McAllister stürzte sich selbst. Beziehungsweise er stürzte über das Machtbewußtsein eines gewissen Phillip Röslers. Ist dies schlimm für Niedersachsen? Ist dies schlimm für dieses Land?

Gehen wir nach den Gedankenspielen der konservativrechten Politik, so ist dies ganz, ganz schlimm für dieses Land und noch schlimmer für Herrn McAllister. Das rot-grün und nicht rot-rot-grün demnächst Niedersachsen regiert, sollte man als Glücksfall ansehen. Ein weiterer Glücksfall ist dabei nun auch, daß weder die braunen Piraten, noch die braunen LINKEn in diesem Bundesland noch im Landtag vertreten sind.

DIE LINKE und volksnahe Politik sind sowieso zwei Aussagen, die einander widersprechen. Schlimmer ist jedoch, daß die FDP immer noch da ist. Sie ist da und sie wird noch da bleiben. Obwohl ihr nur ein weiterer Mandatsträger fehlt, damit McAllister wieder die Macht im Bundesland übernehmen kann. Geht man nun nach der bisherigen Verhaltensweise von rot-grün, kann man davon ausgehen, daß die aSPD gar nicht regieren möchte, sondern eine Minderheitenregierung unter McAllister in Niedersachsen einräumt.

Das dumme an der Abwahl von Herrn McAllister ist nun aber leider der Umstand, daß dem guten Manne nur 40 Tage Amtszeit fehlten, damit er sein restliches Leben lang nicht mehr regulär arbeiten hätte gehen müssen. 40 Tage entscheiden über seine Zukunft. Und dies nicht eben im Guten. Immerhin gewannen Dank der Leihstimmen-Kampagne der Bundes-CDU die rot-grünen Parteien das Bundesland zurück, um es noch tiefer in die Bredouille zu bringen.

Aber Macht in den falschen Händen tut eh nix. Zumindest nichts für das Volk, sondern eher für diejenigen, die sowieso keine politische Macht brauchen, sondern diese bereits durch ihre wirtschaftliche Macht besitzen. Nun, da die FDP im niedersächsischen Landtag erhalten bleibt, bedeutet dies auch, daß es weiterhin asoziales Störfeuer im Landtag geben wird. Dies ist zwar gut für McAllister, doch der Mann schmiß komplett hin. Den Oppositionsführer möchte er nicht machen. Er sieht hierin seine Talente vergeudet. Wer so talentfrei wie McAllister ist, kann dies auch gerne von sich behaupten, daß dann seine Talente vergeudet wären.

Noch besser wäre es, wenn er sein gewonnenes Landtagsmandat wirklich zur Verfügung stellt und sich wieder in Richtung Schottland schleicht, von wo ja seine Familie ursprünglich stammt. Schaut man dann auf die Familiengeschichte dieses tatenlosen Ex-Ministerpräsidenten, reibt man sich verwundert die Augen. Seine Familie ist in der dritten Generation in Deutschland heimisch. Doch richtig heimisch war man wohl nie, dafür aber sehr positiv den Nazis gegenüber eingestellt. Die McAllisters waren während der „12 goldenen Jahre“ dieses Landes bekennende Parteibuchbesitzer.

Das nicht ausgefüllte Macht machtlos ist, erkennt man schon daran, daß die FDP bei der CDU um Leihstimmen betteln mußte. Hätte die CDU ihre Karten richtig ausgespielt, wäre sie zwar nicht führende Partei im Bundesland geworden, aber sie hätte nicht so radikal verloren, wie sie es schließlich tat! Daß Mandatsträger grundsätzlich nichts für ihr Bundesland tun, sieht man schon an den hessischen LINKEn. Doch in Niedersachsen war dies noch fataler – vor allem für die machtlose Regierungspartei CDU, die sich in diesem Bundesland mehrfach von den Reichen und Mächtigen hat verarschen lassen. Und dafür vom Wähler die Quittung bekam.

Seien wir doch einmal ehrlich: Wir brauchen kein NPD-, sondern ein CDU-Verbot. Eine Partei, die wirklich nichts gebacken kriegt, darf dieses Land nicht regieren. Niemals. Zumindest in dieser Hinsicht sind NPD und CDU gleich, einmal ganz davon abgesehen, daß alle niedersächsischen V-Leute in der NPD eine lebenslange Mitgliedschaft in der CDU vorweisen können. Allein deshalb kann man das von der CDU gewollte – und total unsinnige – Parteienverbot der NPD nicht befürworten.

Die Propagandapartei CDU hat mit der Niederlage McAllisters gezeigt, daß sie auch nur mit Wasser kocht. Aber mit Brackwasser, wie man es in der Kanalisation findet. Nicht mit dem wirklich gutem Wasser, was aus der Leitung kommt. So war auch die Politik des Herrn McAllisters selbst geartet. Seine Niederlage beweist, daß Politik nichts bringt, wenn man nicht in der Lage ist, einen Landtagswahltermin so zu legen, daß man über die noch fehlenden 40 Tage und so zu einem Auskommen ohne Arbeit kommt.

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2 Kommentare on Macht macht gar nix!

  1. Hansi sagt:

    Ihr Lieben! Würde mich freuen, wenn ihr diese Bahlsen Thema (Krümelmonster, Entführung etc) zum Thema macht. Ich hoffe ihr wisst was ich meine. Weil, die LINKEN in den sozialen Netzwerken,insbesondere Facebook, machen das zum Dauerthema und solidarisieren sich mit dem Kriminellen!

  2. Andreas E. sagt:

    Lieber Hansi,

    an dem Krümelmonster recherchieren wir schon hinterher! Wir haben ja persönlich Diether Dehm im Verdacht der Dieb zu sein. Als Kind hat der ja die Bahlsen-Kekse nie gemocht!

    Aber wir kümmern uns mal ein wenig intensiver darum, da wir mit Kriminellen absolut nichts haben – und uns immer wieder freuen, welche davon in den Reihen DER LINKE zu entdecken.