Liebe Leser, heute möchte ich eine Theorie in den Raum stellen, die mir bei genauerer mathematischer Überprüfung der Arbeitslosenzahlen kam. Mir ist klar, daß man dies als Polemik irgendwelcher Art von dritter Seite her darstellen wird, wenn einem der nötige Sinn für das Wesentliche fehlt. Aber unsere Redaktion ist darauf vorbereitet, sich dementsprechender Anfeindungen zu stellen.

Nicht nur angeblich, sondern wirklich hat die Bundesrepublik Deutschland – die ja nach den Aussagen einiger bekannter LINKEn-Politiker nicht einmal zu existieren scheint – horrende Sozialausgaben. Das unter diese Sozialausgaben auch jene gut € 184 Mrd. fallen, die direkt ohne über Los an die Krankenkassen gehen, wird dem wohlmeinenden rechtstickenden Bürger verschwiegen. Der blanke Rest, ungefähr € 84 Mrd., gehen für den Unterhalt der Arbeitslosen selbst im Hartz IV drauf. Die Summe, die die Aufstocker kassieren, liegt demnach bei weniger als € 12 Mrd.

Und jetzt hoffe ich wirklich darauf, daß einige Leser intelligent genug sind, den Artikel bis zu seinem Ende zu verfolgen, um meiner Theorie zu lauschen. Nun, könnte es nicht sein, daß der Staat in Wirklichkeit durch die vielen Arbeitslosen – ungefähr 12 Mio. soll es geben, davon grade einmal 5.3 Mio. Deutsche, der Rest sind Migranten oder migrantiler Herkunft – nicht in Wirklichkeit eine Menge Geld verdient?

Die erste Frage, die sich stellt, ist, woher nimmt der deutsche Staat das Geld, was er auf diese Art und Weise verdient? Natürlich produzieren Arbeitslose nichts, außer Leerzeiten! Und Leerzeiten werden nicht einmal im geringsten Job vergütet. Da der deutsche Staat so fein ist, und Arbeitslose als Billigstarbeitskräfte an Kirche und kommunale Institutionen zu verleihen – und dies ganze dann noch entweder gemeinnützige Arbeit (alter Begriff) oder Bürgerarbeit (neuer Begriff) nennt, kann man davon ausgehen, daß er durchaus etwas dadurch verdient.

Dies mag auf den ersten Blick ein wenig krank klingen, ist es aber nicht. Immerhin werden ja an klerikale Verbände bis zu € 800 pro Arbeitslosen bezahlt, von jenen sieht der in Bürgerarbeit befindliche jedoch nicht mehr als € 275 (positivste Rechnung), von denen er laut Gesetzeslage nur € 150 (als Maximum) behalten darf.

Haben sie jetzt gesehen, wie der deutsche Staat an seinen arbeitslosen Bürgern Geld verdient? Oder haben sie nicht mitgerechnet, sondern lassen nur den Text auf sich wirken? Ok, anders herum. Man kann schlecht behaupten, daß der deutsche Staat an seinen arbeitslosen Bürgern Gewinne einfährt, wenn der Staat für eine Bürgerarbeitsstelle im Schnitt € 800 monatlich hinblättern muß, damit eine klerikale oder sonstwie geartete Organisation den Arbeitslosen überhaupt im Niedrigstlohnjob übernimmt. Wir sprechen hier von Stundenlöhnen, die nach Definition der BA sittenwidrig sind, also sehr weit jenseits der € 3/h-Grenze liegen.

Das Ganze basiert auf einem simplen Rechentrick, den man in meiner Jugend noch als Milchmädchenrechnung verstand. Nach dieser Milchmädchenrechnung wird durchaus Gewinn für den deutschen Staat generiert, den er sogar abschöpfen und seiner eigenen Etatrechnung zuführen kann. Das Problem daran ist nur, daß eine standardisierte Milchmädchenrechnung grundsätzlich nur gegen Null aufgeht. Hat irgendeine Seite einen Überschuß oder Verlust zu verzeichnen, so ist die Rechnung falsch.

Aber genau darum geht es. Der deutsche Staat verdient tatsächlich mit seinen vielen Arbeitslosen Geld. Immerhin gehören dem Staat die Arbeitslosen. Er verwaltet sie über die BA – weist ihnen Kennzahlen zu – und bestimmt darüber, ob jemand eine teure Sanktion erfährt oder nicht! Nun ist es so, daß auch klerikale Verbände, oder sonstige Organisationen, die Bürgerarbeitsstellen anbieten, für jene schon einmal eine gewisse Grundsteuer abführen müssen. Die Kopfsteuer für jeden Arbeitnehmer wird auch für einen in Bürgerarbeit stehenden fällig. Somit schrumpfen die eingenommenen € 800 vom Staat sehr schnell um gut 40%. Vom Rest gehen dann noch einmal die Kröten ab, die der Bürgerarbeiter selbst erhält, und der Rest kann dann als Einnahme verbucht werden. Jener Betrag liegt eindeutig unter dem, was ein klerikaler Verband mit einem bettlägrigen Rentner einnehmen kann. Und zwar netto!

Diese Steuern müssen also im Vorneherein abgezogen werden. Auch wenn der Bürgerarbeiter steuerfrei arbeitet, wird dennoch auf die Einnahmen, die er für den klerikalen Verband oder die städtische Organisation an Lohnersparnis als Gewinn erarbeitet, versteuert. Im Prinzip ist ein solcher Arbeitnehmer für einen Verband oder eine Organisation teurer als eine reguläre Arbeitsstelle, da der deutsche Staat an diesen Arbeitern bedeutend mehr Steuern unter dem Strich einnimmt als bei einer Gewinngenerierung durch eine reguläre Arbeitsstelle.

Die Verzerrung, die sich nun dadurch ergibt, ist gewaltig. Der deutsche Staat gibt also freiwillig € 800 (abzüglich 40% Steuern) an einen klerikalen Verband für die Schaffung einer Bürgerarbeitsstelle, kassiert aber vom dadurch generierten Gewinn den üblichen Steuersatz (nicht selten weitere 45% ab). Somit wird also direkt Geld für den deutschen Staat geschaffen.

Der „angebliche“ Sklave ist gar kein Sklave, sondern nur ein Werkzeug des Staates, um eben auch Gelder bei klerikalen Verbänden oder städtischen Organisationen abgreifen zu können. Hinzu kommt noch, wenn das Einkommen des Bürgerarbeiters über die Zuverdienstrichtlinie des Bundes geht, wird der komplette Überschuß nicht weggestrichen, oder schlicht nicht ausgezahlt, sondern vom deutschen Staat konfisziert – weil ja angeblich gesetzeswidrig. Diese zusätzlichen Einnahmen entstehen wirklich, da einmal erzeugtes Geld nicht einfach im Nirwana verschwinden kann. Dies kann zwar ein Vollpfostenhorst wie Joe Ackermann behaupten, nur wer ihm glaubt, ist meiner Meinung nach selbst Schuld.

Und mit diesen Geldern, die selbst in die Mrd. gehen, kann der deutsche Staat gefahrlos arbeiten. Im normalen jährlichen Bilanzabschluß des Finanzministerium tauchen diese Summen erst gar nicht auf, weil sie direkt in einen Fonds rückfließen, der zur Zahlungsfähigkeit des deutschen Bundesstaates beiträgt. Im Klartext heißt dies: Diese gesamten Bankenrettungsschirme wurden von den Arbeitslosen bezahlt. Und zwar von jenen Arbeitslosen, die über ihre Zuverdienstgrenzen Einnahmen generiert haben, die der deutsche Staat gesetzeskonform abgeschöpft hat.

Eine besondere Gruppe bilden die Aufstocker. Jene stecken in dem Dilemma, daß sie zwar unbegrenzt dazu verdienen dürfen, dafür fallen sie aber unter die volle Steuerungerechtigkeit, die es in diesem Land gibt. Kleinstfamilien bezahlen also quasi die Rettungsschirme mit, solange mindestens ein Familienmitglied auf aufstockendes Hartz IV angewiesen ist. Und dies geschieht schon ab dem ersten T€Uro, den sie kriegen. Da auch bei Aufstockern eine Zuverdienstgrenze eingebaut ist, die den wenigsten jedoch bekannt zu sein scheint. Zwar dürfen sie alles ihres Lohnes/Gehaltes behalten, aber der entstehende Überschuß durch Hartz IV wird vom deutschen Staat durch eine dementsprechende Kürzung wieder hereingeholt. Und dieses so generierte Geld gilt nicht als ausgegeben, sondern wandert ebenfalls in den gleichen Fonds, in den auch jene Überschüsse landen, die Bürgerarbeiter erwirtschaften.

[Ende des 1. Teils.]

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