Im Prinzip habe ich nichts dagegen, wenn man zu ausschweifenden Faschismus bekämpft. Andererseits, wenn die Jäger zu Bluthunden werden, beginne ich mir dann doch ernsthaft Sorgen zu machen. Da sind einmal die Ausländerfreunde, die absolut gegen die Spinner von PRO KÖLN einstehen, und zum anderen PRO KÖLN selbst. Beide Parteien machen sich in dem Konflikt keine Freunde, beweisen aber auch gleichzeitig nicht genug Intelligenz.

Ja, beide Seiten. Nicht nur PRO KÖLN, deren Portokasse nun von einem findigen Antifa entsprechend geplündert wird – ohne sie zu plündern! Begonnen hat der ganze Scheiß schon vor einigen Wochen, als PRO KÖLN verkündete, mit einer groß angelegten Postkartenaktion – bei der die Gruppe das Porto übernimmt – endlich einmal für das gute Deutsche zu werben. Kern der Aktion war eine Umfrage, wie man weiterhin im Großraum Köln mit den ach so schlimmen Türken verfahren sollte. Ob sich PRO KÖLN wirklich an einer Aktion beteiligen sollte, politisch gegen den weiteren Moscheebau und die weitere Integration und Migration von Türken vorzugehen.

Dieses politische Initiative ist nicht das Problem. Das Problem ist, was die Antifa nun daraus gestrickt hat. Ganz besonders ein Facebook-User, der überschlau sein wollte und sich dachte, wische ich doch einmal etwas PRO KÖLN aus. Immerhin mögen die mich nicht, etc pp. Wenn ich mir dann schon ansehe, mit welchen Ausreden der Antifa sein Handeln vor sich selbst rechtfertigt – und auf seinem Profil stehen da wirklich einige wunderbare Stilblüten darüber, stellt sich mir die Frage, ob die Antifa nicht der eigentliche Feind der Migranten in diesem Land ist.

Eigentlich sollte sich diese Frage gar nicht stellen. Sie tut es aber dennoch, wenn man bedenkt, mit welcher politischen Intention besagter Facebook-User an die Sache heran geht. Ihm geht es in erster Hinsicht um die eigene Beweihräucherung – wie meistens in solchen Fällen – aber das er mit seiner Aktion den islamischen Gemeinden im Großraum Köln entscheidet schadet, kriegt der gute Mann wohl auch nicht gebacken?

Ich bin der Meinung, daß sich die Moslems im Großraum Köln bisher immer ganz gut selbst haben verteidigen können. Und nun kommt ein weißer Papparsch daher und tut so, als wisse er alles besser. Dem Manne dürfte wohl nicht bekannt sein, daß er, in dem er offen dazu aufruft, daß PRO KÖLN nun mit Postkarten überschwemmt wird, er der Aktion dieses braunen Haufens mehr Gefallen tut, als hätte er sie in einem seiner Notizen nur beiläufig erwähnt und dazu aufgerufen, keinerlei Postkarte abzuschicken.

Den politischen Gegner wirtschaftlich ausbluten zu lassen, ist sowieso eine Taktik in der Guerillakriegsführung, die nicht gutzuheißen ist. Aber wem erkläre ich das. Dieses Blog ist in erster Hinsicht für die Vernünftigen geschrieben, nicht für jene Idioten, die sich einbilden, etwas Besseres als der Rest zu sein. [Und in dieser Hinsicht haben wir selbst hier in der Kreisstadt öfters Probleme. Da Idioten nicht nur im braunen Lager anzutreffen sind. Solche Leute machen den Kampf gegen den extremistischen gewaltbereiten Islam genauso unmöglich, wie den Kampf gegen solche PRO-Organisationen wie PRO KÖLN.] Zudem ist das finanzielle Ausbluten eine rein kapitalistische Taktik, sollte sich also mit den eigenen sozial-kommunistischen Ansichten nicht vereinbaren lassen. Doch nicht jeder, der die braune Brut bekämpft, ist von Natur aus rot. Meistens ist derjenige noch brauner.

Womit wir endgültig bei der Überschrift angekommen sind. Wenn dunkelbraun hellbraun bekämpft, wird die Sache bereits spaßig, wenn beide Seiten dann schon nicht bereit sind, zu einem Kompromiß zu kommen, wird es ironisch. Wenn sich dann auch noch beide Seiten vehement und fortgesetzt bekämpfen, wird es schlicht nur noch dumm. Es ist hier, in diesem besonderen Falle, nun keine absolute Vorverurteilung von antifaschistischen Aktionen. Viele davon haben Sinn und Zweck und werden von der Blog-Redaktion auch aktiv unterstützt – nur wenn wir von einer Postkartenaktion von PRO KÖLN lesen und das ein Antifa dazu aufruft, möglichst viele unsinnige Postkarten dann an die PRO KÖLN-Zentrale zu schicken, stellt sich mir die Frage nach dem Geisteszustand desjenigen, der dies initiiert hat.

Ok, er schwächt und vernichtet vielleicht das finanzielle Polster von PRO KÖLN. Aber was weiter? Bei Umfragen – vor allem bei offenen Umfragen, wie sie alle Nase lang in der Innenstadt von Frankfurt/Main statt finden – ist es weniger wichtig, welche Antwort gegeben wird, sondern daß überhaupt eine Antwort erfolgt. Wenn da also 60 Mio. Postkarten bei PRO KÖLN hereinflattern, weil so viele Facebook-User dieser Aktion folgen, mag dies vernichtend für die Finanzlage der braunen Brut sein. Andererseits kann man aus den eintreffenden Postkarten mehr als genug herauslesen und findet dadurch vielleicht sogar einen neuen Sponsor für die eigenen braunen Ideen und Ideologien!

Genau dies ist es, warum mich solche Aktionen am Verstand des Aktionsinitiators zweifeln lassen. Nehmen wir einmal an, es kämen nur 6 Mio Postkarten an. Bei einem Preis von € 0,45 reißt dies schon eine gewaltige Lücke in die Portokasse und die DEUTSCHE POST sähe sich vielleicht sogar gezwungen, eine Kontopfändung durchführen zu lassen. Wenn aber PRO KÖLN diese Postkarten entsprechend auswertet, erhält sie vielleicht die Antwort, nach der die braune Gruppe gesucht hat. Wenn diese dann veröffentlicht wird, kann dies vernichtender für die Antifa sein, als sie es sich wünschen kann.

Wie gesagt: Man reißt keine Feuerschneise, wenn man keinen Plan B in der Tasche hat. Besagter Facebook-User hat PRO KÖLN einen riesigen Gefallen getan. Die braune Denkweise wird dadurch noch bekannter, noch mehr in die Gesellschaft integriert. Die bessere Idee wäre es gewesen, er hätte diese Postkartenaktion von PRO KÖLN totgeschwiegen und nicht weiter darauf reagiert, sondern nur einmal kurz darauf hingewiesen und klar gestellt, wie bescheuert die Idee im Grunde ist.

So jedoch wird wieder einmal die Antifa zum Handlanger des Faschismus. Das hatten wir schon mehrmals hier in diesem Land. Das erste Mal als der antifaschistische Widerstand direkt aus der Hitlerjugend hervor ging. Was hat denn die „Weiße Rose“ denn vollbracht? Ich meine, außer das ihre 15 Mitglieder standrechtlich hingerichtet wurden? Und das zweite Mal, als die RAF Aufträge des BND begann durchzuführen und Alfred Heerhausen in Frankfurt/Main ermordete? Leute, denkt nach! Erneut wird die Antifa zum Werkzeug des Faschismus.

Und ernsthaft, Jungs. Seid ihr wirklich so blöde? Braucht ihr echt noch einmal eine Nachschulung in Kenntnis über die Feindpropaganda? Ich meine, wenn sogar ein Blogautor von der Busenfreundin eines aSPD-Mitgliedes bedroht werden kann, weil er besagtes aSPD-Mitglied öffentlich als Braunhemd geoutet hat, läuft etwas in diesem Land verkehrt. Ich meine, wenn ein Blogautor ungestraft bedroht werden kann, ohne das auch nur eine einzige Reaktion erfolgt, läuft doch eindeutig etwas verkehrt! [Und mir sind einige Blogautoren bekannt, die seitdem nicht mehr über die aSPD in ihren Blogs schreiben, weil sie Angst davor haben, daß diese Leute auch noch Brandanschläge auf ihre Häuser durchziehen.] Übrigens war es nicht die erste Drohung dieser Art. Jedoch liegen die entsprechenden Beweise bereits bei der Polizei vor, die wieder einmal die Augen vor der Wahrheit verschließt – und nichts unternimmt.

Aber dies nur am Rande. Wenn man also Feuer versucht mit Feuer zu bekämpfen, begibt man sich auf das gleiche dümmliche Niveau seines Gegners herab. Mehr hat dieser Antifa nicht bewiesen. Jedoch hat er eindeutig bewiesen, daß es ihm ebenso an Intelligenz mangelt, wie den Menschen, die er öffentlich bekämpft. Manche Aktionen sollte man eben jenen überlassen, die so etwas richtig zu Fall bringen können. Und es nicht selbst tun, und damit dem Faschismus wieder Vorschub leisten.

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