Wenn ich mir einmal anschaue, was jetzt schon wieder die Spinner von M31 umtreibt – besser bekannt als Blockupy – die in diesem Jahr unbedingt wieder ein Protestcamp eröffnen wollen, bekomme ich das kalte Grausen und das große Kotzen. Prinzipiell habe ich nichts gegen Demonstranten aller Art, doch wenn ich mir die Blockupyier anschaue, stelle ich mir verwundert folgende Frage: Haben die keine feste Wohnung, keinen festen Mietvertrag, daß die mehr als neun Monate im Jahr immer auf öffentlichen Plätzen kampieren müssen? Oder sind sie nur einfach nicht des Schreibens mächtig, und deshalb nicht in der Lage, einen Hartz IV-Antrag entsprechend richtig auszufüllen?

Ich möchte jetzt nicht behaupten, daß alle Blockupyier Menschen sind, die gesellschaftlich ausgegrenzt und abgehängt sind. Nun, nicht alle sind dies. Diese machen nur gerade einmal 1% der Blockupy-Bewegung aus. Die anderen 99% der Blockupyier sind entweder Banker, reiche Kaufleute oder sonstige Mittelschichtler, die bei den Protesten mitmachen, weil sie sich eine Verbesserung ihrer Lage erhoffen. Deshalb stimmt schon einmal nicht die Aussage, daß Blockupy von jenen 99% gemacht ist, die abgehängt seien. Es ist umgekehrt. Und finanziert wird der ganze Sauhaufen in den USA zumindest von der Tea Party-Bewegung, der eine gewisse ehemalige Gouverneurin von Alaska vorsteht. [Miss Palin, oder wie die heißt.]

Fest steht, die neue Machtdemonstration von Blockupy bedeutet nur eines: Der Mittelstand hat immer noch nicht aufgegeben, sich auf Kosten der sozial und gesellschaftlich abgehängten zu bereichern. Nur deshalb marschiert er bei Blockupy und den Antiflughafenlärmdemonstrationen mit. Nicht, weil man sich davon eine Verbesserung der Lage aller verspricht, sondern nur eine Verbesserung für einen Selbst. Blockupy unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht von den politischen Parteien.

Nun ist es aber auch, daß Blockupy eine Menge menschlichen Abfall hinter sich sammelt. Also nicht nur Braune, Grüne, Linke und anderen Zinnober, sondern vornehmlich Menschen, die sich gesellschaftlich abgehängt dünken, deren Monatseinkommen jedoch ein Vielfaches dessen beträgt, was beispielsweise ein Hartzer erhält. Gerade solche Leute, die sich schon jeden Montag im Terminal I des Frankfurter Flughafens der Lächerlichkeit preisgeben, demonstrieren auch hier. Nur für was und warum, scheinen sie selbst nicht so zu wissen.

Dafür gab es im alten Camp den Film „Florian“ und „zeitgeist addentum“ zu gucken, damit die Leute wissen, wo der Feind wirklich sitzt. Und der Feind des nun mal nicht so reichen und wohlhabenden ist nun einmal der Arme. Und den Armen gibt es nur, weil es angeblich einige Superreiche gibt, die in ihrer Gier den Hals nicht voll genug kriegen können und deshalb jeden abzocken, der sich nicht rechtzeitig flüchtet.

Hat Blockupy ein Einsehen mit der ungarischen oder rumänischen Situation? Wird da etwas vom hiesigen Protestcamp aus gegen die dortigen Zustände unternommen? Nein, es wird nur dumm herumgelabert und mal wieder seine bekannten braunen Filmchen gezeigt, damit die Leute wirklich verinnerlichen, wo der Feind ist. Da kann man echt froh sein, daß es bei M31 nicht mit dem Sprengstoff klappte, den man im Odenwald deponiert hatte. Sonst hätten wir in Frankfurt wohl bereits rumänische Zustände!

Daß das Blockupy-Demonstrationsteam nun frech von der Stadt Frankfurt/Main eine Fläche einfordert, wo sie ungestraft campen dürfen, entbehrt auch nicht einer gewissen Logik. Als Blockupyier bekämpfe ich zwar den Staat in jeder seiner Ausbildungen, aber ich bin so höflich, und frage vorher nach einer Lokalie, die ich für meinen Truppenaufmarsch von Verfassungsfeinden nutzen kann. Hier stellt sich mir dann wirklich die Frage, ob die Blockupyier wirklich nur vom rechten, braunen, Rand rekrutiert sind, oder ob deren Intelligenz irgendwann einmal bei ihrem übermäßigen Drogenkonsum auf der Strecke blieb.

Auch für was Blockupy eigentlich einstehen möchte, wird nirgendwo verraten. Das Gewäsch auf ihrer Internetpräsenz, die ja von so vielen Datenkraken wie möglich unterstützt wird, kann man nicht Ernst nehmen. Zudem ich ernsthaft bezweifle, daß irgendeiner der frankfurter Blockupyier jemals Hessel gelesen hat. Seine Schriften geben über die Dekaden hinweg deutlich Bescheid darüber, wie eine bestimmte Gesellschaftsschicht begonnen hat, eine andere als ihren grundlegendensten Feind anzusehen. Und man kann sicher sein, daß die Reichen und Wohlhabenden damit nicht gemeint sind.

Jene 99%, die bei Blockupy aufmarschieren, beschweren sich darüber, von 1% – eben den Arbeitslosen, den Arbeitsunfähigen, den Fremdarbeitern, die hier auf Stütze angewiesen sind – ausgebeutet zu werden. Aber die in ihrem Mietshaus leerstehenden Wohnungen machen sie nicht publik, weil Leerstand gerade in Frankfurt/Main von der aktuellen Besatzung im Römer gefördert wird. Niemand möchte billige Wohnungen vermieten. Wohnungen wollen schon vermietet werden, aber nicht zum Mindestpreis, sondern zum zu kriegenden Höchstpreis. Dafür steht auch Blockupy ein, sonst würden die Freien Wähler nicht mit Ihnen gemeinsame Sache machen.

Der jetzige geplante Aufmarsch von Blockupy diesen Sommer kann man also getrost in die Tonne treten. Diese braunen Spacken haben nicht einmal etwas von der Winter-Lektion gelernt, die ihnen der Stadtrat hat angedeihen lassen. Und niemand möchte, daß braune Idioten wieder einmal einen Stadtteil von Frankfurt verwüsten und verdrecken. Die Kosten der letzten Reinigung beim T€Uro-Zeichen haben diese Spacken ja auch nicht bezahlt, obwohl sie rein technisch dazu verpflichtet gewesen wären. Aber wehe, wenn eine Handvoll Obdachloser auf die gleiche Idee käme. Dann wären die Blockupyier die ersten, die einen Abtransport der systemisch Abgehängten fordern würden.

Man sieht es also: Blockupy hat aus seinen letzten Niederlagen nichts gelernt. Eher im Gegenteil. Fast scheint es so, als würden sie sich, wie ein alter, sturer Hund, lieber in einen fleischlosen Knochen verbeißen, anstatt wirklich etwas an den Zuständen ändern zu wollen. Blockupy ist eindeutig 99% der Idioten in diesem Land, die immer noch nicht begriffen haben, wie Wirtschaft funktioniert. Jedenfalls werden wir den diesjährigen Aufmarsch besser im Auge behalten und regelmäßig davon berichten, sofern sie denn eine Wiese finden, wo sie wieder wild campieren können, und dabei diesmal nicht harmlose Passanten auf der Straße belästigen.

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