Heute haben wir ein eher dezidiertes Thema. Was wäre eigentlich, wenn die Partei FDP nicht so ein Haufen verrückter, korrupter und krimineller Bastarde wäre, sondern sich ganzheitlich auf dem Boden der Realität und der Gesetze bewegen würde? Welche Zustände hätten wir dann in diesem Land?

Dies ist eine Frage, die ich mir bereits des Öfteren gestellt habe. Und dabei stieß ich auf die chronische Legendenbildung um ehemalige, verstorbene, und sonstwie verdiente Parteimitglieder dieses wirtschaftspolitisch absolut unfähigen Haufens von Versagern. Aber wir sollten eher mal am Anfang anfangen, anstatt uns auf gehässige Platitüden zu verlegen.

Der Anfang wird in einem solchen Fall nicht von den wirklich alten Hasen gemacht, denn nach dem zweiten Weltkrieg, als sich diese angeblich liberale Partei gründete, gab es keinerlei Grund, weshalb in der Politik eine wirtschaftsaphine Partei denn überhaupt wirken sollte. Deutschland lag in Trümmern, der größte Teil der vorhandenen Industrie wurde von den Briten und Amerikanern als Kriegsreparation einkassiert und man hinterließ nicht mehr als blühende Wiesen und Felder. Schaut man sich heute einmal im Krieg zerstörte Städte an, fällt direkt auf, daß sich eine Parks an Stellen befinden, an denen früher einmal Industrie stand und die Stadt verpestete. Doch ist Jemand darüber glücklich, daß diese Industrie verschwunden ist? Mitnichten. Und die wirtschaftspolitischen Versager sind damit noch viel weniger zufrieden.

Doch kehren wir besser zu den Zeiten zurück, als in diesem Land keine Partei mit neoliberaler Verstrahlung und einem latenten Faschismus gegen das einfache Volk existierte. Mir konnte kein FDP-Mitglied wirklich stichhaltig erklären, weshalb sich die Partei zu Anfang der 50er Jahre in Deutschland gründete, wo doch die Groß- und Schwerindustrie zu jener Zeit bereits die CDU auf ihrer Seite hatte. Weshalb also eine weitere Partei, die das Handwerk von Anfang an verachtete und bekämpfte? Auch dies konnte mir kein FDP-Mitglied stichhaltig erklären. Statt dessen kamen Platitüden, daß man doch eigentlich immer auf der Seite des Handwerks gewesen sei. Nun, wenn dem so ist, weshalb stimmte die FDP geschlossen für die Aufhebung des Meister-Gebots in diesem Land? Auch darauf bekam ich keine Antwort.

Der Neoliberalismus, der von der wirtschaftspolitischen Versagerpartei ausgeht, grenzt stellenweise bereits an das debilfaschistischte, wie man es eigentlich von AfD, NSDAP oder NPD gewohnt ist. Wie möchte denn diese Partei dieses Land erhalten, wenn sie gegen den Meisterzwang abstimmt, und Gewerkschaften als wirtschaftsschädlich klassifiziert? (Nicht meine Worte, das waren die eines gewissen Herrn Solms, der bereits mehrfach, und nicht nur im Bundestag, negativ auffiel.)

Aber mal ehrlich, weshalb brauchen wir eine Partei, die in ihren Reihen nur chronischen Pleitiers hat, die von Wirtschaft ungefähr soviel Ahnung haben, wie ein Fisch vom Fahrradfahren, und die stellenweise noch nicht einmal die Gesetze begreifen, die die wenigen Anwälte in ihren Reihen ausformulieren. Stellenweise dann noch so primitiv und dümmlich, daß sogar die Jobcenter damit Probleme haben, den genauen Kern von Artikel 31 des SGB XII richtig zu verstehen. Denn der berühmte Sanktionsparagraph entstammt nicht der Fantasie eines kastrierten Anwalts, sondern kam direkt aus dem harten, wirtschaftspolitischen Versagerkerns dieser Partei. Wer nun Böses dabei denkt, wäre ein Schelm. Denn der Artikel 31 war ursprünglich anders gemeint, als er heute Verwendung findet. Doch mit der Zusammenarbeit der SPD gelang es daraus den heute allseits bekannten menschenrechtswidrigen Sanktionsparagraph zu machen. Ja, richtig gehört. Die originäre Formulierung, wie sie die FDP vorgeschlagen hat, wäre zum Vorteil des Arbeitslosen gewesen. Doch die SPD verkehrte den Text in sein genaues Gegenteil. Warum man dies nun der FDP anrechnen muß? Auch sehr einfach, die Originalformulierung stammt von der FDP, und die Partei hat sie nicht verteidigt, sondern zugelassen, daß daraus ein Gesetzestext wurde, der jedem Arbeitslosen das Menschsein abspricht.

Wir waren ja schon bei Herrn Solms. Er hat sehr viele Gemeinsamkeiten mit dem bereits verstorbenen Herrn Westerwelle. Beide gingen mit einer kleinen Firma Pleite, beide haben Steuern hinterzogen. Nur starb der eine an einer Alkoholleber, der andere an Krebs. Ja, so kann es gehen, wenn die eigene Bosheit einen von Innen heraus zerfrißt. Aber der Umstand, erfolgreicher Steuerhinterzieher zu sein, bis ein dummer Steuerfahnder dem auf die Schliche kam, zeichnet einen Menschen noch nicht wirklich aus. Eine Auszeichnung wird es, wenn man mit einem linken Trick um den Knast herum kommt. Wo bleibt da die Fairness? Und dann stimmt man im Bundestag noch dafür, daß der Meisterzwang abgeschafft wird. Solches ist traurig. Wenn Verlierer Menschen mit Potential jede Hoffnung nehmen, jemals etwas im Leben erreichen zu können. Heutzutage kann man den Meisterrang noch auf freiwilliger Basis machen, doch er ist nicht einmal mehr die Hälfte Wert wie in der Vergangenheit.

Womit wir wieder zurück beim Thema wären. Um die FDP ranken sich mehr Legenden, als man selbst im berühmten Sagen- und Legendenschatz finden kann, den einst ein Kasseler Autor ausformulierte. Das Interessanteste an der FDP ist eigentlich, daß sie so eine Flachpfeife wie Friedel Merz (bei der CDU, und dort geldaphiner Millionär, der für Black Rock tätig zu sein vorgibt) nicht in ihren Reihen begrüßen können? Die Antwort liegt auf der Hand. Wer wirtschaftlich erfolgreich und ein wenig Sozialkompetenz besitzt, schließt sich keiner Partei chronischer Verlierer an, deren einziges Ziel darauf ausgerichtet ist, die Industrie von Steuern zu befreien. Denn dies kann man seit den 50er Jahren bei der FDP chronisch beobachten. Ständig setzte sich diese Partei dafür ein, daß gerade die Großindustrie von eben jenen Steuern entlastet wird, die dem Staat am meisten Kohle einbringen. Kohle, die der Staat dann großzügig an die liberal, sozial und gesellschaftlich abgehängten verteilen könnte.

Womit wir beim zweiten Knackpunkt der FDP wären! Diese Partei hat, genauso wie der AfD, ein chronisches Problem damit, daß in diesem Land eine sozialdemokratisch geprägte Demokratie herrscht, in der nun einmal die wirtschaftlich Schwachen und Abgehängten vom Staat entsprechend alimentiert werden müssen, damit zumindest dem Anschein nach ein wenig Fairness herrscht. Doch die FDP mischte schon fleißig bei den Hartz IV-Gesetzen mit, und auch heute mischt sie sich ungefragt in die Grundrentendiskussion ein. Obwohl man an dieser Stelle zugeben muß, daß dieses Lamenta um die Grundrente nicht mehr als nur ein dummer Treppenwitz ist. Zum Glück hat bei diesem Unsinn diesmal die FDP nicht mitgewirkt, was sie ja schon fast wieder wählbar macht. Dennoch hat die FDP in der Vergangenheit eine menschenwürdige Erhöhung des Eckregelsatzes stoisch verhindert, weil sie ja immerhin möchte, daß selbst der Niedrigstverdiener mehr hat, als Derjenige, der aus Krankheitsgründen, auf die Hilfe des Staates angewiesen ist. Dieser Unterschied entspricht ungefähr € 30, kommt jetzt noch die Grundrente dazu, sind es zusätzliche € 40. Und darauf ist diese Partei dann auch noch Stolz.

In einer Demokratie sollte Gleichheit herrschen. Zwischen allen. Nicht nur zwischen den Reichen und Wohlhabenden, während sich der Rest bereits fragt, ob er die Miete für den nächsten Monat noch aufbringen kann. Deshalb mein Verweis weiter oben auf Friedel Merz. Der Mann ist kein wirtschafttechnischer, aber ein wirtschaftpolitischer Versager. Was für eine Einzelperson zum Karriereaufbau funktioniert, greift dummerweise nicht für die große Masse. Im Gegenteil, seine eigenen Vorschläge, die sogar von Christian Lindner stellenweise als (!sic) vernünftig empfunden werden, melken nur den kleinen Bürger und nehmen ihm finanzielle Mittel weg, die jener im Alter dringend braucht.

Wir brauchen in diesem Land keine Partei, die vorgibt, sozial zu sein, wenn sie noch nicht einmal weiß, wie der Begriff richtig zu verwenden ist. Die FDP ist alles andere als sozial, und wenn sie einmal sozial Politik macht (Sie wie sie es nennt, !sic), dann geschieht dies nur zufällig und ist nicht beabsichtigt. Deshalb vor Jahren die Möwenpick-Steuerermäßigung. Ein wirklich soziales Programm. Nur eben für die falsche Schicht in der Gesellschaft. Denn die FDP predigt seit zwei Dekaden nur noch etwas von einem schlanken Staat, einem Staat, der bürokratiebefreit agieren kann. Das Problem ist nur: Selbst Japan, das alles andere als einen schlanken Staat repräsentiert, hat deutlich weniger Bürokratie als dieses Land. In Deutschland müssen, Dank FDP, Metzger und Bäcker genau angeben, wieviel Industriehefe, und Mehle, sie verbacken, oder wie sie ein Schwein geschlachtet, bzw. zerlegt haben, und welche Stoffe beim Räuchern der Rohware verbraucht wurde. Mittlerweile wurde sogar durchgesetzt – auf Landesebene – das Metzger sogar noch genau belegen müssen, woher sie wieviel Würzung erhalten haben, und für welche Produkte diese verbraucht wird. Es muß pedantisch Buch geführt werden, da die Bücher alle zwei Monate (im Schnitt) vom Gesundheits- und Veterinäramt überprüft werden. Mich verwunderte, was das Veterinäramt mit einer Wurst zu tun hat, und weshalb die FDP diese Regelung ins Gesetz hat schreiben lassen. Kein mir bekanntes FDP-Mitglied konnte mir diese Frage beantworten. Nicht mal mit einer Platitüde kam man, weil es für die meisten Parteimitglieder unwahrscheinlich klang, daß wir diese Regelung wirklich im Gesetz haben und das sie diese verbrochen haben.

Da ruft man einerseits nach dem schlanken Staat, andererseits sorgt man aber dafür, daß für das einfache Handwerk die Bürokratie dermaßen Formen annimmt, daß man denkt, man befände sich in einer muslimischen Terrordiktatur. Denn nur dort werden von Juden und Christen noch mehr Nachweise über die Lebens- und Arbeitsweise verlangt. In Deutschland ist sogar die mittlere Länge einer normalen Bratwurst ganz genau durch eine DIN-Norm festgeschrieben. Wer führte die DIN-Normen ein? Richtig. In Deutschland ist die Maximallänge einer Essiggurke genauso festgelegt, wie die Länge einer Salatgurke, und beide Gurken dürfen nicht der gleichen Pflanzenart entsprechen, sondern müssen zwei verschiedene Züchtungen sein. Steht so im Gesetz und wurde von der FDP in der €U so durchgesetzt.

Sonst noch Fragen? Wir brauchen keine Legenden um verdiente FDP-Mitglieder, wir leiden tagtäglich unter deren Bürokratisierungszwang, Alles und Jedes über Allen und Jeden erfahren zu wollen. Es wurden sogar Zeituhren für Räuchervorgänge in Metzgereien eingeführt, damit der Metzger nachweisen kann, wie lange eine durchschnittliche Räucherung dauert. Und dann schafft man den Meisterrang ab. Was natürlich in der Folge ein Bäckerei- und Metzgereiensterben zur Folge hat. Aber auch sonst hat die FDP alles dafür getan, damit das Handwerk in diesem Land ausstirbt. Und das verdammt nachhaltig. Womit wir beim nächsten Steckenpferd dieser Partei angekommen sind. Doch darüber lohnt es sich nichts zu schreiben, weil jeder täglich beobachten kann, wohin die Nachhaltigkeitspolitik der FDP dieses Land führt. Richtig, genau in die Arme der AfD. Noch Fragen?

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