Nach offizieller Recherche, und den eigenen Aussagen jener, die für #MeToo global einstehen, befindet sich im Hintergrund eine kleine Gruppe geschändeter Frauen, die nun endlich Gerechtigkeit verlangen. Doch entspricht dieses Bild der geschändeten Frau wirklich dem Ziel, welches #MeToo global wirklich vertritt?

Ich möchte jetzt keine Lanze für sogenannte Frauenschänder brechen, dies liegt mir absolut fern. Dennoch gibt es bei den Pressemitteilungen der #MeToo-Kampagneuren immer wieder ein Problem: Alle Straftaten liegen mindestens eine Generation (25 Jahre derzeit bei unserer hochtechnisierten Gesellschaft) oder sogar 35 Jahre zurück.

Wäre die #MeToo-Kampagne wirklich eine Kampagne, die primär der geschändeten und sexuell mißbrauchten Frau helfen sollte, wäre ihre Systematik eine Andere. Das Problem an #MeToo ist der Umstand, daß diese Kampagne absolut nicht ehrlich ist. Dies erkennt man an der internationalen Wahl ihrer Vertreter in der Welt.

Hierzu mal ein Beispiel: Die japanische #MeToo-Vertreterin ist eine junge, hübsche Journalistin, die vor etwa 15 Jahren von einem ihrer Redakteure in der Redaktion ihres Blattes, für das sie damals arbeitete, zuerst zum Sex genötigt, danach vergewaltigt wurde. Diese Geschichte ist wahr, sie ist real passiert, und der verantwortliche Redakteur trat kurz nachdem die Journalistin die Sache vor ein Gericht brachte, endlich von seinem Posten in jenem Blatt zurück. Zu jenem Zeitpunkt war jene junge, hübsche Journalistin jedoch bereits wegen Unfähigkeit aus dieser Zeitung entlassen worden – und fand in den vergangenen 15 Jahren in keiner japanischen ernstzunehmenden Zeitung wieder einen Job, sondern arbeitet heute für eines der vielen Schmierblätter des Landes.

Das Ziel von #MeToo sollte ein hehres und anständiges sein. Doch allein die Geschichte jener japanischen Journalistin hat bereits einen Beigeschmack, der einen der ganzen Kampagne gegenüber mißtrauisch werden läßt. Denn in ihrer Geschichte gibt es einige Fakten, die ihr alter Redakteur während seines Prozeßes zur Sprache brachte. Wahrscheinlich kam er wegen der von ihm genannten Fakten um eine mehrjährige Haftstrafe herum. Im eher konservativ tickenden Japan wohl eher die Ausnahme, wo eine Vergewaltigung in der Ehe im günstigsten Fall mit 5 bis 10 Jahren Haft geahndet wird. (Ich lasse mich in diesem Fall nicht über die betreffenden Details aus, weil mir am Herzen liegt, das jene japanische Journalistin endlich ihren Seelenfrieden findet, wenn sie auch keinen Job mehr bekommen wird.)

Die gleiche Beobachtung kann man bei den amerikanischen Vertretern der #MeToo-Kampagne machen. Entweder liegen die sexuellen Ausbeutungen bereits mehr als eine Generation zurück, und heute 60jährige, aus der Branche abgemeldete, Schauspielerinnen melden sich zu Wort, um der aktuellen amerikanischen Politik unliebsame Produzenten mit ihren Geschichten vom Leib zu schaffen. Wobei man nicht vergessen darf, das Harvey Weinstein in seiner besten Zeit – in den frühen 80ern bis späten 90ern – schon den Ruf hatte, ein Lebemann zu sein, der nichts anbrennen ließ. Damals konnte man jedoch in den einschlägigen amerikanischen Zeitungen die gleichen Geschichten jener heute abgemeldeten Schauspielerinnen lesen, das sie sich über das sexuelle Interesse eines Herrn Weinsteins freuten, weil es ihrer Karriere einen entsprechenden Schub gab.

Diese Beobachtung läßt sich übrigens in allen Ländern machen, in denen die #MeToo-Kampagne derzeit wütet. Die Kampagne ist aktuell nur in den hochentwickelten Industrienationen am wüten. Anders kann man es nicht bezeichnen. Der Haken daran ist, daß die meisten dieser Geschichten, die im Rahmen der Kampagne präsentiert werden, unmöglich so passiert sein können. Denn wären sie so passiert, hätten die weiblichen Opfer DIREKT Anzeige erstatten müssen. Dies kam jedoch in allen bisher von der Kampagne geschilderten Fällen absolut nicht vor. Nicht einmal vor 15 Jahren von der japanischen Journalistin!

Zufall?

Der Witz an der Geschichte ist nun der Umstand, das eine Anzeigenerstattung gegen einen Vergewaltiger kaum eine erfolgreiche Hollywood-Karriere beschädigt oder gar beendet hätte. Der Fall Weinstein zeigt hierbei deutlich das wahre Ziel von #MeToo. Augenscheinlich sind global Ziele der Kampagne Männer, die vielleicht vor 30 Jahren ein wenig über das Ziel hinaus schossen, aber heute für eine ganz bestimmte Politik in ihren Ländern stehen. Der japanische Redakteur beispielsweise vertritt einen eher liberalen ausländerfreundlichen Kurs in der japanischen Medienwelt. Harvey Weinstein steht in den USA als Unterstützer einer Anti-Trump-Bewegung schon seit einiger Zeit im Rampenlicht, obwohl er gewisse Tendenzen im Land öffentlich ablehnte. Also wie die Lügenfilmchen eines gewissen Dicken aus Illinous, der mit seinem Columbine-Filmchen der NRA genau jenen Rückhalt verschaffte, den sie damals unter Obama benötigte, um die Waffengesetze lockern zu lassen.

Es stellt sich also noch einmal die Frage, welchen Sinn und Zweck die #MeToo-Kampagne verfolgt, wenn zum einen Straftaten an den Pranger kommen, die bereits eine komplette Generation her sind? Und warum vornehmlich Angehörige des eher liberalen und sozietären Flügels deren Opfer werden. Denn auch im Falle Weinstein gibt es wieder anzumerken, daß seine Familie und er bereits seit vielen Jahrzehnten im sozialen Sektor als Mäzene tätig sind. Sowohl in Kalifornien als auch in New York und Umland.

Eine kleine Nebenwirkung von #MeToo kann man auch bereits in den europäischen Gesellschaften beobachten: Kaum ein deutscher Mann hält einer Frau noch die Tür eines Geschäftes auf, oder wagt es, sie länger als vielleicht 15 Sekunden anzusehen. Der moderne europäische Mann akzeptiert die Kampagne von #MeToo und möchte davon in keinster Weise betroffen werden. Also gehen selbst im Internet die von Männern ausgehenden Verabredungen zurück, weil kein Mann sich nachsagen lassen möchte, er hätte die Frau beim Sexdate zum Sex gezwungen. Die holde Weiblichkeit ist also gezwungen, von sich aus Initiative zu ergreifen. Diese Nebenwirkung kann man nicht nur europaweit beobachten, sondern auch bereits in den USA. In Japan nicht, weil die dortige #MeToo-Kampagne sich mit ihrem Zugpferd bereits totgeritten hat, und die Chance besteht, das jene junge, hübsche Journalistin wegen der verspäteten Anzeige ihrer Vergewaltigung vor 15 Jahren nun wohl selbst demnächst vor Gericht landen wird. Ich bin zwar nicht mit den japanischen Gesetzen so gut vertraut, aber es steht zu befürchten, das ihr eine mindestens 5jährige Gefängnisstrafe droht.

Nach Meinung der Redaktion gehört eine Vergewaltigung, egal ob von Mann oder Frau, sofort angezeigt. Egal, ob dann die eigene Karriere gefährdet ist, oder nicht. Man ist dazu gezwungen eine solches Verbrechen gegen die Menschlichkeit sofort zur Anzeige zu bringen, damit der Täter zeitnah verurteilt werden kann. Versäumt man dies, hat man nicht 35 Jahre später das Recht, seine Rechte einzufordern und das leidende Opfer zu spielen. Selbst Charisma Carpenter, die Anfang der 90er, zu Beginn ihrer Karriere in Hollywood vergewaltigt wurde, lehnt die #MeToo-Kampagne nach eigenen Worten ab. Sie brachte damals ihre Vergewaltigung zur Anzeige, war sogar gezwungen mit ihrer Arbeit aufzuhören, um sich wieder zu sammeln und ein neues Leben anzufangen. Dennoch lehnt sie als Vergewaltigungsopfer die #MeToo-Kampagne ab. Laut ihres eigenen Profils ist sie weder eine Obama-Jüngerin, noch eine Trump-Befürworterin. Sie lehnt die Kampagne auch nur deshalb ab, weil sie auch die Meinung vertritt, das man das Unrecht, welches an einem begangen wird, sofort zur Anzeige bringen sollte, und nicht erst eine Generation später, wenn die Karriere vorbei ist. Charisma Carpenter ist auch eine der wenigen Hollywoodstars, die heute noch offen Präventionsveranstaltungen gibt, um junge Frauen darin zu üben, wirklich Nein zu meinen, wenn man es sagt.

#MeToo ist der Verrat an der Menschlichkeit und an der schönsten Sache, die zwei Menschen miteinander verbinden kann. Wer also #MeToo unterstützt, sollte darauf achten, wen er da unterstützt. Gerechtigkeit steht jedem zu, jedoch nicht mehr nach mehr als 25 Jahren, wenn selbst juristisch das eigentliche Verbrechen bereits verjährt ist. Dann nämlich verwandelt sich #MeToo in eine Kampagne, die über dem Gesetz stehen will, und keine Gerechtigkeit einfordert, sondern nur simplen Rufmord betreibt. Und jener ist in der Mehrzahl der Länder der zivilisierten Welt bereits eine Straftat.

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