Liebe Gläubiger, Ungläubige und sonstige Fassungslosen vor dem Herren,

was haben die schwäbische Eisenbahn, der Polarexpress und die Antarctis gemeinsam? Nun dies wird in dem Film “ die Vollmondverschwörung“ angedeutet. Der Film wurde zum Abschluss der diesjährigen Lichter Filmtage im Metropoliskino in Frankfurt gezeigt und wird am 21. April offizielle Premiere haben.

Ich habe die Vorpremiere gesehen und endlich begriffen, was Jutta Ditfurth mit dem Begriff „Ökofaschismus“ meint. Und als ich aus dem Kino kam und von der grünen Welle erfuhr, da wurde mir schlecht, denn ich begriff, wen die Leute da gewählt hatten:Die Ökofaschisten, die Hartz 4 mit auf den Weg gebracht hatten. Diese Ökohuren, die mit jeder Partei koalieren würden, wie sie jüngst in Skandinavien demonstriert haben. Diese widerlichen Antroposophen.

Und von nördlichen Gefilden handelte der Film. Ein Amerikaner indianischen Ursprunges stellt bei Recherchen in Amerika fest, dass Amerika den Amerikanern und der Mond den Deutschen gehört. Zu Beginn tappst er verwirrt durch eine Horde Pinguine im antarktischen Packeis. Und dort endet auch seine Recherche.

Denn er muss in Deutschland feststellen, dass dort ein regelrechter Mondkult betrieben wird: mit Mondkalendern, Mondyoga, Mondkosmetik, Mondwasserkuren und Mondfriseuren. Ab dem Zeitpunkt, an dem er an den designierten Vorsitzenden der neoliberalen Partei herantritt, um diesen zur Frequentation einer Mondfriseuse mit vollflexiblen Öffnungszeiten( bei Vollmond auch nachts) zu befragen, kippt der Film ins Politische um.Und dort bleibt er auch, versandet in einem braunen Morast von Möchtegernesoterikern, denen der Antisemitismus als Ersatzreligion dient. Das was diese Leute vom Stapel lassen, könnte durchaus amüsant sein,hanebüchen wie es klingt, wenn es nicht ernst gemeint wäre. Sie lassen sich aus über einen Baphomet Kult in deutschen Pässen( nicht über die Biometrie wohlgemerkt). Sie faseln was von Chemtrails, aber nicht von Umweltverschmutzung. Einen Menschen jüdischen Glaubens erkennt man laut ihnen an der Plutoniumverseuchung, womit alle Anwohner Fukoshimas die Religion gewechselt hätten, und die Atomforschung der Nazis völlig absurd wirkt.

Sie schwafeln von Drachen- und Stierkult und von einem Sternbild namens Aldebaran, von dem die Sumerer angeblich abstammen. Diese haben angeblich die Herrenmenschen gezüchtet. Nun die Geschichte Sumers umfasst auch die Geschichte Noahs, folglich wären wir alle Aldebaraner, aber das geht diesen Nazis nicht in den Kopf. Angeblich haben die Nazis Basen auf dem Mond und die Aldebaraner stehen mit Mutterschiffen über der Erde, bereit zum Armageddon. Hitler versteckt sich laut dieser verqueren „Heilslehre“ im antarktischen Packeis, um anhand der detailreichen Filmaufnahmen durch die MondSatelliten das Endgericht einzuläuten. Diese Hohlköpfe glauben wirklich, er sei der wiedergeborene Barbarossa aus dem verkifften Kyffhäuser. Oder sie halten ihn für Rübezahl oder sonst was.

Nun als Kind musste ich mal ein Jagdschloss besuchen, auf dem Hitler angeblich Jagdhunde abgerichtet hatte und im Restaurant stand ein mürrischer rothaariger Verwandter mit dem selben Arschgesicht herum. Ich grüßte ihn nicht und er kläffte mich ebenso jähzornig an wie sein Verwandter.

Wenn so die Erlösung aussieht, dann verzichte ich darauf und trete ab sofort zum Judentum über und suche mir einen Mann,mit einer wundervoll großen jüdischen Nase und noch dazu mit sumerischen Wurzeln, damit er mir jeden glatzköpfigen jähzornigen Zwerg vom Leib hält, der statt des Mondes Dämonen anbellt.

Shalom.