Man mag mich jetzt für ungerecht halten, aber mir gefällt der AfD!

Nicht wegen seiner tonangebenden Gesicher, diese Leute halten ich für strunzdumm und zugleich ehrlos. Man kann nicht behaupten, das man für das „deutsche“ Volk tätig sein will, und sich dann beim Einzug in den Bundestag nicht mehr an die gegebenen Wahlversprechen erinnern. Gleichzeitig aber genau dieses Verhalten dann den anderen Parteien im Bundestag als ehrlos ankreiden.

Genau hierin liegt nämlich der Hund begraben. Ich kann ja verstehen, wenn der AfD gewisse Anfragen im Bundestag startet, oder sogar Gesetzinitiativen startet, um dieses Land noch ein wenig mehr ungerechter und unsozialer zu machen. Dagegen hat wirklich Niemand etwas. Doch wird ein bitterböser Handschuh drauß, wenn man nicht einmal in der Lage ist, die betreffende Gesetzesinitiative entsprechend zu begründen.

Niemand, wirklich Niemand, hat etwas dagegen, wenn der normale AfDler Dieselfahrer ist, und nun natürlich entsprechend sauer, wenn den Kommunen gestattet wird, demnächst Dieselfahrverbote auszusprechen. [Zu dem Thema DUH wird es demnächst noch einen Artikel geben.] Man kann nichts für Dummheit, man kann sie nur durch Wissen abstellen.

Hier liegt jedoch der braune Hund begraben. Absolut Niemand auf der Welt hat etwas gegen Nationalisten. In Österreich sieht man ja, welche Auswirkungen es hat, wenn man einen Pennäler zum Reichskanzler wählt, und jener dann noch nicht einmal in der Lage ist, die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens argumentativ zu verteidigen. Denn wir wissen alle, das investigativer Journalismus, der nicht durch die Politik kontrolliert wird, führen kann. Allein aus dem Grund gab es im Dritten Reich nur eine mediale Gleichschaltung, so daß „das Volk“ nicht einmal mitbekam, daß es KZs als Vernichtungslager gab. Aktuell recherchiert sogar die Redaktion dieses Blogs, inwieweit die Verstrickungen bestimmter Gruppen im Dritten Reich wirklich dem Volk bekannt waren.

Dennoch stellt sich beim Auftreten des AfD die Frage, welches „Volk“ diese Clowns wirklich vertreten, aktuell haben sie im Bereich Realsatire sogar die Partei DIE PARTEI so weit rechts überholt, das man sich fragen muß, meinen diese 92 Gestalten im Bundestag das überhaupt Ernst, was sie da an Unsinn von sich geben?

Diesem Blog hier wird von rechter Seite immer vorgeworfen, wir seien ganz schräg links. Von linker Seite bekommen wir – allein wegen unserer kritischen Artikel über die linke – ständig vorgeworfen, wir seien rechts. Würden sich beide Parteien einmal einig werden, wäre schon viel gewonnen. Doch hierin liegt ein weiteres Manko des AfD. Wir sind weder links, noch rechts, noch nehmen wir Morddrohungen gegen unsere Autoren Ernst. Hätten links, wie rechts, auch nur das Rückgrat, von dem sie ständig schwadronieren, wäre längst ein Angriff auf einen unserer Autoren erfolgt. Bislang blieben diese angedrohten Mordanschläge aus. Warum wohl?

Richtig, weil der AfD schlicht nichts gebacken kriegt. Selbst ihre Eingaben im Bundestag spiegeln eine Naivität wider, die man eigentlich nur von ihren Wählern erwartet, aber nicht von gestandenen Politikern, die in den Parteien, aus denen sie sich einst für den AfD rekrutierten, für genau die Zustände verantwortlich zeichnen, die sie heute anprangern.

Man erkennt die Linie im AfD eindeutig. Diese Linie ist zwar stramm rechts, doch sie ist zahnlos. Man spuckt große Töne, ist aber nicht einmal in der Lage, ein bei der Bundestagswahl gegebenes Versprechen einzulösen. Was bedeutet dies? Richtig, Rechte sind generell ehrlos, weil sie ein gegebenes Wort einfach nicht einhalten können. Schon im Dritten Reich gab es dieses Problem, deshalb landete auch jeder, der die damals regierende Partei daran erinnerte, das auf kommunaler Ebene Versprechen gegeben wurden, systematisch in der Gaskammer. Die braune Revolte fraß damals schon mit Vorliebe ihre eigenen Kinder. Darunter viele Arbeiter, die nur wegen einer einzigen Äußerung, und nicht wegen ihres Glaubens, in der Gaskammer landeten. Die Dokumente darüber sind so immens, daß dieser kleine Blog einfach zu klein ist, um entsprechende Dokumentenberge zu veröffentlichen.

Es zeigt aber absolut, welches Problem der braune Mob dieser Tage hat. Zum Einen ist man nicht in der Lage, seine Wahlversprechen zu halten, hält dies aber den anderen Parteien vor. Zum Anderen ist man nicht in der Lage, seine politische Maxime, die man durchsetzen möchte, entsprechend eloquent zu vertreten. Denn dann würden die beiden Hauptfinanziers der Partei – Putin und die Atlantikbrücke – abspringen und mit militärischer Gewalt gegen diese Partei vorgehen. Dies möchte man jedoch gerne vermeiden, also äußert man Halbwahrheiten oder gleich ganze Lügen.

Man sagt in der Partei, man sei nicht rechts, duldet aber Meuthen, Höcke, Meier und noch ein gutes Dutzend anderer in der Partei, obwohl man weiß, das jene nicht einmal ihren Namen fehlerfrei schreiben können. Als Deutscher sollte man zumindest seine Muttersprache frei beherrschen. Dies ist jedoch einem AfDler nicht gegeben. Man hält sich für deutsch, obwohl man nicht einmal einen „echten“ deutschen Nachnamen besitzt. So was ist gruslig.

Genau wie der Rest der Partei. Es gibt wirklich nichts, nicht einmal im Wahlprogramm, was umgesetzt werden könnte, ohne vorher die Menschenrechtscharta der UN mit Füßen zu treten. Doch man stellt sich hin und fabuliert etwas davon, das man doch nur für das deutsche Volk und in dessen Sinne handeln würde.

Ich kann verstehen, wenn die Sympathisanten von der aktuellen Regierungspolitik enttäuscht sind. Ich kann deshalb auch verstehen, warum die Sympathisanten dann den AfD auch wählen. Sie fühlen sich abgehängt, obwohl in der Garage ein 2t-SUV herumsteht – natürlich mit billigem Dieselmotor. Ich kann auch verstehen, wenn man sich abgehängt fühlt, wenn man in der 20-Zimmer-Villa in der Garage nur einen SUV stehen hat, und die Sportwagen der Familie in einer Fremdgarage außerhalb unterbringen muß, weil die Gemeinde einen keinen Neubau einer weiteren Doppelgarage gestattet, weil es zur Grenze zum Nachbarn nicht genügend Platz ist. Dies ist alles für mich nachvollziehbar.

Klar fühlt man sich dann abgehängt und diskriminiert, wenn man dann aus einschlägigen Postillen erfährt, das so gut wie jeder türkische Umsiedler hier in Deutschland einen alten Mercedes Benz Typ 126 fährt (teilweise sogar einen 230), den man sich selbst nicht leisten kann, weil man immer noch die Raten für den 2t-SUV abstottern muß. Und der ist nicht von Mercedes, sondern von VW!

Deshalb gehe ich mit den AfDlern nicht mehr so hart ins Gericht. Diese Menschen wissen wirklich nicht, was sie tun. Zudem wissen sie noch nicht einmal, was Rassismus ist. Denn das, was sie betreiben, ist Rassismus gegen das deutsche Volk. Eben jenes Volkes, das sie vorgeben, im Bundestag zu vertreten. Eine nationale Partei kann und darf sogar rassistisch sein, doch wenn man eigentlich gegen jene rassistisch ist, die man vorgibt zu vertreten, in dem man im Parteiprogramm offen fordert, das der deutsche Arbeiter gefälligst lohnbefreit zu arbeiten hat, und dann noch Miete bezahlen soll, stellt sich die Frage, was und wen man wirklich vertritt.

Ich verachte den AfD inzwischen nicht mehr. Ich habe erkannt, das diese Partei in diesem Land wirklich etwas ändern kann. Denn sollte sie irgendwann einmal ihre eigenen Gesetzentwürfe im Bundestag durchbringen können, gibt es dem deutschen Volk die Möglichkeit, eben in Anwendung dieser Gesetze, diesen menschlichen Abschaum endlich aus diesem Land zu schmeißen und dorthin zu verbannen, wo sie hingehören: nach Nordkorea!

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