Heute nur ein kurzer Eintrag:

Im Allgemeinen bin ich von der PDL enttäuscht. Noch nicht insgesamt, aber es fehlt nicht mehr viel, daß ich tatsächlich wieder austrete, weil diese Partei unter ihrer aktuellen Führung wirklich absolut nichts mehr gepeilt bekommt. Die FDP hat wieder eine ihrer Unterwanderungskampagnen gestartet, um möglichst bei der nächsten Bundestagswahl genug eigene Genossen in Schlüsselpositionen innerhalb der PDL sitzen zu haben, um die Politik der Partei nachhaltig und vor allem zweckbestimmt verändern zu können.

Ehrliche Genossen kenne ich zwar einige, aber jene werden ja schon in einigen Bundesländern – wie beispielsweise Hambunrg – via Mobbing von den Wahllisten vertrieben. Dies ist kein Zustang für eine Partei. Selbst innerhalb der CDU – die ich schon immer für eine Ansammlung von Vollidioten hielt – ist das Klima am Umschwenken und wenn man auf Kreisebene schon darüber nachdenkt, Hartzer in abgeschiedene Wohnviertel zu entsorgen, sollte man sich ernsthaft Sorgen machen. Die Ghettoisierung, die Brandmarkung von Arbeitslosen und Arbeitsunfähigen, schreitet immer weiter voran. Und die einzige Partei, die vielleicht etwas ändern könnte, wird nun von jenen Kräften unterwandert, die von jeher nichts Gutes im Schilde führten.

Mir tun gewisse LINKE inzwischen auch nicht mehr Leid. Wer wohlmeinende Ratschläge in den Wind schlägt und sich statt dessen darauf konzentriert eine menschenfeindliche Politik auch noch unterstützen zu müssen – und sich hinterher dann auch noch mit Parteiräson versucht herauszureden – hat in meinen Augen seine Menschlichkeit zugunsten einer politischen Karriere geopfert. Ok, von dieser Art Idiot gibt es in der aSPD am meisten, und in der LINKE machen sich diese Schmarotzer in den vergangenen Monaten gleichfalls immer breiter.

Wird aber von Seitens der Landesverbände ensprechend reagiert? Natürlich nicht. Man möchte ja nicht parteiinternes Stimmvieh verlieren, was man braucht, um vielleicht demnächst einmal einen Landtagsposten abstauben zu können. Die einzige Alternative, hier wirklich etwas zu erreichen, wäre, wenn sich verschiedene linke Landesverbände offen gegen die von der Partei auf Bundesebene betriebene Politik stellen und ihr Ding machen, daß ihrem Bundesland zugute kommt. Und nicht bei der erstbesten Gelegenheit den Schwanz einziehen, nur weil einige Idioten in Führungspositionen denken, sie seien die absoluten Herren.

Sozial sein bedeutet nicht automatisch Kommunist zu sein. Diesen Unterschied habe ich vielen Kommunisten in meinem Kreis inzwischen so weit vermitteln können. Und die Denkfähigen unter diesen Kommunisten blieben meine Freunde. Nicht, weil sie von meiner Seite her Represselien zu befürchten hätten, sondern weil es mir nur einfach darum geht, daß die einfache Wahrheit ans Licht kommt. Noch können wir das System verändern. Zum Guten hin. Wir müssen uns nur getrauen, entsprechend offen zu sein.

Andererseits ist es Schwachsinn gegen Atomkraft zu demonstrieren. Damit bekommen die Landesverfassungsschutzeinheiten nur die Bilder und Personalien von sozial denkenden Personen, um sie vielleicht irgendwann einmal unter einem Vorwand in den Knast werfen zu können. Demonstrationen sind zwar schön und gut, aber solche Events bringen es auf Dauer nicht. Auch die Aussage der LINKE gegen Atomkraft ist in diesem Fall nur Propaganda. Von irgendwo muß der Strom ja herkommen, mit der der Parteienserver betrieben wird.

Anstatt also wirkliche Parteiarbeit vor Ort zu leisten, verschläft die LINKE sehr vieles und verschenkt Potential, da die Intelligenten in den eigenen Reihen nicht gefördert werden. Übrigens das gleiche Gebaren, daß man bei den Grünen/B90 und der aSPD jahrelang hat beobachten können. Es ist verachtenswert, wenn man sieht, welche Clowns sich auf Landesebene versuchen zu profilieren und sich dabei mit dümmlichen Gewäsch selbst unglaubwürdig machen. Und dies betrifft nicht nur die LINKE allein, den anderen Parteien ergeht es kaum besser.

Deshalb: Wenn man etwas verändern möchte, braucht man dazu kein Parteibuch, sondern nur eine offene Klappe, die sich nicht scheut, auch dementsprechend die Wahrheit zu sagen. Meine Wahrheitsliebe verschafft mir regelmäßig neue Feindschaften in Allen Lagern, da ich keinerlei Unterschied zwischen einem Idioten mit einem dunkelroten, roten, grünen, braunen oder schwarzen Parteibuch mache. Ich weiß es zwar auch nicht unbedingt in jedem Fall besser, aber ich weiß, was ein Einzelner bewirken kann. Solange die Parteien dies abstreiten, dienen sie nur der Personalprofilierung, aber nicht der Systemverbesserung. Und jede Partei, die sich dieses Verbrechens schuldig macht, ist faktisch unwählbar. Und aktuell haben wir zuviel Parteien, die schlicht nicht wählbar sind.

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