[wie nicht sein darf, was nicht sein kann – und dabei die Wahrheit wie üblich auf der Strecke bleibt.]

Wahrheit oder nicht Wahrheit?

Dies ist die große, ganz und gar nicht philosophisch anmutende Frage! Vielmehr stellt sich jene eher, wenn man einmal bedenkt, wieviel Rückhalt Frau Hannemann sowohl bei extrem-rechts, wie auch bei extrem-links, genießt. Ja, heutzutage möchte die gute (schlechte?) Frau gar nicht mehr die gewesen sein, von der doch so viele aus ihrem alten Sozialamt berichten. Und zwar Opfer und Kollegen. Und nicht ganz wenige davon geben zu Protokoll, daß die Versetzung ins JobCenter einst nicht auf eigenem Wunsch geschah, sondern einer Strafversetzung durch den amtierenden Landrat glich, weil eben Frau Hannemann ein kleines Problem mit dem Begriff „Menschenrecht“ besaß! Wohlgemerkt, dies sagen die Gerüchte und die Protokolle derer, die sich getrauten, sich von entsprechendem Fachpersonal interviewen zu lassen. Immerhin hatten sie nach dem Weggang von Frau Hannemann nichts mehr zu befürchten, also keinen Grund mehr überhaupt etwas zu sagen. Doch können wir solchen Aussagen kompromiß- und alternativlos Glauben schenken? Wie wir es beispielsweise bei den Aussagen des AfD taten?

Aber mal ganz ehrlich: Wer glaubt denn schon den Aussagen der Kritiker von Frau Hannemann, wenn diese doch öffentlich in einer deutschen Bildungszeitung bekannt gab, daß sie sich in ihrem angestammten Sozialamt niemals etwas zuschulden kommen ließ, ja dort sogar damals schon für die Menschenrechte ihrer Opfer eingestanden hat. Wohlgemerkt, die Bezeichnung „ihrer Opfer“ ist ihrer eigenen Aussage zu entnehmen. Dummerweise wurde da wohl das eine oder andere Wort bei der Nachsicht des Interviews übersehen oder man begriff den direkten temporären Zusammenhang nicht.

Fest steht für die ganz Doofen: Frau Hannemann ist eine Heilige, der man am besten noch das Bundesverdienstkreuz an den Busen heften sollte und sie möglicherweise demnächst sogar noch als Bundespräsidentschaftskandidatin vorschlagen, weil sie ja doch so viel für Hartzer getan hat. Ja, nur was hat die Frau denn für die Hartzer getan, die sich immer noch als ihre Opfer sehen? Daß sie diese schickanierte, steht außer Frage. Immerhin redete sich Frau Hannemann mit Dienstanweisungen heraus, die sie bis zu einem gewissen Maß auch befolgen mußte. Merkwürdig nur, daß ihre verhängten Sanktionen die gleichen Bürger traf, die sie schon im Sozialamt gängelte und terrorisierte. Von den vielen psychologischen Untersuchungen, die sie in ihrer Zeit im Sozialamt anforderte, schweigen wir besser einmal. Ihre Personalakte – die uns leider nicht in Kopie vorliegt – ist da deutlich beredsamer.

Doch auch dies ist nicht das Problem. Das Problem besteht in dem Umstand, daß selbst die extremistischen Teile unserer Gesellschaft, wurscht ob links oder rechts, total auf die Aussagen von Frau Hannemann abfahren und sie ungeprüft für bare Münze nehmen. Dabei würde es schon ausreichen, wenn man sich einmal in ihrem Sozialamtsbezirk umhört, den sie innehatte, bevor sie ins JobCenter – wie so viele schwarze Schafe der bundesdeutschen Sozialämter – strafversetzt wurde. Natürlich konnte man auch auf eigenen Wunsch in das JobCenter versetzt werden, doch jene Kollegen, die sich dem bis zur Auflösung der regulären Sozialämter verweigerten, waren grundsätzlich die anständigen Kollegen, die es bis heute nicht zulassen, daß ihren Schutzbefohlenen Sanktionen angedroht und durchgeführt werden. [Auch darüber haben wir entsprechendes Beweismaterial, welches wir jedoch nicht online stellen können, ohne bestimmte JobCenterLeiter damit zu outen. Wichtig ist nur, daß wir die Namen jener JobCenterLeiter kennen, die zugunsten ihrer Klienten arbeiten und nicht dagegen. Leider fällt die Liste im bundesdeutschen Vergleich relativ kurz aus.]

Der gewichtige Haken an der Causa Hannemann ist, daß zu viele ihrer Aussagen zu gut klingen, um wahr sein zu können. Auch als kritisches politisches Blog sind wir gezwungen, entsprechende Recherche anzustellen. Und das Ergebnis ist beileibe nicht gut genug und dafür geeignet, Frau Hannemann für das Bundesverdienstkreuz am Bande vorzuschlagen. Als Bundespräsidentin schon, da hat sie genug auf dem Kerbholz, wie ihre letzten drei Amtsvorgänger, sollte wirklich eine Partei auf die Idee kommen, sie zu nominieren. Anscheinend ist eine gewisse Art Skrupellosigkeit für das Amt des Grüßaugust der Nation vonnöten.

Doch das ist nicht das Problem. Für uns hier ist das Problem, daß Frau Hannemann Aussagen gemacht hat, die sie mit keinem Verwaltungsakt in ihrer aktiven Arbeitszeit beim JobCenter belegen kann. Eher im Gegenteil. Es ist mehr als ein Gerücht, daß sie sich mit der Leitung ihres JobCenters nicht wegen ihrer Arbeitverweigerung, oder gar wegen ihres beleidigenden Stils auch Kollegen gegenüber, überwarf, sondern unter Anderem auch deshalb, weil sie es verweigerte, deutliche Befehle zu befolgen. Ihre Art des interdisziplinären Widerstandes würde man beim Militär als Insubordination bezeichnen. So ziemlich das übelste Vergehen, welches man sich als Militärdienstleistender zuschulden kommen lassen kann.

Frau Hannemann wurde unter anderem deshalb suspendiert, weil sie der Anweisung ihres Abteilungsleiter entgegen eine Sanktion gegen einen Hartz-Eckregelsatzbezieher (als Aufstocker) durchsetzte, obwohl von der Leitungsebene deutlich die Anweisung an sie heraus ging, daß diese Person nicht zu sanktionieren sei. Frau Hannemanns Aussage in diesem Fall, daß es sich bei dem Betroffenen um Jemanden aus dem Bekanntenkreis eben jenes Abteilungsleiters gehandelt hat, ist bis heute nicht beweisbar. Genauso in einem anderen Fall, den sie schon in ihrer Zeit beim Sozialamt betreute und sie einem türkischstämmigen Familienvater die Sozialhilfe versagte, wenn er nicht in seinem gemeinnützigen Arbeitsplatz ein wenig mehr Begeisterung und Arbeitseinsatz zeige. Dieser Fall wird noch von dem übertroffen, was sie der Familie dann später als Sachbearbeiterin vom JobCenter aus antat. Wer Details wissen möchte, soll sich bitte an die betroffene Familie wenden. Wir müssen leider – aus Gründen des Datenschutzes – den Namen der betroffenen und so widerrechtlich sanktionierten Familie geheim halten. Es steht aber außer Frage, daß die hier ausgesprochene Sanktion ein deutlicher Verstoß gegen die Menschenrechte war und die Initiative dafür von Frau Hannemann ausging. [Wir konnten die entsprechenden Beweise einsehen, besitzen aber keine Dublikate des Vorfalls.]

Wenn also Frau Hannemann sich gerne als Jeanne D’Arc des deutschen Sozialsystems darstellen möchte, kann sie dies gerne tun. Dagegen haben wir keine Einwände. Jedoch haben wir etwas dagegen, wenn sich Jemand mit fremden Federn schmückt, die wohl eher seinen Arbeitskollegen zustehen, die wegen ihrr arbeitsvermeidenden Praxis nicht nur zusätzliche Mehrarbeit hatten, sondern noch gezwungen waren, ausgesprochene Ungerechtigkeiten wieder rückgängig zu machen. Die Ausrede, daß es nach wie vor Probleme mit dem Berechnungsprogramm des Hartz-Eckregelsatzes gäbe, ist wirklich nur dies: eine Ausrede. Inzwischen ist das Problem datenbanktechnisch gegengeprüft und so weit narrensicher, daß sogar ein geistig behinderter mit dem IQ von 30 Punkten das Programm fehlerfrei bedienen kann. Und dies, ohne sich mehrere Wochen in dieses einarbeiten zu müssen.

Die Causa Hannemann ist in jedem Fall weiterer Beobachtung wert. Gleichzeitig möchte wir die Parteien von links und von rechts darum bitten, sich doch einmal näher mit dem Lebensweg dieser Frau zu beschäftigen und die deutlichen Hinweise auf Unregelmäßigkeiten dann nicht mehr zu übersehen. Es ist mehr als genug vorhanden, man muß nur ein wenig graben, um diese Schätze zu heben. Für uns wird zukünftig Frau Hannemann nur noch dann ein Thema sein, wenn vielleicht ihr lustiges Buch erscheinen wird, welches wir in jedem Fall rezensieren werden. Mal schauen, ob sie beim selbstgeschriebenen Wort näher an der Wahrheit bleibt als vor der Presse. Jedenfalls ist es ein kapitaler Fehler, dieser Frau schon im Voraus den Persilschein auszustellen. Jeder Angestellter beim JobCenter, unabhängig davon, ob er dort im Sinne seiner Kunden handelt oder dagegen, ist als potentieller Gesellschaftsfeind anzusehen. Ich schreibe mit Absicht „potentiell“, da hier immerhin Sozialarbeiter und Sachbearbeiter der Sozialämter gezwungen werden, Dienstaufgaben wahrzunehmen, die entgegen ihrer Dienstauffassungen sein müßten. Jeder Angestellter bei einem JobCenter, der sich nicht vom ersten Tag an bei seinem Vorgesetzten über die Sanktionspraxis und die -handhabung beschwert hat und Eingaben dagegen gemacht hat, ist mit Vorbehalt zu genießen.

In unseren Augen sind solche Menschen generell schuldig zu sprechen. Wir messen nicht, wie die Amerikaner bei der Entnazifizierung, mit zweierlei Maß, sondern beurteilen die Lage, wie sie ist. Die JobCenter gehören abgeschafft und der alte Sozialstaat wieder hergestellt. Zu viele Familien leiden unter vemeidlich korrekt erteilten Sanktionen, obwohl der Sanktionsparagraph §31 von seiner Natur her schon grundgesetz- und völkerrechtswidrig ist. Im Prinzip gäbe dieser §§ den Weltmächten genug Grund, um erneut in dieses Land einzumarschieren und eine Regierung wegen Verstoß gegen die Menschenrechte hinrichten zu lassen. Nur bisher hat sich keiner der Betroffenen getraut, an entsprechender Stelle auch entsprechend Krach zu schlagen. Laut GG Art. 20 Abs. 4 steht auf die Aufhebung eines fairen Sozialstaates in diesem Land nach wie vor die Todesstrafe. Und dies wird sich auch nicht ändern. Ändern wird sich vielleicht am Ende nur, wer sie letztlich vollstreckt. Unsere alliierten Verbündeten oder das putschende, marodierende Volk, welches sich keinerlei Ungerechtigkeit mehr gefallen lassen möchte. Und Frau Hannemann würde dann auch am Galgen landen, wenn man dem Gesetz genüge tun wollte.

Update 19.10.2013:

Inge Hannemann
Statement: Wer sind meine größten Gegner? Leider einige der Betroffenen selbst.

Erneut gehen Lügen über mich herum. Weder habe ich in einem Sozialamt gearbeitet, noch wurde ich strafversetzt, noch habe ich mich einer Anweisung intern widersetzt usw.. Solltet ihr diese Lügen lesen, kann davon ausgegangen werden, dass auch dieser Mensch in einer anderen Welt lebt. Alle Behauptungen können mit Dokumenten durch meine Person widerlegt werden. Das Traurige daran ist, dass genau diese Gegner meinen sich gegen Hartz IV oder für die Menschenwürde einzusetzen.

Mit ihrem Verhalten tun sie jedoch genau das Gegenteil. Sie wollen Menschen zerstören, die tatsächlich aktiv sind und zementieren somit Hartz IV. Rechtliche Schritte sind eingeleitet. Es blieb mir nichts anderes übrig.

Das Wort Kooperation scheint ihnen fremd zu sein. Stattdessen wird pauschaliert, Hass gehegt und gepflegt. Sollte ich aus Sicherheitsgründen meiner eigenen Person oder Familie diese Seite einstellen müssen, werde ich diese Personen namentlich mit entsprechenden Beweisen öffentlich benennen.

Unser Kommentar dazu:

Wir haben mal das entscheidende ihrer Aussage kursiv und fett gesetzt, damit jeder sieht, wer hier die Wahrheit spricht. Für uns als Blogautoren ist es irrelevant, ob die Dokumente, die wir sahen, echt oder falsch waren. Für uns war entscheidend, daß viele dieser Dokumente die Unterschrift von Frau Hannemann trugen und amtliche Schreiben waren. Unsere Redaktion konnte zum größten Teil selbst den Fakten hier nicht folgen. Wenn wir also fälschlicherweise annahmen, daß Frau Hannemann ins JobCenter strafversetzt wurde, so geben wir an dieser Stelle gerne den Fehler zu. Jedoch ändert dies nichts an der jetzigen fatalen Aussage in deren Statement! Wodurch die Verdachtsmomente gegen Frau Hannemann keine solchen mehr sind!

Oder gibt Frau Hannemann hiermit zu, daß sie damals in ihrem BLÖD-Zeitungsinterview gelogen hat? Daß es ihr niemals um Menschlichkeit, Humanität und Menschenrechte ging? So ist diese Aussage zu verstehen! Vor der Anzeige fürchten wir uns nicht, da die Anzeige Uns als Blogautoren nicht betreffen sollte. Läuft sie dennoch hier auf, wird der Anzeigentext hier veröffentlicht und wir werden juristisch gegen den Anzeigenerstatter vorgehen! Denn Rufmord lassen wir uns nicht unterstellen, vorher verlangen wir auch eine Distanzierung von Frau Hannemann von sowohl linker, als auch rechter, Klientel. Und zwar eine eindeutige, nicht eine selbstbelastende, wie jenes Statement weiter oben.

Update 21.10.2013:

Wie uns inzwischen unser Hausjurist mitteilte, hat das Blog nichts zu befürchten! Siehe die einleitenden Sätze des Artikels. Sollte dennoch Anzeige gegen uns erstattet werden, sind wir sogar verpflichtet uns zu wehren, da wir gegen Rufmord dieser Art gegen uns nicht tatenlos zuschauen werden. Deshalb billigen wir an dieser Stelle Frau Hannemann zu, daß sie eine Gegendarstellung bei uns veröffentlichen darf – falls sie sich traut! Wir hoffen deshalb, daß uns bis zum kommenden Wochenende, dem 25.10.2013 eine entsprechende Gegendarstellung zukommt, falls nicht, bleibt dieser Artikel hier von ihr weiter unkommentiert.

Einmal ganz davon abgesehen, daß die Veröffentlichung ihres Statements auf ihrer FB-Seite, anstatt es hier direkt als Gegendarstellung einzureichen, schon ein strategischer und taktischer Fehler war, sollte sie tatsächlich bei den gemachten Vorwürfen unschuldig sein! Darüber haben jedoch weder wir, noch Richter in diesem Land zu befinden, dies muß Frau Hannemann mit sich selbst ausmachen. Jede weitere Drohung, auch auf FB, gegen dieses Blog und seine Autoren, von Seitens Frau Hannemann und ihrer Speichellecker, werden wir ab heute juristisch ahnden.

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