Ein guter, alter und sehr weiser Spruch lautet: Das Böse ist immer und überall! Manchmal versteckt es sich jedoch in Innenministern, Finanzministern oder gar Ministerpräsidenten. Was tut man da dagegen? Die Herren wieder abwählen funktioniert manchmal nicht richtig, wenn von der Gegenseite einige Heckenschützen, UBoote oder gar Kampfhelikopter auftauchen und auf der Seite des Bösen eingreifen. In Superheldenstories endet es meist damit, daß der Superheld zuerst die Verräter der eigenen Seite eliminieren muß, bevor er sich um seinen Supervillain kümmern kann. Dies tut meistens weh, weil man eben jene Verräter vorher als anständige Menschen schätzen gelernt hat, die ihr Superheldendasein auch nicht eben ohne Grund leben. Aber ein weiterer weiser alter Spruch lautet: Je älter man wird, umso schneller verwischen sich die Spuren zwischen gut und böse.An dieser Stelle möchte ich nun absolut nicht unken. Auch nicht den Katastrophenüberbringer spielen. Nur wenn ich mir vorstelle, daß in der schönen Stadt Wiesbaden am Tag der Befreiung vom braunen, gehirntoten, mentalamputierten System der Massenvernichtung ungestraft ein NAZI-Aufmarsch stattfinden konnte, ohne das die hessische Bereitschaftspolizei etwas entsprechend dagegen unternommen hätte. Ja, sogar so weit ging, einem in Saarbrücken juristisch verurteilten Volksverhetzer sogar noch Geleitschutz am Hauptbahnhof gab, stellt sich mir die Frage, ob sich da für bestimmte hessischen politischen Personenkreise nicht längst die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt haben!

Doch das ist nicht das einzige Problem, daß derzeit Hessen beschäftigt. Da halten sich mit einem Mal stur die Gerüchte, daß unser kaltgehaßter Landesvater zugunsten der politisch unbedarften Bundesfamilienministerin von seinem Amt zurücktreten will. Verständlich wäre dies vollständig. Immerhin hat unser guter (schlechter?) Ministerpräsident aktuell einige Affären am Laufen, die sich nicht nur politisch schlecht machen. Vor einigen Wochen wurde er noch als Kanzlerkandidat und zwischenzeitlich sogar als Bundesfinanzminister gehandelt, doch dann wurde es schlagartig so still um ihn, als sei er in ein Minenfeld gelaufen und dort unter einem großen Knall in einer Rauchwolke verschwunden. Nicht einmal mehr daheim wurde er gesehen!

Das ist jedoch nur harmloses Nebenbeigeplänkel. Das Problem geht tiefer. Derweil sich in Hessen vornehmlich die Grünen unter Herrn al-Wazir an einigen Äußerungen des Innenministers des Bundeslandes abarbeiten, kontert die hessische aSPD mit der genialen, aber dennoch hirnlosen, Idee eines eigenen Think-Tanks. Der letzte Think-Tank, der von der aSPD ins Leben gerufen wurde, bescherte uns Hartz IV und den Afghanistan-Einsatz. Welchen Flurschaden wird also dieser Brainstormingclub jetzt schon wieder anrichten? Mit der INSM kann er jedenfalls mithalten, wenn man bedenkt, daß Andrea Ypsilanti die Gründerin des Vereins ist und nach zwei Monaten immer noch nicht in der Lage zu sein scheint, auf der Homepage des Think-Tanks entsprechende Vorgaben zu machen, worum es bei dem ganzen Projekt eigentlich geht. Dies alles deutet auf schlechtes Karma hin.

Doch dies sind, ich gebe es ehrlich zu, nur Floskeln, Nebenkriegsschauplätze, Nebelkerzenbombardements, wenn man bedenkt, worum es derzeit in Hessen wirklich geht. Wir haben also einen Innenminister, der sehr gut Freund des Fraktionsführers der CDU, Christean Wagner, der wiederum sehr gut mit sich schlagenden Burschenschaften und der NPD in Thüringen, ist. [Diese Information ist derweil nur über Gerüchte nachgewiesen, da sich bisher kein Zeuge offen dazu äußern wollte. Aber fest steht, es scheint Zeugen zu geben.]

Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Schauen wir einmal in die hessische Landeshauptstadt, fällt dort direkt auf, daß da einiges allein schon im Rathaus im Argen liegen muß. Das es im hessischen Innenministerium schon im Argen liegt, ist in Hessen seit der Berufung des Herrn Volker Bouffier landesweit bekannt. Der Mann war vorher schon keine sonderliche geistige Leuchte, nun macht er jedoch seinem Ruf alle Ehre, in dem er offen die Regeln bricht und hinterher so tut, als sei sein Name Kaninchen …

Wir erinnern nur einmal an den Brief an den Innenminister Bouffier, den dieses Blog vor einiger Zeit veröffentlichte. Aus unserer Quelle wissen wir, daß bis heute keinerlei Antwort in dieser Angelegenheit ergangen ist! Warum wohl? Nicht weil Herr Bouffier derzeit mit anderen Problemen bis zur Oberkante Unterkiefer im Mist sitzt, sondern weil sein ganzes Verhalten auf eine gestörte Sozialisation hindeuten. Gegenüber eines Untersuchungsausschußes Falschaussagen zu machen, mag vielleicht für ein CDU-Mitglied der gute Ton sein, für einen Politiker, der sich demokratisch nennt, ist es das Eingeständnis der Unfähigkeit.

Das ganze Problem entwickelt sich immer mehr zum Politikum. Und zu einem der haarsträubensten Probleme der hessischen CDU überhaupt. Jeder Hesse weiß, das Herr Bouffier ebenfalls in diesem merkwürdigen Parteispendenskandal involviert war, bei dem eine Richterin Wolski mehr als nur fußbreit integriert war und mit ihrer Falschaussage der CDU zu merkwürdigen jüdischen Vermächtnissen verhalf.

Wem also nun bekannt ist, zu wem Frau Wolski damals Kontakt hatte, wird sehr schnell vermuten, daß die Konten der Immobilienhaiswitwe C. aus Frankfurt/Main von der CDU zur Geldwäsche benutzt wurden. Als dieser Angelegenheit 4 hessische Steuerfahnder auf die Spur kamen, kam es zu merkwürdigen gesundheitlichen Guthachten, dem inflationären Gebrauch des Begriffs Querulant und wenig später zum Totschweigen eines Skandals.

Nun, was hat dieser ganze Irrsinn mit Herrn Bouffier zu tun, wenn doch eigentlich die Steuergeschichte in den Fachbereich des dafür zuständigen Ministers fällt?! Auch dies ist leicht zu beantworten. Kaum das Volker Bouffier in Amt und Würden war, fing es mit den Unregelmäßigkeiten bereits an. Und nicht nur mit Kleinigkeiten. Die Gängelei von Polizisten, die nicht bei solchen Schutzaktionen für NAZI-Aufmärsche mitmachen wollten, ist hier auch wieder nur ein Teilstück des Ganzen. Und das Ganze sieht reichlich beschissen aus.

Nun ist es jedoch so, daß wir einen Ministerpräsidenten haben, der aktuell ein wenig abgetaucht ist, nachdem er mit seinem letzten Vorstoß in Richtung Zustände wie in Wisconsin sich der Lächerlichkeit preisgegeben hat. Sein Engagement für eine fest umfaßte Griechenlandhilfe, wie er es vor kurzem via Zeitung verkündete, erinnerte frapierend in ihrer Formulierung, als hätte sie ein aus der Schweiz stammender Bankmensch für ihn geschrieben. [Dies läßt sich nur anhand der verwandten Formulierungen und der Wortwahl mutmaßen, einen direkten Beweis dafür haben wir noch nicht gefunden, da uns keine Audienz beim Kaiser der Deutschen Bank bisher gewährt wurde.]

Politisch abtauchen ist jedoch leider kein Verbrechen. Nicht einmal dann, wenn man seinen Verkehrsminister klugerweise einen Antrag beim obersten hessischen Verwaltungsgerichthof wegen des Nachtflugverbotes für den neuen Flughafenausbau stellt, obwohl eigentlich das letzte Urteil eindeutig ausgefallen ist. Doch man möchte eben nicht das Nachtflugverbot durchsetzen, sondern das genaue Gegenteil. Dies ist auch nicht verboten, betrifft aber die Arbeit des Innenministers auch nicht richtig. Dennoch ist davon auszugehen, daß er von dem Vorgang Kenntnis hat, immerhin spaziert er bei der FraPort genauso wie unser Ministerpräsident ein und aus. [Genauso wie Jürgen Walter, für den sich die Haupttür wohl zu einer persönlichen Drehtür entwickelt.]

Herr Bouffier hat nun jedoch ein kleines Problem. Naja, eigentlich eher zwei. Das erste Problem ist der derzeitige desolate Zustand der hessischen CDU-Fraktion. Zu viele Minister der letzten Legislatur haben gehen müssen – und dabei einige altgediente Freunde mitnehmen müssen – weil sie sich beim Mistbauen hatten erwischen lassen. Der Herr Hoff ist da ein gutes Beispiel. Nun hat sich leider die mittlere Parteiebene ebenfalls beim Mistbauen erwischen lassen. Jedoch nicht so einfach. Womit wir wieder bei der in Wiesbaden führenden CDU-Fraktion im Rathaus angekommen sind. Immerhin wurde dort mit der Landtagsfraktion die Schikanen ausgekocht, denen die linken und demokratieliebenden Demonstranten am vergangenen Wochenende ausgesetzt wurden.

Ich habe nichts gegen Leibesvisitationen, sofern sie ordnungsgemäß und vollkommen nach dem Grundgesetz durchgeführt werden [was bedeutet, daß Busengrabschen eindeutig nicht dazu gehört – oder in den Schritt zu greifen], und das sie nur bei den Personen statt finden, die bereits als gewaltbereit bekannt sind. In einem solchen Fall hätten sämtliche 180 Neonazis, die sich nach Wiesbaden-Erbenheim verliefen, direkt an den beiden in Frage kommenden Bahnhöfen entsprechend durchsucht werden müssen. Dies geschah nicht. Es wurden, laut Augenzeugenbericht  [und hier vertrauen wir unserer Quelle] nur die linken, demokratieliebenden Demonstranten bei ihrer Ankunft am Hauptbahnhof und am Bahnhof Erbenheim durchsucht. Sie wurden sogar gezwungen ihre Rucksäcke zu öffnen, während Neonazis unter Polizeieskorte an ihnen vorbei geführt wurden. Das gleiche Spiel geschah dann noch einmal bei der Abreise der stellenweise schon juristisch verurteilten NAZis.

Zufall? Nicht bei einem Innenminister wie Volker Bouffier, der wie gesagt oft mit Herrn Christean Wagner herum hängt. Und die Kontakte Wagners sind allgemein bekannt. Auch dort, wo er sonst noch mitmischt, wie die regelmäßigen Fahrten zum Seminar Weikersheim, was ich an dieser Stelle noch einmal in Erinnerung rufen möchte. Nur – was hat das alles mit Herrn Bouffier zu tun?

Eine ganze Menge. Als Innenminister bestimmt er bei einer Demonstration zum einen, wie und welche Polizeikräfte wirklich zum Einsatz kommen und welche Taktik gegen die Demonstranten angewandt wird. Das sogar Wasserwerfer aufgefahren worden waren (gegen die Gegendemonstranten vom linken politischen Spektrum), und stellenweise außer den neuen Teleskopschlagstöcken auch Tränen- und Reizgas zum Einsatz kam, möchte ich hier nur erwähnen, um klar zu machen, mit was für einem Demokratiefeind wir es hier im Innenministeramt zu tun haben. Herr Bouffier hätte diese Maßnahmen gegen die Neonazis auffahren müssen, nicht jedoch gegen unbescholtene Wiesbadener Bürger, die sogar von der Polizei aufgefordert wurden, in dem betreffenden Gebiet nicht ihre Häuser zu verlassen. Man verhängte quasi über ganz Erbenheim eine Ausgangssperre für die Zeit, in der die MachtDemonstration der Neonazis lief. Und dies gibt sehr gut zu erkennen, mit was für einer Personalie wir es mit Herrn Bouffier zu tun haben.

Andererseits gibt es da immer noch den Vorfall mit dem neuen Chef der hessischen Bereitschaftspolizei. Hier hat Herr Bouffier eindeutig Kungelei und Kumpanei betrieben, um einen Parteifreund in das Amt zu schaffen. Ein Parteifreund, über den gemunkelt wird, daß er genauso neonazifreundlich wie Herr Bouffier oder der Ministerpräsident des Bundeslandes selbst ist. Abermals die Frage: Zufall?

Wenn es um Demokratie geht, gibt es keine Zufälle. Wenn jedoch Demokratiefeinde in der Situation sind, eindeutig diktieren zu können, was gut und richtig ist, sollte man sich Sorgen machen. Es gibt noch einige andere hessische Blogs, die sich mit diesem Thema näher auseinander setzen. Und bei einigen ist deutlich zu erkennen, daß man dort ebenfalls den deutlichen Rechtsruck der hessischen Landesregierung erkannt hat. Nun ist es jedoch so, daß man sich kaum beschweren kann – nicht mal über einen total unfähigen Innenminister – wenn der Ministerpräsident des Bundeslandes mal wieder nach Wisconsin abgetaucht ist, um sich hier nicht dem dringendsten Problem stellen zu müssen. Und wenn dann noch Deutschlands brutalstmöglicher Aufklärer durch die ebenfalls total unfähige Bundesfamilienministerin, die hier im Land niemand gewählt hat, während der Legislatur ausgetauscht werden soll, könnte man sich doch fragen, was die CDU hier in Hessen wirklich zu verstecken hat. Nach einfachen Straftagten scheint es nicht auszusehen, sonst würde man sich nicht eine solche Mühe machen!

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3 Kommentare on Die Geschichten des Herrn Bouffier

  1. Ulrich Brosa sagt:

    Die einen gewinnen als Demagogen die Macht – wie Hitler. Die anderen machen sich eine Totschlägertruppe dienstbar – wie Röhm, Himmler und Stalin.

    BILD erfuhr exklusiv: Innenminister Volker Bouffier (CDU) rüstet alle 16 000 (!) Beamten mit einer neuen Super-Waffe aus – ein Multi-Millionen-Auftrag, der unsere Polizei noch besser macht!

    Die neue Knarre wird bereits ab Sommer an alle 16 000 Polizisten ausgeliefert. Geschätzte Kosten: wohl weit über 10 Millionen Euro.

    http://www.bild.de/BILD/region.....k-p30.html

    Auf die Gefährlichkeit des Volker Bouffier kann man gar nicht ausreichend hinweisen. Er hat ja auch beste Beziehungen zum Bundesverfassungsgericht. Vergleiche
    http://bloegi.wordpress.com/20.....-burschen/

  2. Andreas E. sagt:

    Hallo, Ulrich,
    als ich diesen Link von dir bekam, konnte ich es nicht glauben. Aufschlußreicher waren dann noch die Kommentare, die bei BLÖD.de unter dem Fall abgewickelt wurden. Die neue Dienstwaffe besitzt keine Sicherung(?), ein 15-Schuß-Magazin und ist außerdem noch gewichtsmäßig falsch austariert, da sie ein offenes Visier besitzt!

    Auf gut deutsch: Das ist eine Totschlagswaffe, die auch für den Halter eine Gefahr darstellt. Besser ist sie nicht. Die andere, im Kommentar erwähnte Waffe .40 S&W Kaliber von Taurus scheint da um Längen besser zu sein! Ich habe mir die Mühe gemacht, sie entsprechend zu verlinken, damit jeder den Unterschied erkennen kann!

  3. Ulrich Brosa sagt:

    Polizisten töten viele Menschen in ‚Notwehr‘. Meist erfährt man davon wenig. Etwas Aufmerksamkeit (längst nicht genug) hat Tennessee Eisenbergs Tod gefunden, siehe z.B.
    http://www.tennessee-eisenberg.de/
    http://www.spiegel.de/panorama.....00,00.html
    Das kann uns allen passieren.

    Statt irgendwelche neue Kanonen mit größeren Magazinen und größerer Durchschlagskraft anzuschaffen, wäre es viel dringender auf die vorhandenen Kanonen kleine Kameras zu schrauben, die bei jedem Schuss per UMTS Bilder vom Ziel auf einen offenen Server übertragen. Wenn die Polizisten wirklich Notwehr ausüben, werden sie dadurch nicht behindert. Wenn sie aber wehrlose Leute totballern, erfahren das alle. Erklärt auf
    http://sci.althand.com/skelett.html