Titel: Wargames II – The Death Code

Genre: Action, Drama, Thriller,

Darsteller: Matt Lanter, Amanda Walsh, Colm Feore, Maxim Roy, Claudia Black

Regie: Stuart Gillard

Wer meint, hier nur den harmloseren zweiten Teil eines Kinoerfolges aus den 80’ern vor sich zu haben, irrt sich. Wargames II ist alles andere als harmlos und greift zudem noch direkt den Patriot Act II an. Abermals ist in einer leicht verständlichen Storie offene Politikkritik untergebracht, die einem sogar schon beim erstmaligen Sehen auffällt.

Der Held der Geschichte, Will Farmer, will eigentlich nicht mehr, als mit einem Mädchen des Schachunterrichts nach Montreal zu einem Wettkampf zu fliegen. Seine Ma hat ihm jedoch jegliches WoW-Zocken verboten, weil er ungefähr $ 2.000 in den Sand gesetzt und ihre Kreditkarte belastete.

Sein bester Freund Dennis nimmt die Sache locker und zockt selbst bei ihm mit dem eigenem Laptop Computerspiele. [In einer Szene wird Stargate Online gezeigt, ein Computerspiel, daß beispielsweise niemals auf dem internationalem Markt erschienen ist.] Schließlich überredet er Will, der von seinem Nachbarn den Rechner reparieren soll, von dessen Konto $ 500 abzuzweigen und sich mit R.I.P.L.E.Y. zu messen, einem Regierungsprogramm, das dazu geschaffen wurde, um Attentäter und Terrorzellen aufspüren soll.

An dieser Stelle beginnt die eigentliche Storie. Das ic mir den Film überhaupt erst antat, lag daran, weil ich mich beim originalen Wargames vor mehr als 20 Jahren zu Tode langweilte, weil die Storie damals zwar gut herüber gebracht wurde, aber am Ende jegliche Spannung flöten ging. Wargames II zeigt, daß man die gleiche Geschichte auch anders darstellen kann. Der Film bleibt von der ersten Minute bis zur letzten spannend.

Dennoch ist er mir kein AAA-Rating Wert. Obwohl die Storie gut umgesetzt ist, ist es nur ein Aufguß des ersten Teils mit Matthew Broderick. Mit diesem Film wurde Broderick damals berühmt und seinen Durchbruch erlebte er ja mit Godzilla von Roland Emmerich. Bei Wargames jedoch muß ich Abstriche machen. Und zwar schon von Anfang an, obwohl die Nationskritik und auch die Gewissen der Regierungsmitarbeiter sehr gut aufgearbeitet wurden. Während im ersten Teil das FBI und der CIA ohne Gewissensbisse Jagd auf einen 16jährigen machten, swind es im zweiten Teil die Programmierer und Überwacher von Ripley, die dem KI-gesteuerten System nicht über den Weg trauen und sogar Gegenmaßnahmen ergreifen wollen, um einen Amoklauf zu verhindern. Das Ripley, im Gegensatz zu Joshua, ihre Direktiven grundsätzlich selbst bestimmt, kommt es regelrecht zur Katastrophe.

Als Wertung gebe ich maximal BBC. Das C steht für die technischen Tricks, die vornehmlich Lichtorgelspiel waren, also nicht der Rede wert. Keine intelligente KI. Derjenige, der Ripley entworfen hat, baute sie, wie ein NERD seinen Rechner bauen würde. Das ihre KI zwar hochentwickelt, aber letztlich trotzdem strohdoof war, ist hier nicht nur ein Fehler in der Darstellung (dafür das zweite B), sondern auch ein Storiefehler, der schon im ersten Film Übel aufstößt. Das erste B wird vergeben, weil die schauspielerische Leistung aller Darsteller nicht gerade berauschend gewesen ist. Man hätte hier einige Szenen besser spielen können. Der beste Darsteller überhaupt war derjenige, der Dennis, den besten Freund unseres Helden spielte. Jedoch war sein Spiel nach bereits 22 Minuten vorbei. Dennoch ist der Film sehenswert.

Man dürfte nach diesem Film kein sonderlicher Fan von Onlinespielen mehr sein. Immerhin in dieser Hinsicht ist er in jedem Fall lehrreich.

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