Es ist bald soweit! Der Krieg zwischen dem kommunistischen Nord- und dem kapitalistischen Südkorea wird immer mehr wahrscheinlicher. Aber wie es nun einmal ist auf der Welt, will es hinterher keiner mehr gewesen sein. In den vergangenen Wochen konnte man vor der koreanischen Küste eine größere Flottenübung beobachten, in der nicht nur Ziele auf dem Festland gezielt beschossen wurden, sondern gleichfalls auch Landeoperationen unter US-amerikanischer Führung.

Man muß also kein Hellseher sein, wer für diesen Krieg zwischen dem Norden und dem Süden verantwortlich zeichnet: Präsident Obama. Eben jener Heiland der Welt, der bereits mehr als einmal bewiesen hat, daß er nur eine Ausgeburt (oder besser Nachgeburt) des Teufels sein kann. So viel politische Blindheit besaß nicht einmal Richard „Tricky Dick“ Nixon. Und jener schaffte es ein Handelsabkommen zwischen China und den USA zu kitten.

Doch greifen wir der Sache nicht ein wenig zu weit vor: Fest steht eines: Zwischen den beiden Koreas hat sich eine handfeste Krise zusammengebraut, die nicht auf den Untaten eines Kim Yong Ill basiert, sondern allein auf dem amerikanischen Machtgehabe, daß nun einmal keine zweite Atommacht neben sich duldet. Obwohl ich nicht glaube, daß Kim Yong Ill es nötig hat, pakistanische Atomraketen zu kaufen, wenn er doch im eigenen Land inzwischen selbst welche herstellen kann.

Amerika geht es bei der Erzeugung eines neuen Korea-Konfliktes nicht um die alten Ziele, wie sie unter Präsident Johnson an der Tagesordnung waren, sondern um bedeutend mehr. Wie allgemein bekannt sein dürfte, stellen die alten Tigerstaaten (zu denen auch Korea zählt) weltwirtschaftlich ein gewaltiges Problem dar, seitdem sich das World Trade Center durch krumme Machenschaften der amerikanischen Administration in Rauch und viele kleine Flöckchen auflöste. Dadurch verloren die USA die absolute Kontrolle über den globalen Ressourcenhandel. Und der Neubau des neuen Welthandelszentrums steht kurz vor der Vollendung.

Der alte Streit Amerikas mit Korea dürfte und sollte eigentlich mittlerweile eine olle Kamelle sein. Ist es aber dennoch nicht. Amerika unterstützt Südkorea nur aus Spaß an der Freud, nicht weil es strategische Vorteile in der Region davon erwartet. Was den wenigsten bekannt sein dürfte, ist der Umstand, daß mittlerweile nicht nur die vormals japanische Insel Wake im Pazifik eine amerikanische militärische Aufmarschbasis ist, sondern auch einige Häfen an der chinesischen Küste. Amerika benötigt Korea eigentlich nicht mehr. Korea wird zwar für die amerikanische Konsumwirtschaft gebraucht, doch ist Korea mittlerweile selbst weit genug, um selbst Konsumgüter in großen Mengen fertigen zu können.

Womit wieder ein drohender Korea-Konflikt entscheidend werden dürfte. Niemand möchte einen Weltkrieg auslösen. Zumindest jetzt noch nicht. Aber eine erneute Korea-Krise würde der amerikanischen Wirtschaft in die Hände arbeiten (und dabei die deutsche endgültig ruinieren). Man darf nämlich nicht vergessen, einer der wichtigsten deutschen Außenhandelspartner ist nicht nur China, sondern auch das nahebei liegende Südkorea. Nordkorea erhält zwar gleichfalls deutsches Knowhow von China, aber meist von den deutschen Niederlassungen dort und nicht via chinesischer Kaderregierung. [Interessanterweise hat Wikileaks über diese Informationen nichts veröffentlicht.]

Gleichzeitig ist es als kurios anzusehen, wenn man sich einmal die Geschichte um den versenkten südkoreanischen Zerstörer ansieht, die da abgelaufen ist. Bis heute ist nicht absolut abgesichert, ob der Norden einen Zerstörer des Südens versenkte oder ob es vielleicht umgekehrt war! Oder ob der Süden einen eigenen Zerstörer mitsamt Besatzung versenkt hat, um einen Kriegsgrund gegen den Norden zu besitzen! Weiß man es denn genau?

Glaubt man nun chinesischen Depeschen, so war China von dem Vorfall alles andere als erfreut, fiel aber auf die amerikanische Propaganda nicht herein, sondern verhielt sich still. Der erste Versuch in der Region einen reinigenden Krieg zu provozieren, ging von Seitens der Amerikaner ganz gewaltig in die Hose. Doch Amerika gab nicht auf und setzte keine Woche später größere Manöver mit Landeoperationen an, um die Schlagkraft der südkoreanischen Armee zu testen. Zufall?

Ich glaube nicht. Ich glaube, daß wir uns darauf vorbereiten müssen, in den nächsten Wochen und Monaten von einer immer kritischen Situation in Südkorea zu hören und schließlich dem offenen Ausbruch von kriegerischen Attacken des Südens gegen den Norden. Südkorea war von jeher ein Land, daß sich immer auf seine Traditionen besann und die gerade aufkommende Filmindustrie, die vornehmlich für den internationalen Markt produziert, würde durch einen Krieg arg zurückgeworfen werden – und damit die amerikanische Dominanz nicht mehr gefährden.

Das die Amerikaner ihren eigenen derzeit global geführten Weltwirtschaftskrieg auch auf Kosten von Korea ein zweites Mal durchziehen werden, davon kann getrost ausgegangen werden. Amerika kennt die Gefahr, die von den Tigerstaaten ausgeht. Korea ist mittlerweile in der Region neben Japan die größte freie produzierende Nation, die sich auch durch innenpolitische Geplänkel nicht von ihrem weiteren Aufstieg aufhalten läßt. Um diesen Tigerstaat entsprechend zu stoppen, wäre ein Krieg zwischen Nord- und Südkorea für Amerika ganz praktisch.

Und Präsident Obama könnte hinterher so tun, als würde er durch Friedensverhandlungen wieder den Frieden in der Region herstellen. Womit dann eindeutig die Aussage vom Tisch wäre, daß Obama nur ein falscher Fuffziger sei – oder ein falsches Cent-Stück, wie man es auch allenthalben aus dem INet zu vernehmen weiß. Fakt ist, ein Weltkrieg könnte in keiner für die Amerikaner besseren Ecke der Welt vom Zaun gebrochen werden als in Asien. Vor allem bietet sich Korea gerade zu an, immerhin ist der Aufstieg dieser Nation – vornehmlich des Südens – amerikanischem Einfluß zu verdanken. In einem Krieg, der die Errungenschaften wieder zerstören würde, profitierte Amerika nicht zu knapp. Genauso wie Amerika schon einmal von der Zerstörung und nachfolgenden Teilung des Landes profitierte. Ein geeintes Korea, egal ob nun unter der nördlichen oder der südlichen Fahne, wäre alle Mal ein bedeutend größeres Problem für die USA. Jedoch nicht, wenn das Land zum größten Teil verwüstet und zerstört ist.

Der große Bruder China, der nicht weitab davon liegt, würde in einem solchen internen Konflikt niemals eingreifen. Nicht einmal dann, wenn die Wahrscheinlichkeit bestünde, daß die USA direkter Urheber des Konfliktes sind. Im Klartext bedeutet dies, daß der chinesische Drache anderes zu tun hat, als in jeder Krisenregion gleich entsprechend aktiv zu werden. Die chinesische Entwicklungshilfe, die derzeit in Afrika statt findet, hat ja gleichfalls nicht den Segen der USA, die sich dadurch übervorteilt fühlen. Man kann also davon ausgehen, daß demnächst auch in Kenia Unruhen ausbrechen werden, weil die USA nicht einfach hinnehmen können, daß China den Weltmarktpreis für seltene Erden diktieren können.

Wir sprechen also im Rahmen der drohenden Korea-Krise nicht nur von einer einfachen Krise, sondern von den Vorbereitungen zu einem wirklich großen Krieg. Ein Krieg, der als kleiner Konflikt beginnt, bis die wirtschaftliche Kraft Südkoreas gebrochen ist. Erst dann werden die USA und die Koalition der Willigen gerne eingreifen, um dem Spuk ein Ende zu machen. China wird sich heraus halten, da der Drache wie gesagt, andere, wichtigere Pläne hat. Aus der derzeitigen Korea-Krise wird also ein Krieg erwachsen, soviel steht fest. Fest steht jedoch noch nicht, wann dieser Krieg ausbrechen wird. Und ich hoffe sehnlichst, daß es nicht noch in diesem Januar geschieht. Denn dies würde die Skrupellosigkeit der USA in diesen Belangen nur mehr unterstreichen.

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