Frankreich steht an der schlimmsten Belastungsgrenze, die eine Demokratie aushalten kann: Es gab ein angeblich islamistisch geprägtes Attentat in Toulouse auf eine jüdische Schule, bei dem merkwürdigerweise nur vier jüdische Schüler und drei Passanten zu Tode kamen. Also nur insgesamt sieben Tote, obwohl die Schule mit über vierhundert Schülern prall gefüllt gewesen ist.

Zufall? Idiotie? Islamistischer Terror?

Mitnichten.

Wer diese Propagandaaussagen glaubt, wird vergangene Nacht auch der internationalen Presse abnehmen, daß der irre Amokläufer nun endlich in seinem Haus in Toulouse gestellt und abgeknallt wurde. Vergessen wird bei solchen Horrorgeschichten immer wieder, daß einiges nicht immer so ist, wie es scheint. Und das Propaganda mittlerweile die beste Waffe gegen die Intelligenz des eigenen Volkes ist.

Und nein, dies denke ich mir beileibe nicht aus. Schon George Orwell stellte während des zweiten Weltkrieges lakonisch in seiner Dystopie „1984“ fest, daß gute Propaganda daran zu erkennen ist, daß jedes zweite Wort faktisch eine Lüge darstellt. Winston Smith mußte dies am eigenen Leib erfahren.

Nur geht es diesmal in Frankreich nicht um eine Orwell’sche Tatsache, sondern um einen Umstand, der mir von Anfang an merkwürdig vorkam. Da hat ein irrer Islamist – oder auch nicht, zwischendrin wurde von einem französischen Militärangehörigen gefaselt, der Amok gelaufen sei – vor einer Marseiller Schule die Möglichkeit, nicht nur sich in den Himmel voller Gnaden zu schießen, sondern auch noch gut vierhundert jüdische Schüler. Was macht er stattdessen? Er legt drei Lehrer um – die wegen ihrer humanistischen Denkweise in Marseille nicht sonderlich beliebt gewesen sind – und noch vier Schüler, die zufällig aus der Schule kamen.

Mit was haben wir es also zu tun? Folge ich hier meinem Spürsinn – und der Vorwurf, daß es sich um eine Verschwörungstheorie handelt, kam bereits an anderer Stelle – so werde ich den Verdacht nicht los, daß diese ganze Geschichte abgekartet ist.

Gerade herrscht in Frankreich Präsidentschaftswahl. Und sowohl der Aushilfsfaschist Sarkozy, als auch sein Gegenspieler LePen, wollen ganz nach oben hinaus. LePen wäre für Frankreich nicht sonderlich schlimm, die Bannmeile um die Ballieus würde nur um einen weiteren Meter erhöht werden, ansonsten blieb alles beim Alten. Bliebe aber Sarkozy Präsident Frankreichs, könnte sich das deutsch-französische Verhältnis noch so weit verbessern, daß wir mit einem Mal Ghananesen und sonstige Frankoafrikaner wieder nach Frankreich ausliefern. Ein Programm, an dem die saarländische aSPD bereits beteiligt ist, quasi schon grenzübergreifend daran mitarbeitet. Immerhin leidet das saarländische Sozialsystem an gerade einmal 11.450 Ghananesen, die alle französischer Herkunft sind.

Doch kehren wir nach Frankreich zurück. Auch dort ist die Lage angespannt. Frankreich muß sich nun zwischen einer mittelrechten und einer rechten Politik entscheiden. Es geht darum, ob das geliebte Frankreich offiziell den Rechtsruck vollführt, den bereits Deutschland hinter sich hat, oder ob es noch ein wenig mittelrechts zivilisiert bleibt, um später dann beim militärischen Run auf deutsche Besitztümer mitzumischen.

Kriege werden heute nicht mehr auf den Schlachtfeldern entschieden, sondern an Diplomatentischen. Und rein faktisch befindet sich das Frankreich unter Sarkozy mit allen anderen Nationen im Krieg. Natürlich hat Sarkozy zugestimmt, daß es einen europäischen Rettungsfonds gibt. Nur so kann er mit deutschen Steuergeldern französische Banken vor der Pleite retten. Französische Banken haben übrigens nicht, wie einige deutsche Banken, dem Schuldenschnitt in Grieechenland zugestimmt.

Der politische Druck in Frankreich ist ein besonders hoher, weil dort die faschistischen und rassistischen Kräfte deutlich mehr Macht besitzen als im lahmen Deutschland. Wenn nun also der Attentäter nur noch tot von der Polizei geborgen werden kann, so kann man davon ausgehen, daß es sich um ein False Flagg-Manöver handelt. Bisher gab es ja in diesem Teil Europas – trotz mehrfacher amerikanischer Warnungen – keinen einzigen Terroranschlag (jenen in der londoner UBahn kann man nicht zählen, da ja inzwischen bekannt ist, daß das britische Innenministerium die Übung zu Terrorzwecken nutzte.) Aber egal, Frankreich wird Sarkozy behalten. Gegenüber von LePen und anderen Spinnern ist er eindeutig das kleinere Übel.

Der deutliche Rechtsruck in Deutschland, der durch die Wahl eines Gauck bestätigt wurde, kommentierten übrigens die Franzosen mit keiner Zeile. Dort ist man schon darauf vorbereitet, alles rechts des Rheins mit schweren Atombomben zuzupflastern, damit von einem Deutschen Reich niemals mehr eine Gefahr für Europa ausgehen kann. Ironischerweise wären es aber solche Rechten wie LePen selbst, die solche Bomben dann werfen würden. Die internationale Rechte  ist sich nämlich in vielen Dingen über gar nichts einig.

Frankreich steht nun vor dem Problem, den Bürgern zu erklären, warum der Terrorist getötet werden mußte. Die Ausreden, die nun folgen werden, werden später historisch wichtig werden, weil sie aufzeigen, wie verkommen unsere modernen politischen Systeme sind, die sich offen Demokratie zu nennen belieben.

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