Man wirft ja diesem Blog nicht umsonst vor, daß wir es mit der Wahrheit ZU genau nehmen, und selten mit unserer Meinung hinter dem Berg halten. Auch wenn wir es meist eher satyrisch-zynisch sehen und vertreten.

– Admin –

Doch ganz so wild ist die Sache dann doch nicht, wenn wir wieder einmal ein Problem ansprechen möchten, was wohl jeden von uns betrifft. Und zwar den Arbeitsmarkt! Der deutsche Arbeitsmarkt ist derjenige in Europa, der nicht nur am billigsten ist – im Vergleich mit Dritte Welt-Ländern [Daten: Statistisches Bundesamt.] – sondern gleichzeitig auch einer der unfairsten, den es unter Gottes eigener Sonne gibt.

Da gibt es einmal das Problem mit den vielen chronisch Arbeitslosen, die schlichtweg keinen Job mehr finden, weil es einfach keine mehr gibt. Und die wenigen Jobs, die es gibt, sind chronisch unterbezahlt. Doch stört sich daran jemand? Mitnichten.

Stören würde es nur, wenn die Lohnkosten in diesem Land wieder auf ein vernünftiges Maß steigen, die Industrie- und Produktionssteuern wieder anwüchsen, und sich wieder eine faire Verteilungspolitik breit machen würde. Doch hieran haben weder Industrie, noch Gewerkschaften ein sonderliches Interesse. Das Hauptaugenmerk in diesem Land liegt darin, daß wirklich jeder Arbeitsfähige auch einen Job hat – oder zwei oder drei.

Denn man arbeitet nicht mehr, um zu leben, man lebt, um zu arbeiten! In den vergangenen 30 Jahren konnte jeder aufmerksame Beobachter den Niedergang der deutschen Kultur erleben. Dieses Land steht vor einem Untergang seiner Arbeiterkultur. So große Geister wie Goethe und Schiller würden sich in der modernen Arbeitswelt zurecht finden, finden sie doch Zustände vor, die sie aus ihren eigenen Jugendtagen kennen. Denn zu den Zeiten der größten deutschen Philosophen und Literaten gab es keine 40h-Woche, sondern ein knallharter Monat mit einem Minimum von 240 Arbeitsstunden. Wer dies damals nicht leisten konnte, bekam eben den ihm zustehenden Lohn einfach nicht.

Heutzutage läuft es genauso. Wenn man bedenkt, daß  vor 2005 die CDU unbedingt den Kombilohn einführen wollte, dieses Projekt jedoch am Widerstand von FDP (sic!) und aSPD scheiterte, muß man über die heutigen Zustände den Kopf schütteln. Der Kombilohn kam schließlich doch – mithilfe von CDU und FDP in jenem Jahr, als der Vermittlungsausschuß tagte, und dabei erschreckt feststellte, wenn die Originalvorschläge von Herrn Peter Hartz (heutzutage als Vorbestrafter beschimpft) wirklich durchkämen, würde sich der Wohlstand unter dem gesamten Volk verbreiten, und der einfache Bürger wäre wieder besser gestellt.

Solches mußte unbedingt verhindert werden. Also kam es zu einer merkwürdigen Allianz in den Vermittlungsausschüssen. Darunter dann auch den von der FDP eingebrachten Sozialparagraphen §31 des SGB XII, der eine Sanktionierung unter die minimalsten Lebenshaltungskosten ermöglichte. Alle Parteien waren sich im Jahr 2004 erschreckend einig, daß der einfache Arbeiter nicht den gleichen Wohlstand erfahren durfte, den der damals noch existierende Mittelstand sein Eigen nannte. Zudem dieser Mittelstand der Politik gleichzeitig ebenfalls Kopfzerbrechen bereitete, weil jener gleichfalls nach mehr Wohlstand strebte.

Dem mußten Riegel vorgeschoben werden, denn noch waren es die Reichen in diesem Land, die die Politik finanzierten. Nicht der kleine steuerzahlende Bürger. Es mußte also eine Lösung her. Bevor dann Kanzler Schröder abtrat, wurde noch schnell die Riester-Rente durchgewunken, um den Mittelstand in jedem Fall zu verarmen, denn wer keine staatliche Rente mehr zu erwarten hat, muß einen Großteil seiner Einnahmen in eine private Rente stecken. Die Rentenkasse plünderte man nebenher ebenfalls, und erhöhte das erste Mal über Gebühr die eigenen Diäten. [Und wo steht geschrieben, daß ein Angestellter sich selbst den Lohn erhöhen darf? Im normalen Arbeitsrecht jedenfalls nicht. Im Gegenteil, dort steht ein solcher Versuch sogar unter Strafe.]

Dies geriet jedoch ins Hintertreffen, als einige Menschen endlich kapierten, was dieser Ausverkauf der deutschen Kultur bedeutete. Doch zu jenem Zeitpunkt hatten DIE GRÜNEN bereits ihr verbessertes Einwanderungsgesetz ebenfalls durch den Bundestag getrieben, welches erlaubte, Flüchtlinge nach Ablauf von 18 Monaten einzubürgern, sofern sie dann in der Lage wären, die deutsche Sprache zu sprechen. Zudem man es da schon als asozial ansah, einem ehemaligen Flüchtling einen höhen Stundenlohn zu zahlen, als er aus der Heimat gewohnt war. Im gleichen Jahr kam dann auch die Zuwanderungslegende das erste Mal auf.

Deutschland braucht dringend Zuwanderung, plärrten es die Parlamentarier von allen Dächern, ob man es hören wollte, oder nicht. Und man sah als primäres Mittel für die Zuwanderung in erster Hinsicht die Kriegsflüchtlinge an, die für ihre Schleusung nach Deutschland bereits ihr Vermögen verloren hatten. Denn der Flüchtling war für die nachfolgende Politik der nächsten 10 Jahre immens wichtig.

Wie ist nun der deutsche Arbeitsmarkt bestellt? Ungefähr 40% aller deutschen Arbeitnehmer beziehen aufstockendes Hartz nach der Eckregelsatzregelung. Weitere 20% verdienen gerade das Nötigste, um sich noch Miete und Lebensunterhalt für die Familie leisten zu können. Weitere 8% kann man heute noch als Mittelstand bezeichnen, dies ist der kärgliche Rest, der von den 40% Mittelstand übriggeblieben sind, den es einmal in diesem Land gab. 30% der Arbeitnehmerschaft arbeiten entweder als Beamte oder in einer Vorstandfunktion und verdienen ungefähr das fünf- bis zehnfache des noch vorhandenen Mittelstands. Die letzten 2% sind jene Reichen und Superreichen, die sich den deutschen Markt untereinander aufgeteilt haben. Zum Teil mit kriminell anmutenden Geschäftsideen!

Daß eine solche wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Lage automatisch Braunärsche, Nazis und Faschisten auf den Plan ruft, die von der miesen Lage des einfachen Arbeiters profitieren wollen, liegt in der Natur der Sache. Wir haben zwar keine globale Wirtschaftskrise, aber die Politik und die „Lügenpresse“ (allen voran KOPP und PI-News, Honigmann & ASUR) reden den Menschen kontinuierlich ein, daß der einfache Bürger etwas gegen die Flüchtlingsschwemme und gegen die chronische Unterbezahlung für die eigene Arbeit machen kann, wenn man sich nur zu faschistischen Grundprinzipien bekennt und dem faschistischen asozialem Faschismus wieder Denkräume zubilligt. Dabei muß man noch nicht einmal von der Doktrin überzeugt sein. Als Bekenntnis reicht es schon, seine Ernährung auf fleischlos umzustellen, also zum Vegetarier zu werden.

Dieses Land hat ein Problem! Aber es sind weder die Migranten, noch die Flüchtlinge, noch die arbeitsunfähigen Hartzer, sondern die braune Brut, die mit immer offener Propaganda jene Leute auf die Straße ruft, die BLÖD lesen, und deren Lügen für bare Münze nehmen, obwohl BLÖD oftmals nur vom KOPP-Verlag abschreibt. Den Beweis dafür findet man in den vielen antiislamischen Artikeln, die dieses Drecksblatt ständig lanciert.

Wir brauchen in diesem Land wieder den kleinen Arbeiter, der sich gegen die Zustände auflehnt. Allein deshalb ist ein Streik der Piloten und der Lokführer dringend nötig. Die Reaktion des Staates kam auch prompt. Man erließ das Tarifeinheitsgesetz, welches die Existenz von Gewerkschaften qua Gesetz unmöglich macht. Folgt man dem Wortlaut des Gesetzes, so wie es auch die Arbeitsrichter tun werden, so ist es Gewerkschaften -unabhängig von ihrer Größe innerhalb eines Betriebes – verboten, jemals wieder in einem Arbeits- oder Tarifkampf zu streiken. Streikt sie dennoch, kann dies direkt gegen sie verwendet werden, und ein Verbot dieser Gewerkschaft wäre dann ohne weiteres möglich.

An diesem Umstand wird auch Herr Wilhelmys Vorstoß des politischen Streikrechtes nicht mehr sonderlich viel ändern können. Eher im Gegenteil. Käme sein Vorstoß tatsächlich durch, könnte politischer Streik ohne weiteres – eben Dank des Tarifeinheitsgesetzes – als Landesverrat ausgelegt werden. In einem solchen Fall ist das deutsche Militär angewiesen, auf die Demonstranten und Streikenden zu schießen und sie zur Arbeit zu zwingen, also quasi als Streikbrecher in eigener Sache zu fungieren.

Wer das nicht glaubt, sollte sich einmal die letzten zwei Initiativen der Möchtegernkanzlerin Zensursula durchlesen, die sie einbrachte. Denn dort beschreibt sie eindeutig, welche Befugnisse sie als Kriegsministerin in diesem Land haben möchte. Da werden sofort Erinnerungen an die „12 goldenen Jahre“ dieser Nation wach und die Folgen solchen politischen Handelns. Denn zu Zeiten der NSDAP gab es keine Gewerkschaften mehr, die waren alle Verboten oder durch knebelnde Gesetze daran gehindert, überhaupt noch einmal in Ausstand wider das Regime zu treten. Die gleiche Situation haben wir nun auch. Nur im verschlimmerten Maße.

Man muß also nicht zynisch sein, oder satirisch angehaucht sein, um zu erkennen, welche Konsequenz das aktuelle politische Handeln nach sich ziehen wird. Wie im WK2 wird Deutschland im Falle des Kriegsausbruches zwischen dem großen Bruder USA und Rußland wieder als der Schuldige dastehen, wenn gegen eine solche desolate Politik im eigenen Land nichts unternommen wird. Und hier muß die Unternehmung vom einzelnen Bürger selbst ausgehen.

Große Demonstrationen werden hierbei jedoch nichts helfen, sonder die Situation nur jenen Kräften in die Hände treiben, die sowieso schon über Parteien wie CDU, aSPD, LINKE und GRÜNE über uns herrschen und es wohlfein regieren nennen. Dieses Land hat die Vorstufe zur Diktatur bereits überschritten. Nach dem Tarifeinheitsgesetz fehlen im Prinzip nur noch eine Handvoll Gesetze und Mord im Namen des Staates, der Nation, sind wieder an der Tagesordnung.

Nun meine kleine Frage an die hiesigen Leser: Müssen wir uns dies gefallen lassen, oder haben wir nicht etwa doch noch ein Druckmittel in der Hand, um das Abrutschen dieser Nation in den nationalen Faschismus zu verhindern?