Europa wandelt sich! Europa wandelt sich? Europa wandelt sich?!

Natürlich tut es das, und es tut dies auf eine sehr komplizierte Art und Weise, die ironischerweise ein wenig an die Zustände aus dem 19. und 20. Jahrhundert erinnert. Das schöne Belgien steht vor der Spaltung in einem Pro-spanischen und einen Pro-flamischen Teil, Frankreich lernt umdenken, wenn es um den Status der Frau in der Gesellschaft geht, und die Dänen. Ja, die Dänen erkennen, daß sie Herren über eine Halbinsel sind und deshalb einen Sonderstatus innerhalb der €U verdient haben.

Aber einmal Scherz beiseite! Europa wandelt sich wirklich. Einst, in tiefster Vergangenheit die Hure Roms und dadurch Erbe des christlich-jüdischen Glaubensbildes (welches dann im Nachhinein einigen Mio das Leben kostete), und heute nun ein selbstbewußter Nationenverbund, der sich einfach nicht darüber einig wird, was denn nun Gut und Böse ist und überhaupt. Da haben es die Belgier leichter.

Es ist nun einmal so, daß verschiedene europäische Staaten aus der Zeit vor 80 Jahren partout nichts dazu gelernt haben. Die Franzosen essen immer noch Froschschenkel, die Österreicher heben immer noch chronisch den rechten Arm, wenn sie eine Polka hören, die Schweizer helfen immer noch bei der Steuerhinterziehung, die Italiener entsorgen ihre Leichen nach wie vor im europäischen Abfall und die Dänen. Ja, die Dänen haben ein Problem mit Kriminalität, obwohl sie merkwürdigerweise das Land in der europäischen Union sind mit der geringsten Schwerverbrechensrate.

Kriminalität hört sich so hart an. Dänemark hat beispielsweise kein Problem damit, Straßen- und Bordellhuren mit 60% zu besteuern, als wären sie Bankenchefs oder Investmentberater. Dänemark hat auch kein Problem damit, in seinen Häfen Freihandelszonen eingerichtet zu haben, aber von einem LKW auf den staatseigenen Autobahnen für eine Ladung einen zusätzlichen Zoll abzunehmen. Aber Dänemark hat ein Problem. Kriminalität ist auch ein Problem. So sollte man zumindest meinen.

Fakt ist aber, die Kriminalität, um die es geht, betrifft weder den chronischen Zigarettenschmuggel (der inzwischen über Polen und Berlin läuft und deshalb auf Dänemark nicht mehr angewiesen ist), noch vielleicht Frauenhandel oder Prostitution. Damit hat der Däne kein Problem. Der Däne hat ein Problem mit Menschen, die sich aufgrund ihrer Religion vermummen und dann „schwarzen Afghanen“ oder andere Rauschmittel in den Stadtzentren verkaufen.

Fakt ist aber auch, was in Holland verboten ist, kann in den anderen Mitgliedsstaaten der €U nicht verboten sein. So zumindest vor sehr vielen Jahren ein gewisser Kanzler Kohl, als es darum ging, die €U auf ein neues Niveau zu heben. Oder sollte ich absenken schreiben? Immerhin hat der bundesdeutsche Kanzler Helmut Kohl die Wahrnehmung von Demokratie innerhalb der €U ganz gewaltig nach unten korrigiert. Entweder man sie sieht sie heute auf Ebene der €U-Kommissionen nicht mehr, oder sie war gänzlich nie vorhanden.

Womit wir beim Thema wären. Die Dänen haben also Angst, daß die von den einheimischen bestellten Hanffelder zukünftig stehen bleiben müssen, weil Muselmanen (die Dänen haben noch abfälligere Begriffe dafür) in ihrem Land leichte, schwere und superschwere Drogen verkaufen. Wobei man nicht vergessen darf, daß die Dänen die ersten waren, die Extacy nach Deutschland im großen Stil schmuggelten und sich damit eine goldene Nase verdienten. Dänen dürfen das – andere nicht.

Außerdem sind ja die vielen Muselmanen, sprich Türken, Araber, Juden, alles nichts weiter als Drogenschmuggler, die im extacy-bewehrten Dänemark nur ihre eigenen Drogen an den Mann, den Frau und das Kind, bringen wollen, um die so gewonnenen Gelder dann im reichen Deutschland in den Spielhallen zu lassen. Und dies muß verhindert werden. [Beinahe korrekter O-Ton jener berühmten Äußerung, die letztlich zu den neuen dänischen Grenzkontrollen führte.]

In Dänemark sind alle Muselmanen, alle Turbanträger (egal, ob nun arabisch oder indisch) von Natur aus Böse. Nicht nur, daß sie die dänischen Frauen und Mädchen verführen und vergewaltigen wollen. Nein, sie wollen aus Dänemark eine Drogenküche machen und die gesamte Bevölkerung von Drogen abhängig machen, die sie dann via Deutschland in Dänemark einführen.

Ich weiß, wie sich so etwas anhört. Ungefähr so intelligent, wie das Geschwurbel, daß vor einigen Jahren ein gewisser Haider in Kärnten abgelassen hat, als es darum ging, warum die Tcheschen und Ungarn so gefährlich für Kärnten seien und warum die Grenzen von Groß-Österreich unbedingt geschlossen bleiben müssen. Zum Glück wurde damals schon der Beweis erbracht, daß nicht jeder Ausländer böse ist (es sei denn er ist Österreicher und er steht der Haider-Partei nahe).

Man sollte meinen, es wäre nur ein Problem der Islamophobie, daß nun die Dänen derart Amok laufen und ihre Grenzen dicht gemacht haben. Das Problem ist aber ein anderes. Islamophobie ist hierbei wieder nur eines von vielen Puzzlesteinchen, daß erst im Insgesamtbild einen Sinn ergibt. Die Dänen waren nie sonderlich fremdenfeindlich. Jedenfalls nicht fremdenfeindlicher als der flamische Widerstand in Belgien, der sich heute gegen die angebliche Pro-Spanien-Fraktion wehrt. Die Dänen haben auch so gesehen keinerlei wirtschaftliche Probleme. Nur würden sie gerne weiterhin über Deutschland gerne ihre selbsthergestellten Drogen nach Holland liefern, und sich den Markt, auch den im eigenen Land, nicht unbedingt von Türken, Afghanen und Arabern kaputt machen lassen. [Wobei ich an dieser Stelle bekennen muß, die wenigsten Asylbewerber haben 1t Drogen dabei, wenn sie innerhalb von Europa hin und her reisen. Die wenigsten Asylbewerber und Migranten haben sowieso etwas mit Drogen am Hut. Sie verkaufen lieber Schafe aus Anatolien Schafen in Deutschland. Dies ist effektiver und vor allem nur ein Betrugsdelikt.]

Nämlich darum geht es: Um die eigene Volkswirtschaft. Die dänische Wirtschaft liegt aber nicht sporadisch am Boden, sondern ist derzeit sehr gesund, den Freihäfen sei Dank. Und nun hat eine rechte Partei, die im Haider-Stil im Land Angst und Schrecken verbreitet, das Gerücht in die Welt gesetzt, über die zweite große Grenze, die Dänemark besitzt, kämen Kriminelle ins Land. Ok, jeder zweite Deutscher ist kriminell, weil er Steuern hinterzieht oder schwarz arbeitet. Aber Deutsche sind ja explizit von den Grenzkontrollen ausgenommen.

Den Dänen geht es um die Turbanträger, die sie so verachten. Wie viele Moscheen gibt es in ganz Dänemark? Nicht einmal halb so viele, wie es bereits in Frankfurt/Main oder Darmstadt gibt. Dies liegt aber am rigiden Baugesetz, welches in Dänemark zur Anwendung kommt. Man würde gerne mehr Moscheen bauen, nur um eine Baugenehmigung zu bekommen, muß ein Imam nun einmal tief in die Tasche greifen. Um überhaupt ein religiöses Fest, wie das Kamel-Schnellbesteigen, durchführen zu können, ist in der dänischen Politik eine ganze Menge Fakelaki notwendig. Und wenn dieses Fakelaki nicht kommt, wird halt nichts aus dem tiefreligiösem Fest zu Ehren Mohammeds.

Dies ist eine Tatsache. In Dänemark muß man für jede Genehmigung bezahlen. Und dies nicht zu knapp. Die Summe richtet sich nicht nur nach der Größe der Party, sondern auch nach der Anzahl der zu erwartenden Besucher. Weil dem so ist, gab es in Dänemark niemals eine Love Parade. Die Kosten hätten das Event schlicht aufgefressen. Da ja nicht nur der Magistrat einer Stadt bezahlt werden will, sondern auch die Stadtwerke, die Stadtreinigung und noch einige andere mehr. Und alle bekommen ihr Fakelaki in der gleichen Höhe. Der Bürgermeister selbst muß noch zusätzlich entlohnt werden, nur richtet sich dessen Tagessatz nach Parteizugehörigkeit.

Dänemark ist nun einmal ein weltoffenes Land. Ungefähr so wie die Schweiz. Man darf zwar alles mit rein bringen, egal ob legal, illegal oder scheißegal, aber man darf sich nicht dabei erwischen lassen. Die Grenzkontrollen dienen also nicht dem Zwecke, Verbrecher abzuschrecken, sondern sollen in der €U ein sehr deutliches Zeichen setzen. Das Fakelaki, daß bereits an der Grenze fällig wird, wenn man beispielsweise polnische Jungfrauen zu einem Puff in die Landeshauptstadt bringen will, richtet sich grundsätzlich nach dem Gewicht der Mädchen. Je magerer umso teuer!

Warum hat also Dänemark die Grenzen dicht gemacht, und kontrolliert, wenn sich doch sowieso nichts ändert? Nur für das eigene Prestige? Nein, dies ist nicht die Antwort. Offiziell geht es ja um Verbrecher. Aber eigentlich möchte die Landesregierung nicht zugeben, daß sie alle Landesbürger für Verbrecher hält, die nur in einem abgesperrten Gebiet ungestört leben können, ohne für Dritte zur Gefahr zu werden. Braune Paranoia hat wenigstens hin und wieder etwas Gutes. Sie offenbart zu oft die wahre Denkweise hinter total unsinnigen Regierungsanweisungen. Und was dies angeht, ist Dänemark wirklich überall …

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