Man kann es nicht oft genug betonen – der Islam ist ein Teil Deutschlands. Und somit ist Deutschland auch ein Teil der Ummah. So jedenfalls würden sich bestimmte deutsche Imame, die für ihre Radikalität bereits mehrfach negativ aufgefallen sind, ausdrücken, wenn man sie fragen würde, ob der Islam in Deutschland tatsächlich angekommen sei.

Wobei man jedoch bemerken muß, daß nicht alle Meinungen auf dem vom Verfassungsschutz beobachteten Muslim-Markt im Internet wirklich die Meinungen der Macher dieser Seite darstellen. Jedoch geben diese Meinungen einen guten Einblick in die muslimische Denk- und Verhaltensweise. Wenn also beispielsweise deutsche Familiengerichte stellenweise die Scharia zur Anwendung bringen, anstatt auf deutschem Rechtsboden zu bleiben, so ist dies durchaus rechtlich gestattet. Dies bedeutet aber nicht, daß die Scharia bei jeder Rechtsangelegenheit, die mit Migranten zu tun hat, zur Anwendung kommt. [Wäre dies der Fall, wäre Deutschland nicht besser als der Iran.]

Das Grundprinzip einer säkularen, aufgeschlossenen und aufgeklärten Gesellschaft ist nun einmal, daß multikulturell auch im Rechtswesen entschieden wird. In der Praxis sieht das dann so aus, daß ein Italiener oder ein Grieche durchaus nach der Gesetzlage seines Heimatlandes abgeurteilt werden kann, ohne das dadurch ein eindeutiger Rechtsverstoß gegen das Grundgesetz fabriziert wird. Eine solch flexible Rechtsvorschrift sucht man in anderen Ländern vergebens. Und der Kleinkrieg, der gerade auf den britischen Inseln tobt, wenn es darum geht, die Scharia auch nur im Ansatz von Imamen-Gerichten durchsetzen zu lassen, spricht da Bände. Großbrittannien ist immer noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen und klammert sich an Probleme, die eindeutig aus dem eigenen Imperialismus resultieren.

Doch ist heute nicht das ferne Ausland das Thema, sondern das Inland. Wir haben in unserer schönen föderalen Republik einen kleinen Freistaat, der bis heute nicht darüber hinweg gekommen ist, daß der Wiener Kongreß 1815 ihm weitgehends die freien Rechte nahm und ihn einfach in das preußisch dominierte Deutsche Reich eingemeindete. Dabei waren die Bajuwaren in der Vergangenheit immer so Stolz darauf gewesen, Karl dem Großen unterlegen zu sein. Nunja, der große Franke war kein Preuße, aber er war mindestens ein genauso effektiver Menschenschlächter wie diese. Der alte Fritz wurde ja nicht umsonst der Soldatenkönig genannt. Er und seine langen Kerls, die sogar im amerikanischen Befreiungskrieg gegen die hessischen Landeskinder kämpften (auf der Seite der unterlegenen Briten), zogen schon die eine oder andere blutige Spur durch die Geschichte.

Mir geht es jedoch um einige bayrische Eigenheiten, die mich schon seit Wochen aufregen, die ich aber erst jetzt, nach der letzten Äußerung von Horst Seehofer, zu Papier bringen kann. Mich hat schon einige Zeit geärgert, daß Bayern mit Moslems umspringt, als seien sie Aussätzige. [Und wie ich in der Schamanischen Lehrstunde bereits betonte, sind alle drei mosaischen Religionen in Wirklichkeit nur Eine.] Derart Erkrankte wurden schon immer aus der Gesellschaft ausgeschlossen, und der bayrische Weg der Diskriminierung ist eindeutig grundgesetzwidrig.

Obwohl ich hier die katholischen Bayern sehr gut verstehen kann. Dieses kleine Bergvolk, daß erst zu Macht und Ansehen kam, nachdem Karl der Große mit Ihnen den Boden aufgewischt hatte, hat sowieso die dümmliche Angewohnheit, sich für die EINZIGEN Deutschen zu halten. Diese Art Größenwahn hat uns vor 80 Jahren den Rassenwahn beschert. Und nun ist Bayern auf dem besten Weg, unter der Führung der CSU (die übrigens auch von einem NSDAP-Flüchtling gegründet wurde), gerade wieder in das alte Rassedenken zurückzufallen.

Man sollte aber nicht so hart mit den Bayern ins Gericht gehen. Die Bayern haben einige Zeit nachdem sie gegen Karl dem Großen den Krieg verloren hatten, auch prompt gegen die vatikanischen Heerscharen (hier im Besonderen die Schweizer Garde) ebenfalls einen Krieg verloren und sind seitdem zahme Hündchen des Vatikans, obwohl sie nicht die Berechtigung haben, eigene Truppen zum Schutz der Heiligen Stadt zu entsenden. Eine Demütigung, über die das bajuwarische Volk bis heute nicht hinweg kam. Aber warum mischen sich die Bayern auch in den Befreiungskampf von Tirol ein? Dies war selten intelligent. Naja, Bayern und Intelligenz sind eh zwei Sachen, die sich chronisch ausschließen, wie das aktuelle Nichtraucherschutzgesetz zynisch belegt.

Das Land Bayern, der Freistaat, hat einige tiefsitzende Probleme. Da ist zum einen die Islamophobie, die vor allem von den katholischen Politikern im Land betrieben wird. Hinzu kommt noch eine generelle Xenophobie, die alle Ausländer betrifft, die nicht mindestens italienischer Herkunft sind. Und als weitere Draufgabe gibt es dann noch den Hang zur Übertriebung und die Denkweise, man sei ja Herr der Welt [diese Aussage werden unter anderem durch die bayrischen Louis Trenker-Filme immer wieder besonders betont.]. Nur ist es eben dumm, wenn der Herr der Welt Angst vor dem eigenen Schatten hat, nur weil der eine andere Farbe als man selbst aufweist.

Nur dies sind nur die kleinen Spitzen, die dieses ganze paranoide Gequatsche eines Herrn Seehofers unterstreichen. Das die bayrische Politik schon immer ein Fremdenproblem hatte, ist allgemein bekannt. So wurde zwar Adolf Hitler war damals von Bayern als bayrischer Staatsbürger anerkannt (obwohl er immer noch Östreicher gewesen ist), vom preußischen Restdeutschland jedoch nicht! Dies erlaubt dann auch dem Freistaat ungehindert das Machwerk des Herrn Schicklgrubers in Neuauflagen auf den Markt zu werfen, obwohl dieses Buch auf dem allgemeinen Index steht.

Daran erkennt man aber die Problematik, unter der Bayern leidet. Einerseits ist man über jeden Devisendollar froh, den man bekommt, andererseits hat man verdammt viel Angst vor Türken, Iranern, Irakern, Afghanen, Chinesen, etc pp. Einzig wohlgelitten sind diejenigen Migranten, die ohne Lohn im Ländle arbeiten wollen. Da sie Geld bringen und keines kosten. Andererseits bedeutet dies aber auch, daß die Bayern nicht mal mit den benachbarten Tcheschen so umspringen, wie man eigentlich mit dem Nachbar umgehen sollte. Schon öfter sind mir aus dieser Kante einige Merkwürdigkeiten zu Gehör gekommen, zu denen ich mich später noch äußern werde.

Es ist aber so, daß vornehmlich Bayern ein Problem damit hat, wenn Moslems ihre Moscheen aufbauen möchten. Ok, die Mehrzahl der in Deutschland befindlichen Moscheen tragen die Namen von blutrünstigen Eroberern und sind dann auch noch mit einem überdimensionierten Phallussymbol (im Allgemeinen als Minarett bezeichnet) ausgestattet. Außerdem ist das Minarett einer Moschee mindestens 2m höher als der höchste Kirchturm der Gemeinde. Dies hat zwar nur nach den Regeln der Scharia und der Ummah etwas mit Landnahme zu tun, ist aber trotzdem keine. Der deutsche Staat kann schnell enteignen und abreißen. Und in Bayern dürfte dies wohl demnächst passieren, wenn nicht etwas dagegen unternommen wird, wie man mit dem Problem umgeht. Obwohl eine abgerissene Moschee noch keinen heiligen Imam macht, wie es so schön heißt.

Der Kernpunkt des bayrischen Problems ist also nicht nur die vorhandene Xenophobie und die Islamophobie, sondern das komplette Unverständnis einer fremden Kultur gegenüber. Multikulturismus findet man in Bayern selten. Sehr selten. In Bayern (und auch Baden-Württemberg) erschöpft es sich schon an einer überproportionalen Zahl an chinesischen Restaurants oder Sushi-Küchen.

Das die Bayern ihre Weißwurst und ihr Weißbier bereits als Kultur ansehen, muß man auch verstehen können, wenn man verstehen will, warum die Bajuwaren solche Probleme mit der Annahme fremder Kulturen haben. Als sie damals in Tirol vom vatikanischen Heer geschlagen wurden, nahmen sie bereitwillig endgültig das Christentum an und verpflichteten sich speziell dem Katholizismus. Also einem Glauben, der Sex mit Kindern erlaubt, aber Sex mit erwachsenen Frauen verbietet. Auch wieder so etwas typisch bayrisches! Bevor wir jedoch endgültig in den Bereich der Satire abdriften, möchte ich noch bemerken, daß Bayern eine Chance in der Europäischen Union als Vorzeigestaat hätte, wie man Integration nicht betreiben sollte. Immerhin ist Bayern bei der Auslegung der eigenen Landesgesetzgebung selten großzügig (wie dieses spinnerte Nichtraucherschutzgesetz deutlich beweist), sondern eher als beschränkt anzusehen.

Bayern hat zwar einige kulturelle Bauten zu bieten, jedoch nicht genug, um sich mit den anderen Bundesländern messen zu können. Die bayrische Autoindustrie ist nur deshalb so gut und stark, weil dort viele Menschen zu Hungerlöhnen zugunsten der reichen Firmenbesitzer arbeiten. Bayern ist vollends in der Globalisierung aufgegangen. Dementsprechend mies sieht es dort dann auch bei einigen Kleinigkeiten aus. Die Ausgrenzung von Migranten – egal aus welchem Land sie direkt stammen – ist an der Tagesordnung. Die Xenophobie ist zu weit verbreitet, da sie direkt von der CSU gefördert wird. Der Freistaat Bayern mag demnach zwar in der globalisierten Welt angekommen sein, in einem humanistischen System jedoch nach wie vor nicht. [An dieser Stelle greifen wieder einmal die Lehren von Freud und Jung, die eindeutig belegen, daß das bayrische Trauma mittlerweile nicht nur ein bayrisches Problem ist.] Leider muß ich an dieser Stelle zugeben, daß unsere Parteien in Restdeutschland genauso die Macke der Xenophobie und Ausgrenzungspolitik gegen Andere haben, wie das bayrische Völkchen an sich.

Das Problem wäre relativ einfach zu lösen. Restdeutschland entläßt den Freistaat Bayern wieder aus der föderalen Union und wartet ab, bis die dortigen Bürger ihre Mängel in den Griff bekommen haben. [Dies kann unter Umständen weitere zweitausend Jahre dauern, aber es wäre möglich, da man eine solche Änderung nicht von heute auf morgen bewerkstelligen kann.] Fest steht jedoch, daß Islamophobie keine Lösung, sondern ein Problem ist. Xenophobie ebenfalls. Und beide Probleme ließen sich nur dann lösen, wenn das bajuwarische Volk selbst in seiner Nachbarschaft einmal direkt damit konfrontiert werden würde. Dann würde sich das bayrische Problem ebenfalls völkerverständlich lösen lassen.

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1 Kommentar on Das bayrische Problem

  1. Ossi sagt:

    Lieber Andres wie immer gut, aber sollte es nicht heißen?
    “ kleines diebisches Bergvolk am Rande der Alpen“ :-))

    lg
    Ossi