Es war einmal ein wunderschönes Land! Und dann fielen die Horden der Arier darüber herein, und verwandelten es in eine öde, triste, faschistische, dumme Einöde.

So könnte man die Geschichte umschreiben, die nur jene „zwölf goldenen Jahre“ betrifft, die von 1933 bis 1945 gingen. Könnte man, wenn man es denn wollte. Aber in diesem wunderschönen Land will dies eigentlich keiner. Denn die Reichsbiobürger, die sich auf dem Vormarsch befinden, halten sich für Adlige. Und tragen dann so schöne Nachnamen wie Przbryla, oder solche stolzen deutschen arische Vornamen wie Luitgard. [Der übrigens nicht aus dem germanischen, sondern aus dem skandinavischen stammt.]

Doch als ob dies nicht genug wäre, bildet sich inzwischen eine ziemlich merkwürdige Querfront heraus. Da sind einmal die aSPDler, die bis heute bestreiten, daß ihre altvorderen Parteimitglieder 1933 wirklich das Wessellied mitgegröhlt haben, und zwar aus tiefster Seele und im Einklang mit ihrem Gewissen. Oder aber jene, die man heute RuStaGs nennt, und deren genauer Status mir nicht absolut geläufig ist. Nur sollte das stimmen, was ich gehört habe, sind die RuStaGs Staatenlose. Also Menschen, die auf deutschem Grund nur geduldet werden, und keinerlei Grundbesitz haben dürfen. [Geht man nach dem alten Reichsgesetz von 1913.]

Das eigentliche Problem bei dieser ganzen Reichsidiotengeschichte ist jedoch der Umstand, daß diese Reichsdepperten tatsächlich jede Form von Verschwörungstheorie glauben. [Dieses Blog hat ja auszugsweise einige der wichtigsten dieser braunen Verschwörungstheorien näher beleuchtet und sie alle als Lügen entlarvt.] Die wichtigste Verschwörungtheorie, an die diese entlaufenen Irren glauben, ist jene, in der es heißt, daß die Bundesrepublik Deutschland kein souveränes Land, sondern nach wie vor eine von den Alliierten besetzte Zone sei – und somit jedem Bundesbürger quasi ein Kriegsgefangenensold zustünde. [An dieser Stelle muß ich gleich anmerken, daß dieser Kriegsgefangenensold im höchsten Falle nur an ehemalige und noch bestehende Mitglieder der alten Wehrmacht ausgezahlt werden würden, und daß deren Erben keinerlei Anspruch auf diesen Sold hätten.]

Beleuchten wir einmal das Thema ein wenig genauer! Fakt ist: Die Mehrzahl derjenigen, die sich heutzutage als Reichsidioten in der Öffentlichkeit (und in diesem Falle sind besonders die Ämter gemeint) outen, besitzen noch nicht einmal einen wirklichen deutschen Nachnamen oder können im Zweifelsfall noch nicht einmal einen Arierschein in ihrer Familie nachweisen. Die nachträgliche Arisierung durch eine der KRRs [Kommissarische Reichsregierungen] ist noch nicht einmal das Papier Wert, auf dem sie gedruckt werden, da es noch keine Arisierung um 1913, sondern erst ab 1933 gab. Somit sind alle Berufungen auf eine arische Herkunft innerhalb der Reichsidiotengemeinschaft absolut sinnlos und hinfällig, da die Berufung dieser entlaufenen Irren immer wieder um ein schon vor Ewigkeiten aufgehobenes Gesetz von 1913 dreht, und nicht um die faschistische Nazigesetzgebung. Ironisch wird das Ganze dann aber dennoch, wenn man bedenkt, daß genau diese Figuren davon faseln, daß in der demokratischen Bundesrepublik Nazigesetzgebung an der Tagesordnung wäre. Und warum? Weil diese Nazigesetzgebung von jüdischen Kreisen, die fest im Herzen Israels hocken, forciert und für dieses Land festgeschrieben worden sei. [An dieser Stelle hakt es bei jedem denkfähigen Menschen aus. Außer vielleicht bei Jakester.]

Es gibt aber noch eine weitere Variante dieser Reichsspinner! Diese sind auch staatenlose RuStaGs, doch die gehen das Problem von einer völlig anderen Warte an. Zwar berufen sie sich ebenfalls auf eine kaiserliche Gesetzgebung von 1913, jedoch mit der kleinen Einschränkung, daß zumindest in ihrer Denkweise der Übergang zur Weimarer Republik bereits stattgefunden hat. Dies heißt nun nicht, daß sie die Gesetze der Weimarer Republik nun hoch schätzen würden, im Gegenteil. Dieser Teil dieser entlaufenen Irren erkennt die Gesetze der Weimarer Republik nicht an, weil die Republik quasi dreimal (und nicht zweimal) von jeweils nicht vom damaligen Reichskanzler dafür benannten Personen ausgerufen wurde.

Dies wäre ja noch halb so schlimm. Richtig drollig wird das Ganze, wenn es dann darum geht, welche genaue Gesetzgebung denn nun die Richtige sei. Ein Teil der Reichsidioten beruft sich schamlos auf die Gesetze des 3. Reiches, welches in den Köpfen dieser Generalversager niemals untergegangen ist. Auch hier gibt es keinen gültigen Friedensvertrag, auch hier gibt es nur eine uralte, längst außer Kraft befindliche, kaiserliche Gesetzgebung aus dem Jahr 1913, nur halt eben einige Monate jünger als jene, auf die sich die andere Hälfte der Reichsdeppen beruft.

Wer jetzt noch durchsteigt, ist klar im Vorteil! Doch ist dies wohl kaum genug an Fakten. Zum einen sind die Reichsbürger davon überzeugt, daß die Abdankung des damaligen Kaisers Willi 2 (nicht zu verwechseln mit dem Orca aus dem Disney-Film), völlig unrechtmäßig zustande kam, demnach nach dem Recht, von dem sie sich einbilden, daß es noch gültig sei, illegal vonstatten ging, und deshalb die Familie von Willi 2 nach wie vor Thronanspruch genießt.

Man sollte aber diese entlaufenen Irren nicht nach modernem Recht beurteilen, sondern wohl eher nach dem, an daß sie sich ja geschworen haben, sich zu halten. Ironisch wird es auch hier wieder, denn ginge man nach eben jenem Recht gegen diese durchgeknallten Idioten vor, wäre die Ausweisung in ein außereuropäisches Land noch die harmloseste und humanste Strafe. Ginge es jedoch nach dem kaiserlichen Gesetz von 1913 müßten sie alle samt und sonders als Landesverräter hingerichtet werden. Immerhin lassen sie ihre Staatenlosigkeit von der weißrussischen Botschaft bestätigen, sind also international anerkannte Staatenlose, die der deutsche Staat nicht verpflichtet ist, auf seinem Boden zu dulden. Und bei ihren demokratiefeindlichen Untrieben hätte die Bundesrepublik sogar das Recht – und die Pflicht – diese ganzen Landesverräter öffentlich hinrichten zu lassen. [Wenn man sich dann vorstellt, was dann alles an sinnlos belegtem Wohnraum frei würde, könnte man sich sofort auf einen Verfall des deutschen Mietspiegels freuen.] Denn dummerweise gibt es von diesen Irren deutlich zuviele in diesem Land.

Als Fazit sollte man deshalb eines beachten: Man gibt sich nicht mit RuStaGs ab. Nicht, weil sie vielleicht entlaufene Irre oder chronische Kriminelle wären, sondern allein deshalb, weil sie Staatenlose sind, die höchstens im demokratischen Nordkorea Aufnahme fänden. Obwohl dort deren Überlebenschance weit unter 1% liegen würde! Die RuStaGs sind nicht die Schmuddelkinder, vor denen uns unsere Eltern früher immer gewarnt haben, sie sind der braune Schandfleck, der heute bei PEGIDA und seinen Ablegern mitrennt, der AfD wählt, der vegetarisch lebt, und ansonsten darauf hofft, daß bald wieder KZs mit Vergasungsanlagen und Verbrennungsöfen gebaut werden, um all das sozial sinnlose Geschmeiß in diesem Lande loszuwerden. [Ich interpretiere dies an dieser Stelle wohl eher als latente Todessehnsucht, weil sie mit ihrem verpfuschten Leben nicht zurecht kommen.] Die Mehrzahl dieser Staatenlosen sind außerdem noch jene Leute, die im Wald Lebensmittel- und Golddepots anlegen, um im Falle der großen braunen Revolution genug zu haben, wenn es dann mal richtig losgeht.

Denn der eigentliche Plan dieser entlaufenen Irren besteht darin, die bestehende Demokratie hinweg zu fegen, und durch eine aristokratische Kultur nach ihrem Gusto zu ersetzen. Wobei dann natürlich auch wieder jenes kaiserliche Gesetz von 1913 zum Einsatz kommen soll, um all jene zu vernichten, die Ihnen nicht deutsch genug sind. [Im Klartext also all jene, die einen deutschen Namen tragen, die beweisen können, daß ihre Familien schon immer aus Deutschland stammen, und die noch nicht mental so weit degeneriert sind, daß sie Verschwörungstheorien oder ähnlichem Schwachsinn glauben. Außer Jakester natürlich.]

Der wichtigste Teil ihres Übernahmeplans besteht nicht darin, den Reichstag zu stürmen. Das Gebäude wollen sie nur in schöner brauner Tradition nur wieder einmal abfackeln und den dann amtierenden Bundeskanzler öffentlich auf dem Reichstagsplatz verbrennen. Der wichtigste Teil besteht darin, jeden umzubringen, der nicht ihrer Meinung ist, der nicht ihren Verschwörungtheorien folgt, und der noch aus eigener Kraft denkfähig ist. Außerdem sollen sämtliche Angehörigen nichtchristlicher Religionen nicht nur öffentlich gefoltert und zur Konvertierung gezwungen werden, sondern diejenigen, die sich weigern, ihren Glauben aufzugeben, dann auch nach alter Sitte verbrannt werden. Entweder als Ketzer oder als Hexe(r), so ganz einig ist man sich in den Kreisen darüber auch nicht. Und wenn man es nicht nach christlichen Glauben entscheidet, so wird man diejenigen wählen, die keinen absolut reindeutschen Glauben haben. Also an Thor, Odin und die ganzen anderen Asen glauben. [Die Asen sind auch kein germanischer Glaube, sondern ein skandinavischer. Aber diesen RuStaGs kann man dies eindeutig nicht begreiflich machen.]

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