dieser Legende dran ist, wird sich wohl nur dann beweisen lassen, wenn die frankfurter Steuerfahnder endlich die Gelegenheit bekommen, auch die Konten gewisser Parteifreunde und auch weitergehendes Infomaterial einzusehen. Immerhin spricht die NPD ja nicht offen darüber, wer da, außer dem bundesdeutschen Verfassungsschutz, noch Mitfinanzier ist. Auch da wäre Klarheit erwünscht. Jene gefällt jedoch dem Potentaten Koch absolut nicht. Müßte er dann doch einiges zugeben, das sein zukünftiges Leben mehr als nur gefährden würde.

Nach dem letzten Zwischenfall mit dem Dalai Lama, mit dem Roland Koch eine nach eigenen Worten sehr tiefe Freundschaft pflegt, stellt sich auch nicht mehr die Frage, warum chinesische Dissidenten bei der diesjährigen Buchmesse so gedemütigt wurden. Für ihre Freiheit hat natürlich Roland Koch nichts getan und ihm ist auch klar, das diese Dissidenten, allein schon wegen ihrer Mißachtung während der Buchmesse, nun in ihrem eigenen Land als Organspender herhalten müssen, käme es sehr hart. Doch dies ist für Roland Koch irrelevant, solange er in Hessen das Sagen hat.

Und genau dies bezeichnet genau die Verhältnisse in diesem Bundesland. Mit einem Wahlkampf, der illegalerweise ein komplettes Jahr dauerte, anstatt der nur erlaubten 2 Monate, dann noch der angeblichen Bürgerinitiative gegen den Wortbruch von links, wobei festzustellen ist, das diese Kampagne ebenfalls bereits ein Wortbruch von seiner Seite her darstellte, zeigte Roland Koch eindeutig, wo er politisch steht.

Roland Koch steht noch beim Geist von Vorgestern, von dem man in diesem Land glaubte, er sei überwunden. Dem ist leider jedoch nicht so. So kommt es auch, das er mit einer Regierung antritt, die von einer Minderheit gewählt und somit nicht vom Volk legitimiert wurde. Der Flughafenausbau in Frankfurt/Main und Kassel-Calden ist nicht der Einzige, der derzeit in diesem Land statt findet. Der private Flughafen Egelsbach soll an einen privaten Investor verscherbelt und ausgebaut werden, da dessen Maschinen ansonsten nur noch in Hahn landen können. Außerdem würde die Ansiedlung einer Fluglinie, die gleichzeitig ebenfalls Flughafenmiteigner wird, wirklich in der betroffenen Gegend einige Vorteile bringen. Würde es sich nicht bei den verwandten Maschinen um überalterte Antonows und Lear-Jets handeln. Worauf dies hinaus läuft, dürfte klar sein. Eine Startbahnverlängerung in Egelsbach, welches südlich und unweit von Frankfurt/Main liegt, könnte direkt dem Zweck dienen, das Nachtflugverbot für Frankfurt/Main, welches ja nach wie vor ansteht, indirekt auszuhebeln. Immerhin soll die Startbahn lang genug ausgebaut und mit dem neuesten technischen Schnickschnack aufgerüstet werden, das dort auch 737er-Maschinen starten und landen können. Interessanterweise ist Egelsbach ebenfalls im Anteilsbesitz der deutschen Lufthansa. Ein Schelm, der übles dabei denkt. Immerhin gehört die FraPort auch zu 30% der Lufthansa. Dieses kleine Detail wird jedoch in der Hofberichterstatterpresse meistens vollständig unter den Tisch fallen gelassen.

Aber so sind sie nun einmal, die hessischen Verhältnisse. Stellenweise ziemlich undurchsichtig, aber ansonsten einfach nur stressig. Richtig schlimm wird es jedoch dann, wenn man sieht, wie die CDU in diesem Bundesland aggressiv für gewisse Dinge einsteht. Und von einigen Ortsvereinen der CDU hört man solche Sprüche des Öfteren, das man sich an der Schweiz ein Beispiel nehmen sollte und die hier im Land befindlichen Moscheen schnellstens wieder abreißen sollte – immerhin verfügen sie ja über ein Minarett.

Das Roland Koch seine Partei im Griff hat, ist ja auch allgemein bekannt. Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, das die Demokratie ausgerechnet hier in Hessen ausgehebelt werden soll. Als Generalprobe, dies dann später auch auf bundesweiter Ebene zu tun. Also hüten wir uns vor solchen Menschen wie ein Roland Koch, vor dem uns unsere Ahnen immer gewarnt haben.

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9 Responses to “Hessische Verhältnisse (II)”

  1. Ulrich Brosa sagt:

    Protest! Kristina Köhler ist keine „schnucklige und sexy Blondine“. Hier ein Bild von ihr, wie sie sich selbst gern sieht:

    http://kristina-koehler.de/dat.....c1e84f.JPG

    Die gönne ich gern anderen. Oben auf

    http://www.althand.de/kritim.html

    ist ein Video verlinkt, das K.Köhler bei ihrer politischen Tätigkeit zeigt.

  2. Ulrich Brosa sagt:

    Protest! Kristina Köhler ist keine „schnucklige und sexy Blondine“. Hier ein Bild von ihr, wie sie sich selbst gern sieht:

    http://kristina-koehler.de/dat.....c1e84f.JPG

    Die gönne ich gern anderen. Oben auf

    http://www.althand.de/kritim.html

    ist ein Video verlinkt, das K.Köhler bei ihrer politischen Tätigkeit zeigt.

  3. Ulrich Brosa sagt:

    Protest! Kristina Köhler ist keine „schnucklige und sexy Blondine“. Hier ein Bild von ihr, wie sie sich selbst gern sieht:

    http://kristina-koehler.de/dat.....c1e84f.JPG

    Die gönne ich gern anderen. Oben auf

    http://www.althand.de/kritim.html

    ist ein Video verlinkt, das K.Köhler bei ihrer politischen Tätigkeit zeigt.

  4. Andreas E. sagt:

    Hallo, Ulrich,

    diese Bemerkung Fräulein Köhler betreffend war rein sarkastisch und zynisch gemeint. Ich gehe mal davon aus, das die Gute vor 12 oder mehr Jahren das letzte Mal wirklich Sex mit einem Orgasmus hatte, sonst würde sie nicht ständig solche irren Sprüche ablassen.

    Wie gesagt: Sie IST der lebende Blondinenwitz! Schlimm genug, das so etwas aus unserer Gegend hier kommt! Dennoch Danke für das Bild und das Video, es zeigt eindeutig, mit welchem Kaliber Politiker wir es hier zu tun haben.

    mfg

  5. Andreas E. sagt:

    Hallo, Ulrich,

    diese Bemerkung Fräulein Köhler betreffend war rein sarkastisch und zynisch gemeint. Ich gehe mal davon aus, das die Gute vor 12 oder mehr Jahren das letzte Mal wirklich Sex mit einem Orgasmus hatte, sonst würde sie nicht ständig solche irren Sprüche ablassen.

    Wie gesagt: Sie IST der lebende Blondinenwitz! Schlimm genug, das so etwas aus unserer Gegend hier kommt! Dennoch Danke für das Bild und das Video, es zeigt eindeutig, mit welchem Kaliber Politiker wir es hier zu tun haben.

    mfg

  6. Andreas E. sagt:

    Hallo, Ulrich,

    diese Bemerkung Fräulein Köhler betreffend war rein sarkastisch und zynisch gemeint. Ich gehe mal davon aus, das die Gute vor 12 oder mehr Jahren das letzte Mal wirklich Sex mit einem Orgasmus hatte, sonst würde sie nicht ständig solche irren Sprüche ablassen.

    Wie gesagt: Sie IST der lebende Blondinenwitz! Schlimm genug, das so etwas aus unserer Gegend hier kommt! Dennoch Danke für das Bild und das Video, es zeigt eindeutig, mit welchem Kaliber Politiker wir es hier zu tun haben.

    mfg

  7. Ulrich Brosa sagt:

    Sofort, als das Bomber-Video vom Kundus-Fluss öffentlich gemacht wurde, habe ich darüber etwas geschrieben: „Freude am Töten“

    http://bloegi.wordpress.com/20.....-am-toten/

    Ich halte es nicht für einen Zufall, dass bei der Vertuschung der Wahrheit wieder einmal einer aus der Truppe des Roland Koch (oder eher des Volker Bouffier) an vorderster Front stand: Franz-Josef Jung.

    Merkwürdig ist das Verhalten der BILD-Redaktion. Schon mehrmals hat sie der Koch-Truppe publizistisch was übergezogen, obwohl Springer insgesamt die CDU unterstützt. Einen effektiveren Verbündeten als BILD konnte sich die Hessen-SPD nicht wünschen. Trotzdem hat sie die Ablösung der Koch-Truppe vergeigt.

  8. Ulrich Brosa sagt:

    Sofort, als das Bomber-Video vom Kundus-Fluss öffentlich gemacht wurde, habe ich darüber etwas geschrieben: „Freude am Töten“

    http://bloegi.wordpress.com/20.....-am-toten/

    Ich halte es nicht für einen Zufall, dass bei der Vertuschung der Wahrheit wieder einmal einer aus der Truppe des Roland Koch (oder eher des Volker Bouffier) an vorderster Front stand: Franz-Josef Jung.

    Merkwürdig ist das Verhalten der BILD-Redaktion. Schon mehrmals hat sie der Koch-Truppe publizistisch was übergezogen, obwohl Springer insgesamt die CDU unterstützt. Einen effektiveren Verbündeten als BILD konnte sich die Hessen-SPD nicht wünschen. Trotzdem hat sie die Ablösung der Koch-Truppe vergeigt.

  9. Ulrich Brosa sagt:

    Sofort, als das Bomber-Video vom Kundus-Fluss öffentlich gemacht wurde, habe ich darüber etwas geschrieben: „Freude am Töten“

    http://bloegi.wordpress.com/20.....-am-toten/

    Ich halte es nicht für einen Zufall, dass bei der Vertuschung der Wahrheit wieder einmal einer aus der Truppe des Roland Koch (oder eher des Volker Bouffier) an vorderster Front stand: Franz-Josef Jung.

    Merkwürdig ist das Verhalten der BILD-Redaktion. Schon mehrmals hat sie der Koch-Truppe publizistisch was übergezogen, obwohl Springer insgesamt die CDU unterstützt. Einen effektiveren Verbündeten als BILD konnte sich die Hessen-SPD nicht wünschen. Trotzdem hat sie die Ablösung der Koch-Truppe vergeigt.