Manchmal geschehen Dinge, von denen man gar nicht denkt, daß sie überhaupt passieren können. Vor allem nicht in einem Land, welches von sich behauptet, eine Demokratie zu sein. Die Aussage einiger linker und auch rechter Blogs, daß unser Land längst eine Diktatur sei, muß insofern widersprochen werden, weil in einer Diktatur niemand laut aussprechen dürfe, daß es auch eine sei. [Soviel nur hierzu, aber dieses Unterthema wird im Insgesamtzusammenhang noch ein paar Mal berührt werden.]

Jetzt ist es aber so, daß verschiedene Städte mit der Existenz der Hartzer ein ähnliches Problem hatten, wie einst die Regierenden mit den Juden. Es gibt einfach zuviele! Und dabei ist wurscht, ob es sich um einfache Aufstocker oder Arbeitsunfähige handelt, die zu Umerziehungsmaßnahmen in Ausbildungsmaßnahmen gestopft werden. Das hierbei die Kirche unter anderem nicht schlecht verdient, darauf muß nicht extra hingewiesen werden.

Beim Grundbesitz jedoch hört der Spaß auf. In der lüneburger Heide hat sich jetzt etwas wirklich spaßiges zugetragen. Zumindest ist es weniger spaßig für die Hausbesitzer der betroffenen Landkreise, als auch nicht für die betroffenen Hartzer. Die JobCenter haben ihre Schutzbefohlenen aufgefordert, aus den teuren Wohnlagen auszuziehen (wegen im Schnitt € 130 Mehrkosten bei den Mietnebenkosten), und möchte nun die Aufstocker und sonstigen Arbeitslosen dazu zwingen, in billigere Landkreise, Ortschaften und Liegenschaften umzuziehen. Dummerweise ist die eigene Wohnungsverwaltungsgesellschaft Hauptvermieter dieser Betroffenen und sieht sich außer Stande, die Wohnungen günstiger anzubieten.

Zufall? Ein Anfall von Schwarzem Humor? Absolut nicht! Diese Drohung ist Ernst gemeint. Todernst. Sollten die Betroffenen der Umzugsaufforderung nicht innerhalb von 12 Monaten Folge leisten, wurden bereits krasse Sanktionen angedroht. Nun sollte man wissen, daß nicht nur in der lüneburger Heide die größeren Städte und Gemeinde zum Sparen aufgefordert sind. Es geht hier nicht – wie im Ruhrgebiet beispielsweise – darum, finanzielle Fehlausgaben zu kaschieren und dann alles auf den Soli Ost zu schieben, sondern einzig und allein darum, Nötigung zu begehen und dem Arbeitslosen auch noch das Letzte wegzunehmen, was ihnen noch verblieben ist: Ihren Freundeskreis.

Sie stellen sich jetzt bestimmt die Frage, was dies alles mit der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ zu tun hat? Die Antwort liegt auf der Hand, ist so einfach, daß einem davon nur Übel werden kann. Hier geht es nicht um einige Wenige, die zum Umzug gezwungen werden, sondern stellenweise um ganze Ortschaften. Also nicht nur ein oder zwei, oder vielleicht zwanzig Familien. Hier sind über 200 Familien von dieser unmenschlichen Wirtschaftspolitik betroffen.

Der Chef der in Frage kommenden Wohnungsverwaltungsgesellschaft sieht sich außer Stande, die Mieten entsprechend nach unten anzupassen, damit diese Leute ihre Wohnung behalten dürfen. Sein Vorstoß gegenüber dem Rathaus wurde – nach seinen eigenen Worten – eiskalt abgeschmettert und man legte ihm nahe, bei der nächsten Vollversammlung des Verwaltungsrates sein Amt niederzulegen, wenn er nicht bereit ist, die Kreispolitik mitzutragen.

Daß hier an dieser Stelle noch nichts von Seitens der LINKEn passiert ist, liegt daran, daß sie zwar im Stadt- und Kreisrat Stimmrecht besitzt, jedoch wenig Chancen auf Erfolg bestehen. Selbst dann nicht, wenn ein hochrangiger CDU-Politiker an dieser Stelle bereit ist, sich auf die Seite der angeblich so sozial eingestellten Partei zu stellen!

Nun ist es jedoch so, daß dies kein Einzelfall ist. Seitdem die Bundesregierung die Mieten freigegeben hat, so daß jede Gemeinde und Stadt der Landkreise selbst bestimmen kann, was sie noch bereit ist an Miete zu zahlen, ist ein deutlicher Trend zur Entmietung von sogenannten sozial Schwachen und prekär Abgehängten zu beobachten. Und nicht nur in einem Bundesland, sondern bundesweit. In Ostdeutschland hält man sich hier deutlich zurück, aber es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis wieder offizielle „Ghettos“ eingerichtet werden, um all die sozial Benachteiligten aufzufangen und unterzubringen. [Wir erinnern uns: In der Vergangenheit war es so, daß zuerst zur Maßnahme der Ghettoisierung gegriffen wurde, bevor man dann offiziell Umerziehungslager einrichtete, die dann in Vernichtungslager umgebaut wurden. Hier wiederholt sich abermals die Geschichte.] Und dies, obwohl der €Uro seit Wochen stur um die US$ 1,30 pendelt.

Mir kann also keiner erzählen, daß es hier nicht um etwas völlig anderes geht, wenn man Arbeitslose in Randbezirke abdrängt und diese dann vielleicht noch durch eine überborderte, aber dennoch unterbesetzte Polizei dauerbeobachten läßt! Natürlich war von den Parteien hierzu keinerlei Statement zu bekommen, obwohl wir uns ernsthaft darum bemühten. Aus den Kreisen FFM & DA wurde jedoch verlauten gelassen, daß ein solches Verhaltensmuster dort nicht auftreten könnte. [Was so weit auch nicht richtig ist. Da in DA gerade die US-Kaserne endgültig leer geräumt wurde – und man zur Prävention schon einmal das vorhandene Kino- und Theatergebäude abgerissen hat – kann man davon ausgehen, daß auch dort demnächst Umzugsaufforderungen an Aufstocker und Arbeitslose ergehen, sich im Village einzufinden. Es ist nur eine Frage der Zeit, daß dies geschieht.]

Die INSM hat schon mehrfach darauf hingewiesen, daß die Hartz IV-Eckregelsatzempfänger zuviel Geld hätten. man verwies dann auf diese eine berühmte Studie, die nachwies, daß man auch von € 138 gut und gesund leben könnte. [Jedoch nur, wenn eine Tiefkühltruhe mit mindestens 200 ltr. Fassungsvermögen vorhanden ist.] Andererseits untersagt man Hartzern im Allgemeinen den Besitz einer solchen Kühltruhe, um Lebensmittel auf längeren Zeitraum haltbar halten zu können.

Auch hier steckt wieder Wahnsinn mit Methode dahinter. Aber es ist kein Zufall. Wenn nun die Mieten generell bundesweit gesenkt werden, wird die Zahl der unfreiwillig Obdachlosen massiv zunehmen. Diese Menschen läßt man dann auf den Straßen im Winter erfrieren, damit man im darauffolgenden Jahr nur noch ein Armenbegräbnis bezahlen muß, welches auf Dauer billiger kommt, da solche Gräber im Höchstfall auf fünf Jahre angemietet werden. [Und da die Gemeinde von sich selbst mietet, spart sie im Endeffekt eine schöne Stange Geld.]

Man bereitet also faktisch schon einen Massenmord vor, ohne es jedoch wie einen Massenmord aussehen zu lassen. Mieten unter € 300 im Monat sind noch in Ordnung, alles was darüber liegt, wird von den meisten Gemeinden inzwischen nicht mehr, oder nur noch unter Protest getragen. Schuld daran ist jedoch nicht die Freigabe des Mietgesetzes, welches ja auch den Vermieter schützt, sondern nur eine total unfähige wirtschaftsphile Politik, die bereit ist, für den Profit einiger weniger über Leichen zu gehen. Wortwörtlich!

Die INSM arbeitet also massiv daran, dieses Land zu schädigen. Früher oder später sähe sich dann die deutsche Politik gezwungen einen Krieg anzufangen, um somit das Armutsproblem in den Griff zu kriegen. Junge Arbeitslose geben ein wunderbares Kanonenfutter ab. Nur das dieser Krieg kaum mit konventionellen Waffen geführt werden wird. Doch die INSM hat auch bereits dies berücksichtigt, hat sie sich doch schon mit der „Atlantik-Brücke“ so weit in ihrem Vorgehen kurzgeschlossen. [Die entsprechenden Daten sind auf einem INSM-Watchblog einzusehen.]

Dieser Staat hier betreibt eine menschenfeindliche Politik, darüber dürften wohl alle einig sein. Nur wird diese Politik besser, sollte DIE LINKE wirklich zu politischer Macht kommen? Wohl kaum. Wir wiesen hier bereits öfter darauf hin, daß eine Armenpartei nur dann funktioniert, wenn die Armut erhalten bleibt. Man kann also eher davon ausgehen, daß es dann noch schlimmer wird – und dann wahrscheinlich erst die Vernichtungslager aufgebaut werden. Möglich ist hier alles. Keine Partei ist mehr ernsthaft vertrauenswürdig!

Es bleibt also die Frage, was ist zu tun? Bei einem Generalstreik der arbeitenden Bevölkerung werden die Armen auch die ersten Opfer sein, während die Reichen es schlicht aussitzen können. Auch damit ist nicht sonderlich geholfen, wenn sich nicht bald etwas in den Köpfen der Menschen ändert. Nur ob dies jemals geschieht, liegt in unserer eigenen Hand. Also bestimmen auch wir darüber, ob die INSM mit ihren sogenannten „Mietschweinen“ wirklich so weiter machen kann, wie es bisher der Fall war. Es liegt an uns, ob wir diese Zwangsentmietungen auch gefallen lassen, oder ob wir uns nicht endlich friedlich wehren.

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