In diesem Land gibt es eine Partei, die unbedingt eine Drogenfreigabe für sogenannte weichen Drogen möchte. Der Unterschied zwischen weichen und harten Drogen ist nicht der Schaden, den sie in einem menschlichen Gehirn anrichten, sondern nur die Preisklasse!

Harte Drogen sind teuer und stellen den größten Teil des Marktes dar. Weiche Drogen sind die billigen Eintiegsbetäubungsmittel, deren Handhabung im sogenannten Betäubungsmittelgesetz geregelt sind. Weiche Drogen sind auch jene Drogen, die überall erhältlich sind. Naja, fast überall!

Drogen sind generell böse. Dies versucht uns der deutsche Staat seit Jahrzehnten zu erzählen. Drogen richten generell Schaden an, auch dies erzählen uns die Krankenkassen beinahe täglich. Doch das die alten Griechen in ihrer besten Zeit schon den Spruch aufbrachten „Die Dosis macht es, ob ein Stoff latent toxisch, oder heilend ist.“ wird viel zu oft vergessen.

Dies soll nun kein Lobgesang auf Drogen jeglicher Art werden. Nun haben wir jedoch noch diese eine Partei in diesem Land, die unbedingt Drogen freigeben lassen möchte. Nicht nur einfache Drogen, wie man sie überall im Garten wachsen lassen kann, sondern auch jene, die sich nur chemisch herstellen lassen. Das Problem an dieser Sache ist nun: Drogen sind generell böse, denn die Dosen, die man heutzutage im freien Handel bekommt, sind bereits an der Grenze zum toxischen. Und dies nicht nur latent.

 Im vergangenem Jahr war dieses Thema eines, welches die Nation bewegte. Inzwischen ist uns aus gut unterrichteter Quelle bekannt geworden, daß sich nicht nur diese eine grüne Partei für die Freigabe der weichen Drogen stark macht, sondern wieder einmal die Ausreißer von rechts, DIE LINKE! Warum sich mit einem Mal zwei Parteien dafür stark machen, daß jegliche weiche Droge quasi im Supermarkt zu kriegen sein soll, ist ein Buch mit acht Siegeln.

Während man jedoch für die Freigabe der sogenannten „weichen“ Drogen kämpft, geht man von Seitens dieser Parteien gegen die bereits erlaubten Drogen vor. In den Augen jener grünen Partei ist ja bereits Fleischgenuß Drogenkonsum. Denn Fleisch ist in deren Augen Drogen. Und Tabak und Alkohol sollen ganz prohibitorisch und fremdbestimmend gleichfalls absolut verboten werden. Was sich an dieser Stelle eher wie ein schlechter Treppenwitz anhört, der auch beim mehrmaligen Erzählen nicht unbedingt besser wird.

Die Definition einer Droge hängt jedoch nicht davon ab, inwieweit sie schädlich für den menschlichen Organismus ist, sondern ist klar über den Grad der Abhängigkeit definiert, den sie erzeugt. Für Vegetarier mag das tägliche Stück Fleisch bereits einem Drogenkonsum nahe kommen. Für den Omnivoren ist jedoch die alltägliche Portion Grünfutter noch lange kein Grund, dessen Verzehr auf den Index setzen zu wollen.

Die Parteien definieren jedoch eine Droge völlig anders, eher so in Richtung Vegetarismus – also Faschismus – tendierend. Und zwar liegt dies einzig und allein daran, daß der Staat zwar auf Fleisch, Alkohol und Tabak Steuern erhebt, jedoch nicht auf den freien illegalen Verkauf irgendwelcher natürlicher oder chemisch hergestellter Drogen. Es dreht sich also alles nur wieder rein rund ums Geld, und den Umstand, daß der Staat mit dem Verkauf illegaler „weicher“ Einstiegsdrogen kein Geld machen kann. Deshalb die Drogenfreigabe, denn dann kann man den Drogenkonsum auch entsprechend besteuern.

Es geht bei dem Thema also nur wieder darum, wie man daraus Kapital für den Staat schlagen kann. Übrigens bei diesen beiden neoliberalen Parteien nicht weiter verwunderlich. Verwunderlicher ist dabei jedoch der Gegenwind, der hier nicht von rückständiger Seite wie den Konservativen kommen, sondern aus der psychosozialen Ecke, wie sie die aSPD vertritt. Laut dieser Gruppe der parteilich organisierten Faschisten würde eine Drogenfreigabe der Arbeitswilligkeit des deutschen Volkes Schaden zufügen. [Halt, diese Sprüche kennen wir doch. Richtig, im Buch MEIN KAMPF eines gewissen A.H. wurde in einem Kapitel genau mit solchen Schlagworten darauf Bezug genommen, übrigens mit der gleichen haarspalterischen Endaussage, daß Drogenkonsum im Arbeitsleben gefährliche Nebenwirkungen haben könnte.] Zwar ist diese endgültige Ausgabe korrekt, jedoch im Kontext des neoliberalen Wertewandels, der ja angeblich in diesem Lande niemals stattgefunden hat, ein wenig verwirrend.

 Drogenfreigabe ist also nur wieder für den deutschen Fiskus gut, genauso wie Alkoholmißbrauch, wie Rauchen und sogar Fleischessen. Würde der deutsche Bürger von einem Tag zum Anderem zum Asketen, ginge unser Staat Pleite! Wahrscheinlich ist dies der Grund, warum das gesamte braune Gesocks des politischen Spektrums so für eine Drogenfreigabe und ein sündenfreies Land einsteht. Denn man darf eines nicht vergessen: Drogenfreigabe ist ein konservatives Gut, denn schon zu Zeiten des oben erwähnten A.H. gab es im Reichstag eine Partei, die für eine Freigabe der damaligen „weichen“ Drogen einstand: Die Zentrumspartei. Aus genau den gleichen neoliberalen wirtschaftlichen Bedenken.

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