Von den vielen Versagerparteien dieses Land darf man nicht zuviel erwarten. Mit manchen Themen sind einige Parteien in diesem Land chronisch überfordert. Und schaut man sich einmal die Armutspartei dieses Landes, genannt DIE LINKE, näher an, erkennt man schnell, daß Nationalismus nicht unbedingt deren Thema ist. Eher ist es so, daß ein Antideutschentum in dieser Partei an der Tagesordnung ist, daß einem schon das Kotzen kommt.

Warum ich so hart mit der LINKEn ins Gericht gehe? Nicht, daß sich dieses als links verstehende Blog seit Neuestem auf das LINKEn-Bashing verlegt hat. Dies ist absolut nicht unsere Intention. Nur als ehemaliges Parteimitglied sind mir einige Kontroversen in der Partei mehr als negativ aufgestoßen. Zu einigen anderen Geschehnissen bekam ich Infos und Input aus Parteikreisen selbst. Und selbst dort ist man mit diesem Antideutschentum absolut nicht einverstanden.

Jenes Antideutschentum äußert sich nicht nur darin, daß man effektiv nichts gegen die im Land grasierende Armut unternehmen möchte – ohne Armut keine Wähler, so die Prämisse, die von der Parteiführung (demnächst unter Dietmar Bartsch) ausgegeben wurde – sondern, daß man gleichzeitig auch noch intern dafür stimmt, deutsche Steuergelder Griechenland in den Rachen zu schmeißen, wo doch diese Kohle zur Armenabschaffung im eigenen Land eher gebraucht würden.

Fakt ist: Griechenland ist an seiner aktuellen Wirtschafts- und Finanzsituation nicht selbst voll schuldig zu sprechen. Hier hängen solche Banken wie die DEUTSCHE BANK genauso tief drin, wie es einige andere Banken in diesem feinen, sauberen Land auch tun. Aber nicht nur deutsche Banken hängen da sehr tief drin, sondern auch italienische, schweizer und luxemburger.

Doch von der deutschen LINKEn wird dies vollständig ignoriert. Immerhin sind in deren Augen nicht die Banken die Bösen, sondern nur die Politik. Und weil man eben selbst solche Politik auf scheindemokratischer Plattform betreiben möchte, ist man eben für eine umfassende Griechenlandhilfe, obwohl man weiß, daß diese Gelder dem Land Griechenland mehr schaden, als würden sie hier in Deutschland zugunsten der deutschen Armutsbekämpfung eingesetzt.

Interessiert dies aber jemanden? Mitnichten. Dies spielt in diesem Land, von LINKEr Warte aus, absolut keine Rolle. Die Armut im eigenen Land wird gebraucht, um Wählerschichten zu haben, die einen wählen gehen, weil man ja die einzige Alternative zu den restlichen Parteien darstellt. Deshalb unterstützt DIE LINKE auch kategorisch den Regierungskurs mit Stützungsgeldern Griechenland bei der Teilentschuldung zu helfen, damit Griechenland hinterher als Nation genauso beschissen dran ist, wie der Rest von Europa, der bereits unter einer fatalen Armut leidet.

Ich wette, käme DIE LINKE politisch in diesem Land an die Macht, würden direkt wieder Vernichtungslager gebaut, um die Armen wegzuschaffen. Dies hatten wir schon einmal. Warum die Armut im eigenen Land primär bekämpfen? Klar, dies wäre ein nationalistischer Gedanke. Aber – wäre dies ein schlechter Gedanke? Warum ist ein armer Grieche doppelt so wichtig als ein deutscher Armer? Weil es, rein faktisch, keine deutsche Armut gibt. Der Deutsche hat immer noch mehr als ein Armer von der Elfenbeinküste. Also geht es ihm nicht schlecht, weil er ja aus eigenem Versagen heraus prekär wurde. Und nicht, weil die Umstände nun einmal so sind, wie sie sind. [Dies ist nicht meine Denkweise, sondern die sehr vieler LINKEr, wie ich in der letzten Zeit immer häufiger beobachten durfte. Gleichzeitig wird aber neoliberale Denke von Seitens der Parteiführung bestritten.]

Das Problem an einer effektiven Griechenlandhilfe liegt darin, daß es keine Hilfe ist, ein Land zu genauso asozialen Sparmaßnahmen zu zwingen, wie sie bereits in Deutschland Gang und Gäbe sind, nur damit hier einige reiche Hanseln den Hals nicht voll genug kriegen können. Im Gegensatz zu vielen links eingestellten Personen habe ich nichts gegen Reichtum. Ich finde nur, er gehört gerecht verteilt. Nur bei der LINKEn scheint dieser Gedanke bis heute noch nicht angekommen zu sein. Zuviele LINKE sind Karrieristen, die ihre politische Karriere damit begründet, daß doch Arme eine Lobby brauchen.

In vielen Fällen mag dies zutreffen. Nur welchen Sinn und Zweck hat es, wenn gescheiterte Ausländeranwälte bei der LINKEn aktiv werden, und dennoch nichts gegen die Abschiebepraxis in Hessen unternehmen? Ja, sich nicht einmal getrauen, den eigenen Landtagsabgeordneten dementsprechend anzuschubsen, damit sich etwas auf diesem Gebiet verändert? Hier geschieht, so zynisch dies nun klingen mag, gar nichts.

Und dann bildet sich DIE LINKE allen Ernstes ein, sie sei eine Partei für die Armen, Abgehängten, Prekären in diesem Land! Aber Hallo! Da habe ich selbst Erzkonservative erlebt, die bedeutend humaner mit Menschen umgesprungen sind. Das man es innerhalb der Partei DIE LINKE nicht gerne sieht, wenn das aktuelle Parteiprogramm von einem nichtssagenden Blog wie unserem hier zerfetzt wird (und wir tun uns immer noch schwer damit, in diesem Parteiprogramm auch nur eine Lobby-Äußerung für die Armen in diesem Land zu finden), gilt man gleich als ganz extremer Kommunist [der Artikelautor wurde jetzt schon mehrfach in dieser Form von dummen linken Landtagsmitgliedern aus anderen Bundesländern so betitelt], oder noch schlimmer als feiges Kapitalistenschwein betitelt. [Wohlgemerkt, beide Beschimpfungen folgten aufgrund eines einzigen – des gleichen – Artikels.]

Wenn nun also LINKE sich zugunsten einer Griechenlandhilfe aussprechen, die das Land eher zerstören, anstatt das Problem zu lösen, sollte man sich bereits Sorgen machen. Eine Griechenlandhilfe, egal wie sie geartet ist, kann nicht funktionieren, wenn dabei erneut mehrere Mrd. deutscher Steuergelder in einem Abfluß ohne Boden verschwinden. Ist dies aber wichtig? Oder ist nicht eher die Selbstdarstellung einer Partei, deren Grundstruktur inzwischen genauso braun geartet ist wie die der PIRATENPARTEI?

Womit wir wieder beim Eingangsproblem wären! Ein wenig nationalistisches Denken schadet manchmal wirklich nicht. Wenn man nur das Beste für dieses Land im Kopf hat, sollte man sich um die hiesigen Armen kümmern und auf einen generellen Schuldenschnitt für Griechenland dingen. Nur dazu fehlt es nicht an Mut, sondern an Verstand in der Partei DIE LINKE. Dort ist man nicht bereit, dementsprechend weit zu denken und die Forderung aufzustellen: Gebt die angestrebten € 250 Mrd. den deutschen Armen, damit die Armut in diesem Land besser abgemildert wird und ein menschenwürdiges Leben hier wieder möglich wird. Nur ein solcher Gedanke wird von den braunen neoliberalen Dummschwätzern in der Partei kategorisch abgelehnt. Mehrere Versuche, den Gedanken einmal in linke Köpfe zu kriegen, endeten für den Artikelautor damit, daß es mehrere Beschwerden bei der Administration von Facebook wider meine Person gab, mit der ironisch klingenden Begründung, daß ich selbst ein Braunhemd sei und deshalb nichts auf der sozialen Plattform verloren hätte. Allen Ernstes jetzt. [Mir sind übrigens auch die Namen der betreffenden Personen aus der linken Partei bekannt – und ich sehe von einer Anzeige ab, weil hier gleichzeitig ein Selbstouting statt fand, welches ich nicht besser hätte inszenieren können.]

Wenn man wirklich ernsthaft Griechenland helfen möchte, gibt es andere Methoden. Ich fand es schon in den 70er Jahren lachhaft, wenn eine meiner Tanten immer Care-Pakete nach Ostdeutschland (damals noch DDR) schickte, damit es den Leuten dort drüben besser ginge. Lustigerweise war der Kontakt meiner Tante selbst Mitglied in der NVA, deshalb durfte er den Inhalt seiner Pakete behalten. Von anderen Paketempfängern weiß ich, daß zumeist mehr als die Hälfte der mitgeschickten Waren und zumeist auch das Manifest (Paketsinhaltsangabe) fehlte, damit man nicht nachweisen konnte, was denn nun genau fehlte.

Ich bin zwar nicht für Care-Pakete für Griechenland, dann schon eher für einen radikalen Schuldenschnitt und der Festsetzung jener Bankdirektoren, die den ganzen Scheiß in Griechenland angezettelt haben. [Hierbei dürfte dann wohl eher der komplette Vorstand der DEUTSCHEN BANK dran glauben müssen.] Und diese Bank war es nach unseren Recherchen nicht allein. Übrigens spukt da im Hintergrund noch ein bundesdeutscher Kredit in Höhe von € 65 Mrd. herum, der ebenfalls nicht von der griechischen Regierung erfüllt werden konnte. Weshalb die Bundesregierung durchaus ein Interesse daran hat, Griechenland nun absolut zahlungsunfähig zu halten, damit man pfänden kann. [Auch dies ist nach internationalem Wirtschaftsrecht möglich. Ein Staat kann also bei einem anderen pfänden lassen, sofern die Grundauflagen des Wechsels nicht erfüllt werden.] Es geht hier nicht nur einfach um die Akropolis. Hier stehen weitreichendere Interessen dahinter.

Und DIE LINKE unterstützt dieses asoziale Verhalten auch noch, weil sie erlaubt, daß die Bundesregierung nun weitere Steuergelder in griechische Rachen schmeißt, wo doch ein Schuldenerlaß, ein Schuldenschnitt, bedeutend billiger käme. (Und dann der € 65 Mrd.-Kredit der Bundesregierung abgelöst werden könnte. Mit Zinsen versteht sich.) Dies ist aber nicht erwünscht. Nun stellt sich nur noch eine einzige intelligente Frage, mit der ich unsere Leser nun zurück lasse: Warum macht DIE LINKE bei einem solchen Scheiß mit, unterstüzt ihn sogar aktiv? Und warum gibt es nur 3 linke Bundestagsabgeordnete (nein, nicht Andrej Hunko), die sich offen gegen diese Politik gestellt haben?

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2 Kommentare on Griechenlandhilfe – von links!

  1. NannyOgg07 sagt:

    Ich finde die Gedankengänge schwer nachvollziehbar, was genau ist denn nun das Thema? Geht es nun um Antideutsche, Nationalismus, Griechenlandhilfe (die keine ist, da bin ich tatsächlich bei Dir)…?
    Aber vermutlich hab ich nicht aufmerksam genug gelesen.
    Zum Abstimmungsverhalten: http://www.tagesspiegel.de/pol.....396-2.html
    Die Linke beabsichtigt das Hilfspaket abzulehnen aus den von Dir genannten Gründen (dieses Hilfspaket hilft nicht der Bevölkerung sondern den banken die dieser die Kredite gewährt hat).
    Ich empfehle das Abstimmungsverhalten auf Abgeordnetenwatch zu prüfen…
    Achja, die LInke ist keine Kaderpartei, jeder Abgeordnete darf (im Rahmen bestimmter Grundsätze/Programmatik)frei entscheiden wie er/sie abstimmt!

  2. Andreas E. sagt:

    Hallo, Nanny,

    lange nix mehr voneinander gelesen ^^

    Das Thema wird im Insgesamtzusammenhang beleuchtet, nicht nur von rein linker Warte aus. Und es liegen genug Beweise vor, daß es genau wie beschrieben abläuft. Die Hate-Angriffe von linker Seite auf dieses Blog haben seit der Veröffentlichung des Artikels sprunghaft zugenommen!

    Nun, die rechte Plattform abgeordnetenwatch lehnen wir hier aus Prinzip ab. Wir wissen, wer die Geldgeber im Hintergrund sind, und auch, daß dort nicht ehrlich korrespondiert, geschweige denn berichtet wird.

    Ja, wie du beschreibst, so steht es in den Parteirichtlinien der LINKEn. Daß sich daran auch gehalten wird, steht auf einem völlig anderem Papier. Aus unseren Quellen wissen wir jedenfalls, daß DIE LINKE bei dem Thema bereits umgekippt ist – dem aktuellen Führungskampf durch Bartsch geschuldet. Immerhin möchten die meisten neoliberalen Säcke in der Partei jenen als Parteichef, um koalitionsfähig zu werden.

    mfg